Frage von jack90, 52

Autounfallkosten steuerlich absetzen

Hallo,

ich hatte vor kurzem einen Autounfall während einer Dienstfahrt (Ich war in einer Zweigstelle und bin nach dem Mittag für eine Schulung in die Hauptstelle gefahren bzw. wollte dies tun).

Was kann ich nun steuerlich geltend machen? Das Auto ist Teilkasko versichert gewesen. Über die Arbeit bin ich bei Dienstfahrten Vollkasko versichert (nur reine Vollkasko!) Laut einem Bekannten ist das Auto ein Totalschaden.

aAußergewöhnliche Abschreibung kommt ja nicht in Frage, da ich vermutlich Geld von der Kaskoversicherung der Arbeit bekomme.

Wie sieht es mit folgenden Aufwendungen aus? - Abmeldung altes Auto - Anmeldung neues Auto - neue Autokennzeichen - Fahrten zu Autohändlern, um ein neues Auto zu suchen und Probefahrten zu machen (0,30€/km?!)

Das Auto wurde nicht abgeschleppt und es wurde auch kein Auto gemietet. Beim Unfall wurde ein Straßenschild beschädigt. Sollte ich mich dazu entscheiden den Schaden selbst zu bezahlen (und nicht die KFZ Haftpflicht in Anspruch nehmen), um nicht hochgestuft zu werden, ist dies absetzbar?

Gibt es sonst vllt noch eine Möglichkeit?

Danke und viele Grüße jack90

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Antwort
von EnnoBecker, 43

Ich komme aus einem anderen Grund als vulki zu einem Nein. Grundsätzlich sind beruflich veranlasste Unfallkosten Werbungskosten, aber:

Sollte ich mich dazu entscheiden den Schaden selbst zu bezahlen (und nicht die KFZ Haftpflicht in Anspruch nehmen), um nicht hochgestuft zu werden, ist dies absetzbar?

Nämlich aus diesem hier. Denn die Allgemeinheit ist nicht dafür da, für dich Spareffekte zu schaffen, indem du dich mit Aufwendungen belastest, die von einer Versicherung getragen werden können.

Kommentar von Gaenseliesel ,

hmm, bin ich denn dazu verpflichet meine Versicherung in Anspruch zu nehmen ?

Ich an Stelle des Fragestellers würde es in dem Fall versuchen, die Unfallkosten als beruflich veranlasst steuermindernd anzusetzen. K.

Kommentar von EnnoBecker ,
hmm, bin ich denn dazu verpflichet meine Versicherung in Anspruch zu nehmen ?

Natürlich nicht, aber das war ja nicht die Frage. Sondern die Frage war, ob er statt dessen eine Steuerminderung erwirken kann.

Hier - BFH v. 26.06.2003 - III R 36/01 - hat der BFH mal entschieden:


Kosten zur Wiederbeschaffung lebensnotwendiger Vermögensgegenstände, wie Hausrat und Kleidung, die aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses beschädigt oder zerstört worden sind, können mangels Zwangsläufigkeit nicht steuermindernd als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden, wenn der Geschädigte es unterlassen hat, eine allgemein übliche und zumutbare Versicherung (hier eine Hausratversicherung) abzuschließen.


Vielleicht steckt jemand anders ja tiefer in der Materie als ich. Ich bin jetzt zu fau^^^^^^hab jetzt keine Zeit, intensiver zu suchen. Aber das müsste analog auch bei den Werbungskosten anwendbar sein.

Antwort
von vulkanismus, 39

Dient die Abmeldung eines Fahrzeuges usw. dem Erhalt des Arbeitsplatzes? Nein.

Also keine Werbungskosten.

Dasselbe gilt für die Sache mit dem Straßenschild.

Kommentar von jack90 ,

die Abmeldung vllt nicht, aber die Anmeldung, ich kann nämlich nciht 15-45km (einfache Fahrte) mit dem Fahrrad fahren..

In erster Linie ging es mir bei der Frage um die Fahrtkosten, da die einen größeren Teil ausmachen würden

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