Frage von Andreas888, 27

Arbeitszimmer in der Einkommensteuer durchbekommen?

Hallo,

ich bin Angestellter in der Internetbranche und arbeite daher regelmäßig von zuhause aus (was absolut vom Unternehmen gewollt und gewünscht ist).

Weiter bin ich Selbständig im Nebengewerbe als Freelancer. Hier arbeite ich ausschließlich im heimischen Arbeitszimmer.

Dieses Jahr wurde mir für 2015 das Arbeitszimmer nicht anerkannt, da es nicht den Mittelpunkt meines beruflichen Umfelds darstellt. Für 2014 wurde mir das Zimmer jedoch noch anerkannt - hab es damals identisch eingereicht.

Das Zimmer hab ich unter Positionen zu meinem Angestelltenverhältnis angegeben.

Nun folgende Fragen: 1.) Ist es clever, mit 2014 zu argumentieren (oder kann mir das nachträglich auch noch aberkannt werden)? 2.) Kann ich beantragen, die Kosten auf die Selbständigkeit umzuverteilen und dann durchzubekommen (sollte vom Steuereffekt ja identisch sein, oder)? 3.) Habe ich noch andere mögliche Argumentationen?

Danke!

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Antwort
von blackleather, 27

1.) Ist es clever, mit 2014 zu argumentieren ... ?

2014 ist irrelevant. Und zwar aus folgendem Grund:

- Entweder war die Entscheidung für 2014 falsch. Dann darf das Finanzamt für 2015 den Fehler selbstverständlich nicht wiederholen.

- Oder 2014 war richtig, aber die Ablehnung für 2015 ist falsch; dann musst du diejenigen Gründe vortragen, die für 2015 relevant sind und nicht für 2014.

(oder kann mir das nachträglich auch noch aberkannt werden)

Wenn der Bescheid bestandskräftig und nach §§ 164 ff. AO nicht mehr änderbar ist, nicht.

Kann ich beantragen, die Kosten auf die Selbständigkeit umzuverteilen
und dann durchzubekommen (sollte vom Steuereffekt ja identisch sein,
oder)?

Egal, wie du es verteilst - maßgeblich ist immer das Mittelpunktskriterium in Bezug auf die Tätigkeit.

3.) Habe ich noch andere mögliche Argumentationen?

Möglicherweise. Aber da hier keine Hellseher sitzen, wirst du wohl der einzige sein, der diese Argumente kennt. Zum tatsächlichen Hintergrund kannst du hier ja keine Aussagen erwarten, allenfalls zur rechtlichen Würdigung des gegebenen Sachverhalts. Über diese rechtliche Würdigung musst du dir als Laie aber keine Gedanken machen; das tun schon das Finanzamt und dein Steuerberater.

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