Frage von igeltante,

Bargeld-Erbe

Mein nunmehr leider verstorbener Vater hat mir vor 3J. 50 000€ Bargeld vererbt, was seither bei mir zu Hause liegt. Ich habe leider keinerlei schriftliche Bestätigung dafür. Kann es Schwierigkeiten geben, wenn ich mich später von meinem Mann scheiden lassen sollte (leben in einer Zugewinngemeinschaft), dass es mir dann nicht als Schenkung anerkannt wird, sondern als Zugewinn angesehen wird? Bzw. könnte es in dem Fall auch Schwierigkeiten mit dem Finanzamt im Nachhinein geben im Fall einer solchen Bargeld-Schenkung und sollte ich es dort vielleicht jetzt schon mal melden? Danke!

Antwort
von imager761,

Erbe gehört in dein Anfangsvermögen, mindert also deinen Zugewinn, wel es vom Endvermögen bei Scheidungsantrag abgezogen würde :-)

Und mit dem Tod deines Vaters gibt es auch ein Nachlassverzeichnis, mindestens dass im Kosteninteresse des Nachlassgerichtes, Bankunterlagen über Kontenstand und deine Erbquote, die diese Einkunftsart nachvollziehbar und beleghaft macht.

Das Erbschaftssteuerfinanzamt hat sich nicht gemeldet und wird es auch nicht, solange deine Erwerbe aus Schenkung und Erbe innerhalb von 10 Jahren unter 400.000 EUR blieben :-)

G imager761

Kommentar von NasiGoreng ,

Erbe gehört in dein Anfangsvermögen, mindert also deinen Zugewinn, wel es vom Endvermögen bei Scheidungsantrag abgezogen würde :-)

Logisches Denken und die Kenntnis der Grundrechenarten, scheinen nicht Deine Stärken zu sein!

Antwort
von Primus,

Das Geld zerrinnt einem förmlich zwischen den Fingern und Du hast es ausgegeben, ohne es zu merken.

blnsteglitz hat mit Sicherheit recht, schau lieber noch mal nach ;-))

Antwort
von Privatier59,

Kinder haben einen Freibetrag von 400 TEUR. Sofern nicht noch weitere 350 TEUR vererbt werden ist das Finanzamt außen vor, jedenfalls bei der Erbschaftsteuer. Was Dir nämlich nicht bewußt zu sein scheint ist, dass man als Erbe auch für Steuerschulden des Erblassers haftet und zwar im selben Umfange wiíe der: Bei Steuerhinterziehung muß man für die vergangenen 10 Jahre die hinterzogene Steuer nachzahlen. Wenn das "Schwarzgeld" sein sollte, bist Du immerhin noch für 7 Jahre in der Haftung. Wie gesagt, das ist alles graue Theorie, wir wissen ja nicht, aus welchen Quellen das Geld stammt. Und da man bei Bargeld die Zahlungswege nicht nachvollziehen kann, könnte das bei einer Scheidung ein echtes Problem und zwar aus Nachweisgründen geben.

Antwort
von NasiGoreng,

Der Freibetrag bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer liegt für Kinder bei 400.000 € je Elternteil.

Erbschaften und Schenkungen der Eltern - egal in welcher Höhe - gehören nicht zum Zugewinn beim gesetzlichen Güterstand. Von daher steht einer Scheidung nichts im Weg.

Kommentar von imager761 ,

Erbschaften und Schenkungen der Eltern - egal in welcher Höhe - gehören nicht zum Zugewinn beim gesetzlichen Güterstand.

Falsch. Erbe zählen zum Anfangsvermögen des Begünstigten, werden also im Ergebnis sogar zugewinmindernd durchaus zu seiner Zugewinnberechnung "mitgezählt" :-O

G imager761

Kommentar von NasiGoreng ,

Falsch.

Logisches Denken und die Kenntnis der Grundrechenarten, scheinen nicht Deine Stärken zu sein!

Antwort
von Rentenfrau,

Bin kein Erbrechts-Spezialist igeltante, aber ich denke, das Bargeld-Erbe hättest Du damals anzeigen sollen, so daß alles geklärt ist. Kinder können den Eltern bis zu 400.000 Euro ohne Erbschaftssteuern erben, das wäre also kein Problem. Ich rate Dir, besprich die Sache beim Rechtsanwalt, was Du tun sollst, denn das ist m.E. ein heikler Fall. Und das Geld sollte Dir sicher sein, und nicht in den Vermögensausgleich der Scheidung reinkommen.

Antwort
von blnsteglitz,

hüstel.... das hast du doch bestimmt schon ausgegeben...

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