Frage von demosthenes,

Aufsichtsrat von BER?

Der unsägliche noch-lange-nicht-Flughafen BER hat ja bekanntlich einen Aufsichtsrat, in dem überwiegend Politiker und Beamte sitzen.

Die Folgen des Einsatzes einer solchen Laienspielschar sind ja bekannt.

Nun fiel mir auf, dass es dort auch sechs sogenannte Arbeitnehmervertreter gibt, teils hauptamtliche Gewerkschaftsfunktionäre, teils Mitarbeiter(?) der anderen berliner Flughäfen.

Da der Flughafen BER ja bisher ja noch lange nicht fertig und auch nicht in Betrieb ist, kann es dort doch eigentlich noch kaum Mitarbeiter geben, wenn man mal von ein paar Chefs und ihrem Stab absieht.

Wer wählt hier eigentlich diese "Mitarbeitervertreter" und wieso gelten Mitarbeiter eines anderen Flughafens hier als wählbar?

Antwort
von qtbasket,

Bei öffentlichen Institutionen werden die Aufsichtsräte und auch zumeist die Vorstände paritätisch besetzt. Das bedeutet, dass es sog. Vertreter der der Arbeitgeber- und auch der Arbeitnehmerseite gibt. Die Arbeitgeberseite wird hier wohl durch Spitzenpolitiker der Gesellschafter repräsentiert, also die Bundesländer Berlin, Brandenburg und der Bund.

Genauso ist es bei den Arbeitnehmervertretern - also verschiede Gewerkschaften wir beispielsweise Verdi., IG BCE etc... Die Mitarbeitervertretungen bei den öffentlichen Trägern wählen dabei diese Repräsentanten oder schlagen auch nur vor.

Ich will nicht lästern, aber es sind fast immer Funktionäre aus der zweiten Reihe. Das bedeutet aber nicht, dass diese Leute keine Fachkompetenz haben, kann sein - muss aber eben nicht. Es ist eben ein Mittel, verdiente Funktionäre entweder wegzuloben oder ihnen noch ein Pöstchen vor dem Ruhestand zu verschaffen.

Die Parlamente wie Landtag und Bundestag sind da eigentlich außen vor, denn der Gesellschafter funktioniert hier wie ein privater Anteilseigner.

Beispiel : Ich kenne ein Krankenhaus, da ist der Vorstandsvorsitzende ein Autohändler und meint ernsthaft, man könnte das Krankenhaus wie seinen Betrieb führen, anstatt Autos werden eben Patienten "repariert"....

Das sind alles sog. Ehrenamtler !!!!

Gefördet wird dies durch eine unzureichende gesetzliche Regelung und ganz gravierend hauptsächlich durch den deutschen Förderalismus !!!! (Das ist ein großer Nachteil dieses Systems)

Und BER ist ein schönes Beispiel wie bei solchen Strukturen ein Bruchlandung hingelegt wird.

ja, ja ..... irgendwas an dem Leninzitat ist schon richtig: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser..

Kommentar von demosthenes ,

Arbeitnehmerseite klingt ja gut, aber wer bitte sind denn die Arbeitnehmer, solange dort ja allenfalls (ausnahmsweise mal) die fremden Handwerker arbeiten?

Und wieso können die "Arbeitnehmervertreter" Mitarbeiter eines anderen Betriebs sein und damit meine ich nicht Gewerkschaften?

Und tatsächlich hatte Lenin meines Wissens geschrieben "Misstrauen ist gut, Kontrolle ist besser".

Antwort
von EnnoBecker,

Zum BER gibt es anscheinend immer noch mehr Witze als Eröffnungstermine.

Das hier scheint einer davon zu sein...

Kommentar von blnsteglitz ,

Och nee...... Lach -

Kommentar von FREDL2 ,

ich hätte lieber ein paar Witze, die mich nicht soviel Geld kosten ;-((

Kommentar von Meandor ,

Gott sei Dank lebe ich nicht in einem Geber-Bundesland.

Verdammt, dass mach ich doch. 4 % Gehaltskürzung für meine zukünftigen Kollegen, aber... Nein, ich denke nicht weiter...

Kommentar von EnnoBecker ,

Falls es dich beruhigt: Bei MIR kommt dein persönlicher Beitrag jedenfalls nicht an.

Kommentar von blnsteglitz ,

da sind wir zu zweit - mindestens.....

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