Frage von KurtHoelzli,

Ausschlagen des Erbes, wer bekommt was?

Wenn in einem Testament zwei Personen Namentlich als Erbe des gesamten Vermögens genannt werden (beide Personen miteinander nicht verwandt und nicht verheiratet) und eine dieser beiden verzichtet / schlägt das Erbe aus, was geschieht dann mit diesem Erbteil?

Bekommt das Automatisch die andere Namentlich genannte Person, oder bekommt dann die andere Person nach wie vor nur die Hälfte und der Rest fällt dem Staat zu? Beide hier erwähnten Personen sind mit dem Erblasser nicht verwandt, verschwägert, und es gibt keine Gesetzlichen und andere Erben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Mikkey,

Wenn die Personen Erben sind, also ihnen gemeinschaftlich der gesamte Nachlass hinterlassen wird, fällt der Erbteil des Ausschlagenden dem anderen Erben zu.

Wurde den beiden Personen aber jeweils ein Gegenstand oder eine Geldsumme vermacht, fällt nach Ausschlagen des Vermächtnisses dieses dem Haupterben, nach Deiner Beschreibung also dem Staat zu,

Antwort
von imager761,

Schlägt der Erbe aus, so verliert er rückwirkend die Erbenstellung. Erbe wird nun derjenige, der Erbe geworden wäre, wenn der Ausschlagende beim Erbfall nicht mehr gelebt hätte.

G imager761

Antwort
von gammoncrack,

Dann beginnt erst einmal das Suchen nach einem Erben durch einen Nachlassverwalter. Der freut sich über seine Provision von bis zu 30% (je nach Aufwand).

Wir kein Erbe gefunden, geht der Rest an das Bundesland, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes gewohnt hat.

Kommentar von KurtHoelzli ,

Nun, ob der Nachlassverwalter letztendlich so- und soviel Prozent nimmt, sollte mir egal sein, wichtig für meine Frage war, wer bekommt was beim Verzicht/Ausschlagung. Das mit dem Bundesland ist gleichdedeutend Staat. Danke.

Kommentar von gammoncrack ,

Das mit dem Bundesland ist gleichdedeutend Staat. .

Das erzähl denen mal!°

Antwort
von Delle,

Hallo,

ist dies ein privatschriftliches Testament oder ein Notartestament ???

W

Kommentar von KurtHoelzli ,

Notar.

Antwort
von Franzl0503,

Kurt:

Gesetzliche Erben sind nicht vorhanden. Einer der beiden gewillkürten Erben hat ausgeschlagen. Ein Ersatzerbe wurde nicht bestimmt.

Dadurch erhöht sich nicht etwa der Erbteil des anderen, sondern es tritt die gesetzliche Erbfolge ein mit der Folge, dass letztendlich dem Staat der hälftige Teil des Nachlasses zufällt.

Kommentar von Mikkey ,

Franzl:

§2094 BGB Abs. 1 sagt aber:

Sind mehrere Erben in der Weise eingesetzt, dass sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen, und fällt einer der Erben vor oder nach dem Eintritt des Erbfalls weg, so wächst dessen Erbteil den übrigen Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile an

Hast Du irgendwo eine anderslautende Bestimmung gefunden? Dann lass sehen.

Kommentar von KurtHoelzli ,

War auch schon meine Befürchtung, und ich muss sagen, leider. War NIE der Wunsch des Erblassers, denn wenn ich das Erbe annnehme, gehen 30% an den Deutschen Staat. Im anderen Fall..............geht mein ganzer Anteil an den Staat Österreich. Kann man nur sagen, besser zu Lebzeiten anders organisiert, aber nicht mehr zu ändern.

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