Auto wurde im Parkhaus durch Flüssigkeit beschädigt
Hallo, ich habe das Auto über Nacht in einem Parkhaus abgestellt und musste am Morgen feststellen, dass etwas von der Decke des Parkhauses getropft ist, dass sich in die Windschutzscheibe gefressen hat und den kompletten Lack angegriffen hat. Betroffen ist das Dach, die Beifahrerseite sowie die Motorhaube. Außerdem die Kunststoffteile rund um den Motorraum. Wer haftet für so einen Schaden?
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Da scheint Beweissicherung oberste Pflicht. Ein Parkhausbetreiber muß natürlich dafür sorgen, dass von seiner Anlage kein Schaden ausgeht. Für Handlungen Dritter haftet er aber nicht unbedingt. Was ist, wenn sich auf der darüberliegenden Etage ein mit Chemikalien beladenes Fahrzeug befunden hat und da ausgelaufenes Material durch Ritzen auf Dein Fahrzeug getropft ist? Da sollte man die Lage vor Ort fotografisch dokumentieren, versuchen, Spuren des Materials zu sichern und auch das eigene Auto untersuchen lassen. Ich würde einen Anwalt beaufragen und durch den das einleiten lassen, was man verkürzt "Beweissicherungsverfahren" nennt. Da wird vom Gericht dein Gutachter beauftragt, der die Ursachen des Schadens ermittelt, den Zustand des Autos dokumentiert und die Reparaturkosten ermittelt. So ein Gutachten ist dann später im Prozeß unmittelbar verwendbar und hat weit höhere Beweiskraft als ein Privatgutachten.
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Hier wird grundsätzlich wohl der Verursacher der tropfenden Flüssigkeit (der Betreiber der Parkhauses?!) haften müssen. Es ist nur die Frage, ob dieser zu ermitteln ist. Wichtig ist, dass du erstmal nachweisen kannst, dass dieses auch tatsächlich im Parkhaus und an welcher Stelle entstanden ist.
Ehrlich gesagt weiß ich aber auch nicht so recht, was ich von dieser Aussage halten soll. Mir ist eigentlich so gut wie keine Flüssigkeit bekannt, die überhaupt Glas angreift (Flüsssäure / Fluorwasserstoffsäure). Diese ist greift jedoch nur in hoher Konzentration Kunststoffe an. Und da frage ich mich schon, wo die herkommen soll.
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Hallo TopJob,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Leider weiß ich auch nicht, was es für eine Flüssigkeit war, die so einen Schaden anrichten kann. Ich dachte erst, dass es nur Kalk oder ähnliches ist und bin gleich in die Waschanlage gefahren. Musste aber feststellen, dass es sich regelrecht in die Scheibe befressen hat und der Lack stumpf geworden ist und die Farbe sich verändert hat. Hatte dann mit der Hotline vom Parkhaus telefoniert, die mir die Kontaktdaten von der Schadensstelle mitgeteilt hat. Dort habe ich Fotos und den Tathergang hingeschickt und nun die Rückmeldung erhalten, dass die bei Schäden nicht zuständig sind und dies nun an den "Besitzer" weitergeleitet haben.
@MELLI80: Ich würde sofort zum Parkhaus fahren und dort Proben nehmen, sowie Fotos machen. Aber wo tut man diese Flüssigkeit hinein? Notfalls eine Glas- und eine Plastikflasche nehmen.
Interessanter Fall und passende Antwort.
Ich habe mit der Problembeschreibung auch ein Problem: "die Windschutzscheibe gefressen hat und den kompletten Lack angegriffen". Denn "kompletten Lack" steht im Widerspruch zur restlichen Beschreibung. Bei "komplett" wären auch die restlichen Scheiben betroffen.
Leider ist das Parkhaus 300 km entfernt und seit gestern gesperrt. Ist leider ein sehr seltsamer Zufall. Ich ärger mich bereits, dass ich auf die Hotline von dem Parkhaus betreiber gehört habe und nicht die Polizei gerufen habe. Dies wird mir nun wahrscheinlich zum Verhängnis.
Die Flüssigkeit ist auf das Dach vom Auto getropft sowie auf die Windschutzscheibe und Motorhaube. Von da aus ist die Flüssigkeit seitlich runtergelaufen und hat so die Scheiben an der Seite betroffen sowie den Kunststoff in Richtung Motorraum (Flüssigkeit von der Windschutzscheibe).
Die Sache mit dem Gutachter ist denke ich der nächste Schritt, um festzustellen welche Flüssigkeit überhaupt so einen Schaden auslösen kann.
Das Parkhaus hatte über der Ebene keine weitere und von daher kann die Flüssigkeit nicht von einem anderen Auto stammen.
Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.
Das ist eine sehr merkwürdige Sache. Mir fällt keine innerhalb normaler Bauten (also außerhalb von Anlagen der chemischen Industrie u.ä.) durch Leitungen transportierte Flüssigkeit ein, die derartige Schäden verursachen könnte. Spontan hätte ich daher eher an eine böswillige Handlung Dritter, wie einen Säureanschlag, gedacht. Dann mal viel Erfolg bei Deiner Rechtsverfolgung.