Frage von Novi2007, 189

Bausparverträge (kündigen, verlängern - Abschlussgebühr)

Hallo

Ich habe zwei Fragen zu meinen Bausparverträgen bei der Schwäbisch Hall. Einmal habe ich einen "Fuchs Rendite" Vertrag und einmal einen "Fuchs Wohnrente" Vertrag.

Der erste wurde geschlossen 6/12, dort gehen meine VL hin. Den möchte ich gerne kündigen, da ich woanders mehr Zinsen bekommen würde. Dort würde die AN Sparzulage nicht gezahlt aber da wir über dem Betrag liegen wäre mir das sowieso egal. Das Problem ist. dass der Vertrag eine recht hohe Summe hat, die würde ich erst in 6 1/4 Jahren erreichen wenn ich den Höchstbeitrag zahle. Kann ich evtl. den Betrag bis der Vertrag Zuteilungsreif ist einzahlen und ihn dann kündigen/ mir zuteilen lassen? Das Geld brauche ich nicht sofort, es ist eh nicht wirklich viel bisher da ich auch in Elternzeiten war und in der Zeit nichts gezahlt habe.

Beim zweiten habe ich eine jährliche Zulage i.H.v. 1054 (3 Kinder) und einen mtl. Betrag den ich zahle i.H.v. 31 Euro. Der wurde damals berechnet wo ich in der Elternzeit war glaube ich. Jetzt habe ich gelesen, dass sich der Beitrag nach dem brechnet was ich im Vorjahr verdieht habe. 4% vom Bruttoeinkommen jährlich. Das wären dann aktuell 65 Euro die ich zahlen müsste aber noch nicht tue. Hätte ich das sagen müssen, dass ich wieder arbeite bzw. wenn sich das Gehalt ändert? Was passiert wenn ich dazu nichts sage und es einfach laufen lasse? Der Vertrag wäre ca. Ende 2023 voll. Wenn ich ihn verlängern möchte weil ich die Zulagen dann noch bekommen würde, muss ich dann wieder eine Abschlussgebühr zahlen?

Ich werde den Berater noch kontaktieren wüsste aber vorher gerne was mich so erwarten kann. Wenn ich unvorbereitet in solche Gespräche gehe endet das nie gut... :(

DANKE EUCH

LG Novi

Antwort
von Hanseat, 189

Zum ersten Vertrag: einfach kündigen mit den normalen 6 Monaten Kündigungsfrist, dann gibt es auch kein Abzug. Einzige Punkte, ist bisher schon Wohnungsbauprämie für diesen Vertrag beantragt worden, gibt es die natürlich dann nicht. Und eine eventuell bestehenden Bonuszinsregelung entfällt bei der Kündigung auch.

Zum zweiten Vertrag: in der Tat richtet sich der Mindesteigenbeitrag bei Riester nach den Einkünften des Vorjahres, von den 4 % Ihres Bruttos werden aber die Zulagen (1.054,- Euro) noch abgezogen. Wenn also die 65,- Euro monatlich stimmen, dann sollten Ihre Einkünfte (Vorjahr) ca. 46.000,- Euro betragen haben. Wenn Sie weniger zahlen (z.B. die genannten 31,- Euro), dann bekommen Sie auch entsprechend weniger Zulagen, in Ihrem Fall also statt der 1.054,- Euro nur ca. 503,- (prozentuales Verhältnis). Sie können aber die Differenz (12 x 34,- euro = 408,- Euro) als Einmalzahlung in diesem Jahr zusätzlich einzahlen und dann für nächstes Jahr den richtigen Beitrag ermitteln. Das genaue Vorgehen klären sie bitte  mit der BSK.

Was heisst "der Vertrag wäre 2023 voll" ? Meinen Sie damit dass er in 2023 zuteilungsreif ist ? Sie können ohne weiteres dann noch ein paar Jahre weiter einzahlen (Eigenbeiträge und Zulagen) und müssen diese erste Zuteilung nicht annehmen. Wenn Sie aber den BSV schon in 2023 bis zur vollen Bausparsumme bespart haben (kann ich mir aber eigentlich nicht vorstellen, wäre auch komisch), dann könnten Sie da nicht weiter einzahlen.

Kommentar von Novi2007 ,

Hallo

Erstmal danke für deine schnelle, kompetente Antwort. Mein Jahresbrutto 2011 war 11256 (teilweise Elternzeit), 2012 gar nichts (da komplett Elternzeit), 2013 waren 5025 (teilweise Elternzeit), 2014 waren 19597.

Wenn ich von den 19597 die Förderung abziehe, wären es 18543, davon 4% sind 741,72. Pro Monat also 61,68 gezahlt werden ab Januar diesen jahres.

2012 hätte ich dann ja etwas mehr als 31 zahlen müssen, das ist aber nicht schlimm oder? Wenn die keine Nachweise anfordern könnte man das ja so stehen lassen...?!

Für das voraussichtliche Ende habe ich die Beiträge ohne die 1% Zinsen addiert bis ich beim Höchstbeitrag (20.000) rauskam. Wenn ich jetzt mehr zahle und die Zinsen einreche erreiche ich das Ende natürlich schneller. Die Summe hat der Berater festgelegt damals, das ist natürlich blöd das ich jetzt wieder die Abschlussgebühr zahlen muss wenn das Ende erreicht ist. Nehmen wir an ich würde um 10.000 erhöhen (nur als Beispiel), dann zahle ich aber nur von den 10.000 wieder 1% oder von 30.000?

Die erste Frage ist komplett beantwortet, ich danke dafür :)

Mfg Novi

Kommentar von Hanseat ,

Erst 4 % vom Brutto, dann die Förderung abziehen ! 19597 x 0,04 = 784. Davon 1.054 abziehen ergibt Minus. Also reichen die 60,- Euro jährlicher Mindestbeitrag zur Erlangung der vollen Zulage aus !!

Korrekt, bei Erhöhung wird bei i.d.R. nur die entsprechen anteilige AG fällig.

Kommentar von MartinWinkler ,

Kündigung sollte nicht die erste Wahl sein. Der Fragesteller schreibt von einer "hohen Summe". Wenn die Bausparsumme mindestens 20000 EUR beträgt, sollte eine Teilung bevorzugt werden. Ein Vertrag mit möglichst kleiner Bausparsumme erhält das volle Guthaben und ist dann wahrscheinlich bald zuteilungsreif. Dann Zuteilung mit Darlehensverzicht. Der Restvertrag bleibt stehen und man kann ihn später noch nutzen. So ist auch keine Abschlußgebühr verschwendet.

Zum zweiten Teil bzgl. Riester habe ich nichts hinzuzufügen.

Kommentar von Hanseat ,

Haben Sie sich mal die Konditionen des Fuchs-Rendite angeguckt ?  Wohl eher nicht, der hat einerseits einen völlig unbrauchbaren Darlehenszins und andererseits keine vernünftigen Guthabenzinsen (da gibt es deutlich bessere Tarife). Also bedarf es keiner "späteren" Verwendung, einfach weg damit.

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