Frage von petja, 25

Beamte - Beihilfe - Krankenversicherung?

Hallo Community, können sich alle Beamten privat krankenversichern und wie ist das mit dieser Beihilfe. Haben Beamte da einen Sonderstatus, was die Möglichkeit der Privatversicherung betrifft?

Antwort
von Sobeyda, 25

Beamte erhalten durch die Beihilfe einen Teil ihrer Krankheitskosten erstattet, der Rest wird üblichereise durch eine PKV abgesichert. Grundsätzlich können sich alle Beamte privat versichert, Probleme sehe ich nur dann, wenn man die Gesundheitsprüfung nicht besteht. Zwar darf die Versicherung einen dann nicht ablehnen, aber es könnte teuer werden, so dass die (freiwillige?) gesetzliche Krankenversicherung günstiger werden könnte.

Kommentar von vulkanismus ,

Wenn er die Gesundheitsprüfung nicht besteht, wird er auch kein Beamter.

Antwort
von barmer, 20

Ja, alle Beamten können sich privat versichern, weil sie schon aufgrund ihres Status versicherungsfrei sind, ohne Rücksicht aufs Einkommen.

Die Beihilfe ist eine Leistung des Dienstherrn, die die Krankheitskosten meist prozentual übernimmt. Es muss also nur der Rest%satz privat versichert werden.

Gruss

Barmer

Antwort
von Privatier59, 21
Haben Beamte da einen Sonderstatus, was die Möglichkeit der Privatversicherung betrifft?

Sie haben nicht nur einen Sondestatus was die ihnen zustehende Möglichkeit der privaten KV betrifft, sondern auch beim Tarif: Da der Arbeitgeber ja die Hälfte Ausgaben im Krankheitsfalle trägt (bei stationärer Unterbringung noch mehr) bezahlen sie wesentlich weniger Beitrag als bei einer Vollversicherung.

Kommentar von vulkanismus ,

Sie haben keinen Sonderstatus bei der PKV. Schließlich muß die KV nur 50 % der Krankheitskosten tragen. Da ist es doch logisch, daß die Beiträge niedriger sind. Eine Mehrzahlung der AG bei stationärer Behandlung steht nur in Deinem Märchenbuch geschrieben.

Kommentar von barmer ,

Ganz früher, vor 1985 ca. gab es einen sog. Stationärzuschlag von 15%. Heute nur noch in Hessen, weil die nicht ausm Quark kommen.

Kommentar von Privatier59 ,

Also doch. Da hat little v. wieder mal an der falschen Stelle gestänkert.

Kommentar von FREDL2 ,

bezahlen sie wesentlich weniger Beitrag als bei einer Vollversicherung.

Warum auch sollte der Beamte sich vollversichern? Tatsache ist, dass Frauen ganz wesentlich mehr zahlen als Männer. Egal, ob der beitrag 100% oder 50% beträgt und ebenso egal, ob Beamtin oder nicht.

Diejenige staatliche Stelle, welche bei stationärer Unterbringung "noch mehr" zahlt, die müssest Du mir nennen. Richtig ist, dass die Beihilfe pro Tag des Klinikaufenthalts einen schönen Betrag von der Erstattung abzieht. Begründung: man spart ja Strom, Heizung, wasauchimmer.

Kommentar von barmer ,

Vor 2012 hätte man diese Aussage noch durchgehen lassen können. Aber seit 1.1.2013 haben wir Unisex in der PKV !

Die staatliche Stelle, die noch mehr zahlt, habe ich schon genannt: das Land Hessen !

Kommentar von FREDL2 ,

@barmer

Aber seit 1.1.2013 haben wir Unisex in der PKV !

Kann schon sein, für Neuabschlüsse vielleicht. Oder weswegen zahlt ein deutlich älterer, männlicher Kollege aktuell bei selben Voraussetzungen, bzw. versicherten Risiken und identischem Unternehmen ca. 25% weniger?

Kommentar von silberheim ,

@ fredel2 Auch im selben Alter in die PKV eingetreten ? Mt oder ohne Vorerkrankungen ?

Antwort
von Helga88, 17

Hallo,

gerade für Beamte ist die private Krankenversicherung sehr sinnvoll. Denn die Kosten werden bis zu 50 Prozent übernommen. Wie viel der Dienstherr übernimmt hängt vom Dienstgrad und auch von den Dienstjahren ab. Der Ehepartner und das Kind sind in diesem Fall auch Beihilfeberechtigt. Jedoch müssen beide auch bei einer PKV versichert sein.( Partner: 70 % und Kind bis zu 80 %)

Mehr Fakten zum Thema Beamte und PKV gibt es auch auf http://www.pkv-beamte-test.de/2014/03/18/private-krankenversicherung-beamte-wora... .

Antwort
von vulkanismus, 16

Nicht "können", sondern "sollten". Wenn sie dies nicht tun, zahlen sie nämlich fünfzig Prozent selbst. Und da ist man schon bei mittleren Operationen pleite. Den Rest muss der Arbeitgeber (Staat) zahlen, da er ja leider keine Rückstellungen bildet.

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