Frage von althaus, 201

Mein Banker rät, monatlich Goldmünzen zu kaufen, was haltet Ihr davon?

War heute bei der Sparkasse. Der Wertpapierberater kauft schon seit Jahren monatlich einen Krügerrand oder andere Münzen. Er ist der Meinung, daß es irgendwann einen gewaltigen Crash gibt wo Aktien 90% an Wert verlieren werden und ein neuer Goldstandart in der Geldwährung eingefürt wird. Nun habe ich ihn vergessen zu fragen wo er seine Münzen kauft. Daher die Frage an euch. 1) Was haltet ihr davon? 2) Wo kann man unregistriert Goldmünzen kaufen? Es macht ja keinen Sinn sich registrieren zu lassen, da der Bund dann weiss wer Gold hat und wer nicht.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von TOPWISSENinfo, 201

Wenn es zum Crash kommt und die Geldmenge stark reduziert wird, verliert auch das Gold an Wert. Jetzt Gold kaufen wäre dann nur für den Händler bzw. die Bank gut, nicht für den Käufer. Erst wenn der Crash vorbei ist, sollte der Goldpreis wieder steigen...

Zudem beraten Banken i.d.R. zu eigenem Gunsten. ^^

Kommentar von TOPWISSENinfo ,

PS: Aber solange mehr Kredite vergeben als zurückgezahlt werden, wird es keinen Crash geben, das kann auch ne weile noch dauern. :) Evtl. folgen noch Kriege, die aber Geld benötigen und dann noch Wiederaufbau... Das dauert alles noch...

Antwort
von Rat2010, 193

Ein Visionär *ironieoff*

Hast du gute Erfahrungen mit Wertpapierberatern der Sparkasse gemacht?

Ich halte davon gar nichts. Aktien bringen Renditen. Gold kostet im Unterhalt. 

Dazu ist in den letzten Jahren so viel Schwarzgeld in Gold gegangen, dass es an Sicherheit grenzt, dass der Staat nur noch kurze Zeit zuschaut. Also Kaufbeleg aufheben. Bei allem anderen geht der Staat in absehbarer Zeit davon aus, dass es sich um Schwarzgold handelt und verlangt 50 % Steuer beim Verkauf. 

Es gibt kein registriertes Gold. Wenn du Schwarzgeld loswerden willst, kannst du Gold von Privat kaufen. PN kommt

Antwort
von Finanzschlumpf, 166

Nun, ganz heimlich kann man es dort kaufen, wo man eh betrogen wird ( vor kurzem erst ist doch wieder so ne Firma aufgeflogen ). Welche Registrieurngspflichten es z.B. bei einer ganz normalen Bank gibt weiß ich nicht, aber für einen Krügerrand muss man sicher keinen Personalausweis zeigen. Und übers Konto wird man sowas nicht abwickeln.

Die Angst der Wertpapierberaters ist nicht ganz unverbreitet, aber deswegen noch lange nicht begründet. Aktiencrash in dem Ausmaß sehe ich nicht. Auch nicht eine neue Goldwährung. Das würde die Ungleichheit eher noch verstärken was die Lage noch mehr destabilisiert.

Antwort
von JohannesL, 153

Du, Dein Banker sollte sich vielleicht mal überlegen, wie er seinem Kundenein derart totes Investment anbieten kann. Ger Goldpreis fällt seint Jahren und es ist nicht annähernd ein Boden in Sicht. Die Überproduktion der Goldminen ist ungehalten und die Nachfrage geht stetig zurück. Dafür gibt es belastbare Statistiken:

https://www.quao.de/blog/gold-ausblick-2016

Wenn man das liest, ist schlichtweg alles klar und mal läßt erst mal die Finger von Gold!

Antwort
von wfwbinder, 146

Der Wertpapierberater hatte wohl gerade eine Goldschulung, bei der er gut gut aufgepasst hat.

Weniger gut aufgepasst hat er bei der Schulung in Sachen Geld, denn dann wüßte er, dass bei einer fast unveränderlichen Menge Gold, aber einer wachsenden Wirtschaft eine goldbasierte Währung in eine Deflation führen muss.

Aber egal, es geht um Deine Anlage.

Du kannst seinem Rat folgen, wenn Du so abgesichert bist, dass Du nie kurzfristig auf Deinen Goldvorrat zurück greifen musst. Denn in dem Fall könnte es sein, dass der Goldpreis gerade im Keller ist, wenn Du das Geld brauchst.

In Gold kann ohne Probleme nur der investieren, der ganz entspannt abwarten und frei entscheiden kann, wann er verkaufen kann.

Ausserdem, Banknoten sind nummeriert, Krügerrand nicht.

Antwort
von gandalf94305, 137

Dein Sparkassenberater darf gerne diese Meinung haben und darum ist er ja wohl auch noch bei der Sparkasse ein Verkäufer.

Gold liefert - wie alle Rohstoffe - keine Erträge wie Aktien oder Anleihen, sondern man gewinnt durch (a) Spekulationszuwächse oder (b) Inflation. Im zweiten Fall wirkt Gold inflationsausgleichend, d.h. kaufkraftserhaltend. Im ersten Fall ist man abhängig von eben dieser Marktspekulation. Kauft man jetzt - zu einer Zeit also, in der der Goldpreis ca. 50% über dem Herstellungspreis liegt - dann kauft man ein gehöriges Spekulationspolster gleich mit.Wer bei knapp 2.000 USD/oz. Gold gekauft hat, weiß nun ein Liedchen davon zu singen, wie Rohstoffpreise fluktuieren können.

Man sieht das ja auch bei Erdöl mit den ca. 50% Preiseinbruch in recht kurzer Zeit.

Gold ist für die Seele. Aktien sind für die Altersvorsorge.

Kommentar von Finanzschlumpf ,

Wobei der Inflationsausgleich eben auch nicht wie viele glauben "zwingend" ist, sondern auch nur Ergebnis einer Spekulation.

Antwort
von RatsucherZYX, 127

..........und wer garantiert dem Sparkassenberater, dass bei einem Crash nicht Gold den Bach runtergeht?

Wenn im Notfall, alle Münzeneigentümer diese aus dem Safe holen oder aus den Wäscheschrank, sind die nur noch die Hälfte wert.

Die Münzen kosten schon beim Kauf mehr als (kleinere) Goldbarren und im Verkauf sind sie nochmals 25% unter dem Münzpreis, beim Crash noch mehr.

Also, jeder soll spekulieren, womit  er will. Das spricht aber nicht dagegen sie zu haben, aber zur Spekulation als Notreserve auch völlig ungeeignet.


Antwort
von billy, 118

Der Wertpapierberater sollte sich auf auf seinen eigentlichen Job konzentrieren. Was den Rat des Herren angeht, schätze ich mal das er nebenberuflich mit Goldmünzen handelt.;)))

Antwort
von Privatier59, 114

Ich habe bisher nicht an Wiedergeburt geglaubt. In diesem Sparkassenmenschen aber scheint mein alter Herr reinkarniert zu sein. Der fürchtete Zeit seines Lebens, dass ihm der Himmel auf den Kopf fällt, dass der Russe rüber kommt und, dass die DM dasselbe Schicksal erleidet wie die Vorgängerwährung RM. Gut, dass er weder Wiedervereinigung noch Euro miterlebt hat. Er hätte Harakiri begangen-oder wäre in die Schweiz ausgewandert.


Zu dem bodenlosen Blödsinn zu dem ihm seine diffusen Ängste getrieben haben gehörte, Gold und Goldmünzen zu Höchstpreisen zu kaufen. Erst als der alte Herr bereits 20 Jahre im kühlen Grabe ruhte waren die güldenen Schätze wieder ihren Einstandspreis wert, den Zinsverlust nicht einberechnet.

Die Ratschläge des Sparkassenmenschen sind so unsinnig, dass man da eigentlich schon garnichts mehr zu sagen kann, außer demselben vielleicht den Rat zu geben, einen geeigneten Facharzt aufzusuchen.

Antwort
von mig112, 107

Wechsele den Berater UND  die Bank!

Keine Spassantwort.

Kommentar von althaus ,

Meine Kinder haben dort ein Juniorkonto. Es gab mal 2% Zinsen drauf. Das war der Grund warum ich dort eines eröffnet habe. Mittlerweile wurde der Zinssatz auf 0,25% angepaßt. Schade, aber wegen 2.000 € wechsele ich deshalb nicht mehr bis sie 18 sind. Dann sehen wir weiter.

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