Frage von zyklop,

Auto reparieren lassen, bevor Versicherung vom Unfallgegner bezahlt hat?

Meiner Mutter ist auf dem Supermarktparplatz beim Ausparken eine Frau ins Auto gefahren. Der Stoßstänger ist beschädigt und muss laut Werkstatt komplett ausgetauscht werden. Wir haben auch schon einen Kostenvoranschlag an die Versicherung vom Unfallgegner geschickt, aber noch keine Antwort erhalten. Kann man den Schaden jetzt schon reparieren lassen, obwohl noch kein Geld von der Versicherung geflossen ist? Oder sollte man da besser warten?

Hilfreichste Antwort von Blitzomano,
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Ich würde auf jeden Fall erstmal auf eine Antwort der gegnerischen Versicherung warten. Die können ja unter Umständen auch noch mal ein eigene Gutachten anfertigen lassen, wenn sie mit eurem nicht einverstanden sind. Das Geld an sich muss aber nicht fließen bevor ihr reparieren könnt. Nur sollten sie den Schaden so anerkennen, bevor ihr die Reparatur durchführen lasst. Im Zweifelsfall (wenn sich die Versicherung weigert zu zahlen oder weniger zahlen will) kann man auch einen Anwalt hinzuziehen. Als Geschädigter ist das sogar "kostenfrei", da die Versicherung des Unfallverursachers hierfür aufkommen muss.

Antwort von Autofuchs,
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Ich würde ebenfalls zuwarten, wie die Versicherung reagiert. Ich würde aber auch darauf bestehen, dass sie sich alsbald erklärt, dass sie mit dem Kostenvoranschlag einverstanden ist. Ansonsten müsstest du zu aller Vorsicht ein Gutachten in Auftrag geben, das aber kostet und die Versicherung die Kosten ebenfalls zahlen bzw. dir erstatten muss.

Antwort von gutemiene,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich würde auch dazu raten, mit der Behebung des Schadens noch solange zu warten, bis die gegnerische Versicherung sich bewegt und eine Reaktion zeigt. Wenn sie ohne zu murren zahlt, dann ist's umso besser. Wenn Sie sich stur stellt, dann bist du im Nachinein froh, dass du das Geld nicht vorher schon ausgegeben hast in dem Glauben dass die Versicherung sowieso zahlt.

Antwort von Kollek,

Ich würde zunächst aussteigen und vom Unfall ein paar Bilder machen (eine Möglichkeit ein paar Bilder zu machen sollte heute jeder zur Hand haben). Dabei sollte das pol. Kennzeichen sauber zu erkennen sein. Vom Unfallgegner gibt es auf der Stelle seine Kfz-Versicherung oder der Schaden wird über den Zentralruf in Hamburg gemeldet und landet so ohne "versehentliches Vergessen" beim Versicherer, der relativ schnell reagiert und einen Fragebogen für Anspruchsteller schickt. Andernfalls gibt es eine Info zum Zentralruf wo das Fahrzeug versichert ist und der Geschädigte kann dort selbst aktiv werden, den Sachbearbeiter sprechen, Bilder und einen KoVo schicken und somit den Vogang dramatisch beschleinigen.

Antwort von Awando,

Grundsätzlich darf ein Schaden nicht repariert werden bevor die Versicherung die Möglichkeit hatte diesen zu begutachten.

Ich rate überhaupt davon ab mit Kostenvoranschlägen zu arbeiten. Schaden melden, in die Werkstatt geben und die Reparation an die Werkstatt abtreten. Die gegnerische Versicherung ist verpflichtet schnell zu regulieren.

Darauf sollte man pochen. Evtl. zusätzliche Ansprüche (z.B. Mietwagen usw. ) können natürlich zu ergänzenden Streitigkeiten führen.

Aber nie reparieren bevor Gutachten da war und Zusage erteilt wurde !

Hin und wieder drängen sogar die Werkstätten auf schnelle Reparatur. Angeblich weil sie keinen Platz haben usw. . Darauf nicht einlassen.

Wenn die Versicherung länger benötigt treibt sie damit selber die Kosten in die Höhe. Dann nämlich wenn du einen Leihwagen für die Zeit hast usw. .

Antwort von MatthiasHelberg,

Hallo, manchmal glaube ich, die Leute meinen, ein Versicherer hätte mehr über ihr Leben und Hab und Gut zu bestimmen, als sie selbst - oder es wird ihnen suggeriert. Falls die Sachlage (Schuld) bei Haftpflichtschäden eindeutig ist, werden die Beweise gesichert, der Schaden behoben und die Kosten für beides der gegnerischen Partei in Rechnung gestellt. Zur Beweissicherung reichen bei kleineren Schäden Kostenvoranschläge, sonst empfiehlt sich ein Sachverständigengutachten. Dessen Kosten i.d.R. auch die gegnerische Versicherung zu tragen hat. Und wenn es sinnvoll erscheint, gibt man das an einen Anwalt seines Vertrauens ab, der die Ansprüche durchsetzt. Und dessen Kosten i.d.R. ebenfalls die gegnerische Versicherung zu tragen hat. Natürlich kann man es auch ohne all das probieren, oft funktioniert es mit der gegnerischen Versicherung ja auch ganz gut. Darauf verlassen muss man sich aber wirklich nicht.

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