Frage von nenni,

Aufstiegsfortbildung & Einkommenssteuererklärung

Guten Tag,

ich habe immer nach Feierabend für 6 Monate eine berufliche Aufstiegsfortbildung besucht und erfolgreich abgeschlossen. Diese Fortbildung hat ca. 6500 (inkl.Fahrtkosten, Übernachtungskosten usw...) gekostet. Diese Kosten wurden von meinem Arbeitgeber bezahlt. Jedoch haben wir eine Vereinbarung geschlossen, dass ich bei einer Kündigung im ersten Jahr 100% der Kosten zurück zu zahlen.

Wie das Leben sospielt ist genau das eingetreten. Jedoch hat die Firma meines Freundes diese "Ablöse" bezahlt.

Die Rechnung ist auf mich ausgestellt. Gibt es eine irgendeine Möglichkeit diese Kosten von der Steuer abzuziehen? Was fordert das Finanzamt als Nachweis an?

Gibt es da eine Möglichkeit? Was meinen Sie?

Gruß

S.P.

Antwort vom Steuerberater online erhalten
Anzeige

Schnelle und günstige Hilfe für Ihre Steuerfrage. Kompetent, von geprüften Steuerberatern.

Experten fragen

Antwort
von MaierC,

Die Kosten sind von ihnen nicht abzuziehen, da ihnen kein Aufwand entstanden ist. Wenn betriebliches Interesse an den Fortbildungskosten bei der neuen Firma besteht und diese auch der Firma von Nutzen ist, kann diese die Kosten als Betriebsausgaben absetzen.

Antwort
von blackleather,

Ich sehe keine Möglichkeit.

Erstens: Es kommt nicht darauf an, wer Adressat der Rechnung ist, sondern darauf, wer die Leistung empfangen hat und mit den Kosten belastet ist.

Zweitens: Falls dein Freund nicht gerade ein nachweisbares betriebliches Interesse an deiner Fortbildung hat, kann er die von ihm getragenen Kosten nicht als Betriebsausgabe abziehen, weil sie ja keine Betriebsausgabe sind (zum Begriff siehe § 4 Abs. 4 EStG).

Drittens: Du kannst die Kosten auf keinen Fall steuerlich geltend machen, weil du ja überhaupt nicht mit Kosten belastet bist.

Kommentar von EnnoBecker ,

Hallo Herr Kollege - ich sehe dies anders.

Kommentar von blackleather ,

Das höre ich gern. Vom akademischen Streit lebt die Wissenschaft, und dein Gegenstandpunkt ist mir eine besondere Ehre.

Also, lass hören, wie du es siehst. (In einer eigenen Antwort, damit dir hinterher der "hilfreichste-Antwort"-Stern verliehen werden kann).

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich streite auch gern auf hohem Niveau, mein Lieber.

Und hier ist es ja so, dass deine Sichtweise ja auch nicht einer gewissen Logik entbehrt und du durchaus auch recht haben könntest.

Man muss hier wohl auf den Fragesteller warten.

Antwort
von EnnoBecker,

Jedoch hat die Firma meines Freundes diese "Ablöse" bezahlt.

Dies hier ist der Knackpunkt. Ist dieses "hat bezahlt" als Darlehen zu verstehen? Dann sind die Aufwendungen abziehbar, und zwar im Jahr der Bezahlung durch die Firma deines Freundes.

Kommentar von blackleather ,

Enno, ich kann dir nicht folgen. Du sagst, im Falle eines Darlehns seien die Kosten abziehbar. So weit, so gut. Aber:

Bei wem? Als was? Warum?

Kommentar von EnnoBecker ,

Bei der Fortgebildeten. Als Werbungskosten. Weil es keine Erstausbildung ist.

Kommentar von blackleather ,

Ah so. Du meinst also, die irgendwann fällige Rückzahlung an den Freund zieht sozusagen den Werbungskostenabzug vor. Da stimme ich dir grundsätzlich zu.

Allerdings hatte ich angesichts des Sachverhaltes nicht gewagt, mich mit meiner Hoffnung so weit aus dem Fenster zu lehnen. Eine darlehnsweise Zahlung durch den Freund habe ich nicht in Erwägung gezogen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Nun ja, es kann so sein oder so.

Wir müssen warten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community