Frage von vespasian, 5

AXA immoselect , jezt verkaufen???

Angebot Prarkstrasse- immobielien für 16,00 annehmen???ist dieser käufer vertauenswürdig. ??

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 5

Es ist doch irrelevant, ob ein Käufer vertrauenswürdig ist oder nicht. Wenn der Kauf für den angebotenen Betrag über die Bühne geht, dann gegen Zahlung des Gegenwerts. Das zählt.

Ich gebe allerdings zu bedenken, daß Axa Immoselect derzeit an der Börse für 15,76 EUR notiert, d.h. selbst mit Transaktionskosten würdest Du problemlos mind. ca. 15,50 EUR bekommen. Der NAV wird mit 21,55 EUR angegeben, d.h. liegt 36% über dem Börsenpreis. Selbst bei ungünstger Verwertung der Restimmobilien dürfte sich nach derzeitigem Informationsstand wohl ein Enderlös von mehr als 16 EUR ergeben.

Genau damit rechnet dieser Aufkäufer. Nachdem jetzt die Immobilienmarktlage stabilisiert ist und die Preise wieder steigen, kann man den immer noch in Panikstimmung und Ich-will-nicht-mehr-Modus befindlichen Anlegern ein Pseudoangebot unterbreiten. Viele haben diesen Fonds ja sogar noch aus Altbestand, d.h. machen unter dem Strich damit vielleicht noch steuerfreie Gewinne.

Daher: ich würde diese Sorte von Angeboten sehr genau prüfen und bei den bisher vorliegenden ist das Ergebnis der Prüfung wohl, nicht zu verkaufen und auf die Liquidationserlöse zu warten.

Kommentar von gandalf94305 ,

Antwort auf die Nachfrage: warum kauft die Firma dann nicht über die Börsen?

Ganz einfach. Der Börsenpreis bildet sich aus Angebot und Nachfrage. Würde bei einem so illiquiden Titel wie dem Axa Immoselect jemand in großem Stil eine Kauforder einstellen, würde das den Preis treiben - weit über die derzeit gebotenen 16 EUR. Damit ist auch klar, warum jemand ein anscheinend so gutes, über dem aktuellen Börsenhandelspreis der Anteile befindliches Angebot macht.

Kommentar von LittleArrow ,
Es ist doch irrelevant, ob ein Käufer vertrauenswürdig ist oder nicht.

Das darf ja nicht Dein Ernst sein. Die Depotbank, die das Angebot vermittelt, übernimmt jedenfalls keine Gewährleistung für die Zahlung des Kaufpreises. Dem Depotinhaber obliegt also das Bonitäts- bzw. Zahlungsrisiko; das sollte man nicht unterschätzen oder als irrelevant deklarieren.

Kommentar von gandalf94305 ,

Doch, das ist mein Ernst. In Deutschland laufen Überträge von Fondsanteilen über die KVG oder über das Clearing der Deutschen Börse. Fondsanteile können daher nicht einfach verschwinden bzw. in unzugänglichen Kellern gehortet werden. Es kommt daher nicht auf die Vertrauenswürdigkeit der Käufer, sondern auf die Modalitäten des Übertragungsvertrags an... und der muß ja erst vorgelegt werden. Man wird daher nicht einfach Positionen ins Nirwana übertragen und auf Zahlung eines Kaufpreises hoffen, sondern über einen vertrauenswürdigen Intermediär (normalerweise eine Bank) die Abwicklung des Geschäfts Zug um Zug durchführen lassen. Damit ist das Risiko praktisch nicht vorhanden, wenn man diesem Intermediär vertrauen kann. Das ist bei Fondsanteilsaufkäufen genauso wie bei Aktienrückkäufen oder -aufkäufen.

Kommentar von LittleArrow ,

Danke für Deine umfangreichen, anschaulichen Erläuterungen. Mir schrieb die Depotbank jedoch zu einem derartigen Angebot:

Risikohinweis: Die angemeldeten Anteile werden der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Der Kunde trägt das Risiko, daß die Gesellschaft den im Angebot genannten Gegenwert tatsächlich zur Verfügung stellt. Die Bank übernimmt für den Eingang des Gegenwertes und die Durchführung der Abwicklung keine Haftung.

Es gibt auch keinen gesonderten Übertragungsvertrag.

Dieser Risikohinweis nimmt mir jede Lust, dem Kaufangebot zu folgen.

Kommentar von gandalf94305 ,

Da hast Du natürlich Recht und das Fehlen jeglicher Abwicklungsmodalitäten über einen Intermediär verlagern das Risiko komplett auf den Altanteilseigner. Unsinn also.

Antwort
von Niklaus, 4

Das macht der Käufer über alle Plattformen. Was denkst du warum er das macht. Um ein Verlustgeschäft zu realisieren? Hast du mal das Domizil des Unternehmens angeschaut. Vor allem das Volumen das er kaufen will. Ich rate das Angebot in die Tonne zu klopfen.

Antwort
von Privatier59, 3

Dieser Käufer grast alle in Liquidation befindlichem Immobilienfonds ab und das nicht aus karitativen Gründen. Wenn Du Geld verlieren willst dann Greif zu. Ansonsten warte die Liquidation ab.

Antwort
von althaus, 3

Solltest Du mit dem Angebot einverstanden sein, dann mach es, sonst wirf das Angebot weg.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten