Frage von cruiserpaule, 17

Auszahlungsmodalität bei betriebl. Altersversorgung

Wie sind die Modalitäten wenn man ab 62 J. sich die Altersversorgung auszahlen lassen kann? Hat schon jemand Erfahrung gesammelt ?

Lt. Arbeitgeber hat der Gesetzgeber 8 Auszahlungen vorgesehen (damit man bei einmaliger Auszahlung nicht nachher in Not gerät).

Kann man die Auszahlungen auch mit nur 2 oder 4 od. x erhalten?

Auf Antrag kann man beim Arbeitgeber auch eine Einmalzahlung beantragen. Hat man Rechtsanspruch auf diese Einmalzahlung ? Oder ist man dem Willen des Arbgeb. ausgeliefert ?

Könnte mir vorstellen, dass der ARBgeber diese Auszahlungsform nicht so gern macht, da er bei hohen Auszahlungssummen schnell viel Geld verliert, obwohl er Rückstellungen bilden muss. Und wenn mehrere MA in seinem Unternehmen diese Einmalzahlung fordern kommt er nachher noch große Not.

PS: Für Nichtkenner - (ZVP= Zukunftsversorgungsplan) Der Arbeitgeber übernimmt bei dieser Kapitalversicherung allein die Einzahlungen.

Antwort
von Niklaus, 16

Die betriebliche Altersvorsorge wird in der Regel als monatliche Rente ausgezahlt. Wie sollte dein AG Problem mit der Liquidität bekommen. Die betriebliche AV ist doch mit einer Versicherung rückgedeckt.

Kommentar von cruiserpaule ,

Herzlichen Dank für Deine Antwort. Bei unserer Form der Altersvorsorge wird das Kapital (wie schon beschrieben) in 8 Auszahlungen ausgezahlt. Also jährlich 1 Zahlung, in 8 Jahren habe ich dann das gesamte Altersvorsorgekapital. Wenn ich mir dann von den jährl. Auszahlungen nur ein 12tel abhebe, dann habe ich eine monatl. zusätzl. Altersrente. Auf Antrag beim Arbgeb. kann man aber auch eventl. eine Einmalzahlg. erhalten. Dies hängt vom Arbgeb. ab. Sagt der nein, dann nein ? oder besteht ein Rechtsanspruch auf 1mal / 2mal/ xmal Auszahlung. ? Ich möchte mit dem Eintritt in den totalen Ruhestand meine Schulden auf einmal tilgen und nicht 8 J. lang Teilbeträge abstottern. Wie jeder weiß, ist es als Center schwer noch einen Kredit zu bekommen, wenn ich meine Schulden auf einmal tilgen muss.

Antwort
von tommy06, 16

Von welchem Durchführungsweg sprichst Du denn ?

Du schreibst von "Rückstellungen gebildet" Handelt es sich um eine Pensionszusage ?

Bitte etwas konkretere Angaben in den Fragestellung, ansonsten ist es "ein Stochern im Nebel".

Kommentar von cruiserpaule ,

Es handel sich um eine Pensionszusage mit 8 jährlichen Auszahlungen (Durchführungsweg). Sollte der Arbgeb. pleite gehen sind die Arbnehm. durch einen Pensionsrücksicherungsfond abgesichert.

Wenn ein Arbgeb. 10 MA hat die zur gleichen Zeit in den Ruhestand gehen und die nach Ablauf ihres Arbeitslebens jeweils 100 TEUR erhalten sollen - da kommt für ihn schon eine Menge Geld zusammen die er auf einmal auszahlen müsste.

Da ist es ihm doch sicherlich lieber wenn er die Auszahlungen auf 8 Jahre verteilen und mit dem verbleibendem Geld anderweitige Planungen und Investitionen tätigen kann, als wenn er in einem Jahr gleich 1 Mio. abgeben muss.

Nochmals die Frage:
8 jährl. Auszahlungen ein muss ? oder 1mal / 2mal/ Xmal Auszahlung möglich ? Rechtsweg ausgeschlossen ?

Kommentar von tommy06 ,

Falls es sich tatsächlich um eine Pensionszusage handelt, sind alle möglichen Auszahlungsoptionen in eben dieser Zusage benannt. Was dort drin steht geht, alles andere nicht.

Antwort
von barmer, 12

Hallo,

wir kennen die Details der Zusage nicht. Der Arbeitgeber ist bei von ihm finanzierten Zusagen schon recht frei. Hier geht es wohl um eine arbeitgeberfinanzierte Direktversicherung.

Damit zahlt bei Ablauf nicht mehr der Arbeitgeber, sondern die Lebensversicherung (oder Pensionskasse ?). Dann muss der Arbeitgeber aber auch keine Rückstellungen bilden.

Dass der Gesetzgeber 8 Auszahlungen vorsieht, kenne ich nicht.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von barmer, 14

Hallo, wenn es , wie Du inzwischen schreibst, um eine Pensionszusage in dieser Form handelt, besteht kein Anspruch auf eine andere Form der Auszahlung.

Dann ist es auch keine Kapitalversicherung. Bei dem genannten Fonds handelt es sich wohl um den PSV a.G., der bei Zahlungsunfähigkeit eintritt, aber kein Kapital für den Arbeitgeber anspart.

Sorry

Barmer

Kommentar von tommy06 ,

Was hat den bitteschön der PSV mit einer Pensionszusage zutun ??

Soviel ,Entschuldigung, Blödsinn auf zwei Zeilen habe ich selten gelesen.

Kommentar von barmer ,

Das ist nicht der Polizeisportverein, sondern der

http://www.psvag.de/

Der ist genau dafür auf der Welt.

Gute Besserung

Barmer

Antwort
von qtbasket, 12

Sorry, aber was du hier wissen möchtest, ist schlichtweg unmöglich zu beantworten!!! Es gibt sehr viele und sehr verschiedene Modelle der betrieblichen Altersvorsorge.

Offensichtlich handelt es sich hier um ein Modell, dass einer Kapitallebensversicherung sehr ähnlich ist. Dazu muss es einen Versicherungsträger geben, auch Versorgungswerk genannt. Diese ist mit Sicherheit in der Lage dir die notwendigen Auskünfte zu geben. Außerdem hast du mit Sicherheit auch schon vor einiger Zeit ein Merkblatt von deinem Arbeitgeber erhalten, wo genau die Auszahlungsmodalitäten erklärt sind.

Die Adresse und den Ansprechpartner bei deinem Versorgungswerk kennt dein Lohnbüro.

Antwort
von Underfrange, 12

Diese Frage kann dir hier so keiner zuverlässig beantworten.

Es gibt grundsätzlich 5 Durchführungswege zur betrieblichen Altersvorsorge die noch zusätzlich durch mehrere Finanzierungswege zu unterscheiden sind.

Von der am meisten verbreiteten Direktversicherung §40b EStG (alt) und §3.63 EStG über die Pensionszusage (rückgedeckt oder nicht), die Pensionskasse und Pensionsfonds bis hin zur Unterstützungskasse bis hin zur pauschal dotierten Unterstützungskasse gibt es leider zu viele Möglichkeiten um hier eine verlässliche Aussage treffen zu können.

Bitte lasse dich konkret von einem Experten beraten. Banken, Steuerberater und die meisten Vertreter kennen die Sachlage meist nicht gut genug. (Ausnahmen bestätigen diese Regel).

Suche dir am besten einen Spezialisten für betriebliche Altersvorsorge in deiner Nähe. Einem Berater musst du unter Umständen ein Honorar bezahlen, bei einem Versicherungsmakler bekommst du diese Informationen vielleicht kostenlos.

Bei jedem Berater aber wirst du zunächst deine Unterlagen zur Einsicht vorlegen müssen wenn du eine korrekte und verlässliche Information haben möchtest.

Viel Erfolg und alles Gute

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