Frage von TaRi1978, 167

Bausparvertrag vor Hochzeit

Habe 2006 einen Bausparvertrag abgeschlossen . Mein Mann hat zu meinem Betrag den selben dazu einbezahlt. 2008 haben wir geheiratet. Erst 10.5.2012 wurde er in den Vertrag mit aufgenommen vorher war er Berechtigter. Was passiert jetzt bei Trennung / Scheidung. Ab welchem Zeitpunkt müsste ich Ihm sein Betrag auszahlen ? Der Vertrag ist nächstes Jahr Zuteilungsreif .

Antwort
von wfwbinder, 167

Mit dem Kontostand vom Heiratsdatum gehört der Vertrag zum Anfangsvermögen.

Mit dem Betrag den er bei Einreichung des Scheidungsantrages hat, ist er Endvermögen.

Der Betrag dazwischen ist Dein Zugewinn udn wird beim Zugewinnausgleich berücksichtigt.

Ob und was zu zahlen ist, kann man nur wissen, wenn man die Zugewinne von beiden kennt.

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig, und dabei ist auch egal, auf welches Konto er oder sie eingezahlt hat.

Bei getrennten Konten rechnet es sich freilich leichter.

Kommentar von wfwbinder ,

so ist es.

Kommentar von TaRi1978 ,

Mein Anwalt meinte bisher das es der Zugewinnsausgleich bei uns nicht rentiert da wir beide ein Haus gekauft haben und halb halb eingetragen und wir somit auch die selben Schulden haben. Wenn es zu keinem Zugewinnsausgleich kommt müsste ich dann Tag der Hochzeit und Tag der Scheidung nehmen und Ihm die hälfe dieser Summe ausbezahlen ? Oder doch auf ein Zugewinnsausgleich bestehen. Wie in einer anderern Frage schon gestellt verlangt seine Anwältin das ich 18.500 € ausgleiche um den Betrag den ich weniger bezahlt hätte an den Hauskredit auszugleichen. Vom Bausparvertrag hätte Sie gerne die Hälfte obwohl ich den Vertrag schon vor der Hochzeit hatte. Habe trotz zwei Kinder immer Teilzeitgearbeitet und Haushalt Kinder versorgt. Frage mich wo dies Berücksichtigt wird.

Kommentar von wfwbinder ,

Das scheint eine Sache Eurer Anwälte zu sein. Einer will keinen Zugewinnausgleich, der andere will ihn zumindest aussergerichtlich.

Die Sache: Eine arbeitet voll, der andere Teilzeit + Haushalt, war Eure persönliche Vereinbarung. Auf einen Zugewinnausgleich hat es keinen Einfluss.

Die Ansicht der anderen Anwältin kann ich zumindest für die Zeit ausserhalb der Ehe nicht nachvollziehen. Wenn es Dein Vertrag ist udn eine andere Person zahlt da Geld ein, ohne ausdrücklich zu vereinbaren, dass es sich um einen Kredit handelt, dann hat er es Dir geschenkt. So einfach ist das.

Aber auch Deinen Anwalt kann ich nciht verstehen.

Gut, jeden hat das halbe Haus, jeder hat den halben kredit.

Aber anscheinend gibt es nur einen Bausparvertrag udn der ist auf Deinen Namen udn auf den ist in der Ehe eingezahlt worden. Also gibt es einen Unterschied zum Tag der Ehe.

Aber es gibt ja eventuell auch Verträge zur privaten Alterversorgung, zu vermögenswirksamen Leistungen usw. wissen wir alles nicht, aber wenn mir einer sagt, "alles ist ebenso wie am Tag der Eheschließung," dann lügt der, zumindest in Bezug auf den BSV.

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