Frage von Charli63,

Arbeitslosengeldsperre bei Aufhebungsvertrag

Die Klinik ( Arbeitgeber ) meiner Frau will wegen Schließung zweier Häuser,Personal reduzieren.Sie bieten Aufhebungsverträge mit kleinen Abfindungen an.Meine Frau (60) möchte gerne, weil sie gesundheitlich auch nicht mehr so gut drauf ist,solch einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.Sie hätte bei Kündigung eine Kündigungsfrist von 5 Monaten.Welche Auswirkungen hätte dieses auf das Arbeitslosengeld.

Antwort
von Tigeria,

Wenn Deine Frau auch nicht mehr so gesund ist und ihr der Arzt mit einem Attest zur Beendigung der Arbeit rät, wird sie - so meine ich - keine Probleme mit der Arbeitsagentur haben und keine Geldsperre bekommen, denn sie hat einen gewichtigen Grund für das Ende der Arbeit. Es kann aber sein, daß die vom Arbeitsamt ihre Gesundheit mit Amtsarzt überprüfen, aber wenn sie wirklich gesundheitlich angeschlagen ist, muß sie sich keine Sorgen machen.

Antwort
von SBerater,

Aufhebung oder Kündigung? Und wenn Kündigung: wer kündigt wem? Bin ein wenig verwirrt durch den Wortlaut im letzten Satz :)

Die Regeln sind relativ klar: kündigt sie oder unterschreibt einen Aufhebungsvertrag, dann bekommt sie eine Sperre. Wird ihr gekündigt, dann gibt es keine Sperre.

Ich sehe hier nur klar: ein Aufhebungsvertrag sollte den Vorteil haben, dass sie a) der Vertrag nicht mehr so lange hinzieht, man schneller rauskommt und dennoch ein wenig mehr auf dem Konto hat. Und damit sollte bei einer Aufhebung auch die Sperre und der monetäre Verlust bezahlt werden.

Wenn der Aufhebungsvertrag keine Vorteile bringt oder letztendlich weniger Geld (bzgl. Sperr), dann sehe ich keinen Sinn zu unterschreiben.

Kommentar von GAFIB ,

Die Frage hatten wir schon mal vor kurzem, siehe im Link. Eine Sperre gibt es NICHT automatisch.

http://www.finanzfrage.net/frage/hat-der-erhalt-einer-abfindung-auswirkungen-auf...

Antwort
von qtbasket,

Barbarahospital Duisburg ?

Helios Konzern ???

Da findet das gerade statt !!!

Eine Sperre beim ALG 1 sehe ich nicht !!!

Denn:

Ein wichtiger Grund für den Abschluss eines Aufhebungsvertrages liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer ohnehin eine betriebsbedingte Kündigung durch den Arbeitgeber gedroht hat. Dem steht es auch nicht entgegen, dass der Arbeitnehmer eine Abfindung erhält – er hat sogar ein berechtigtes Interesse daran, sich eine Abfindung zu sichern, wenn er sich einer unvermeidbaren Beschäftigungslosigkeit ausgesetzt sieht.

Quelle:

http://www.kanzlei-hasselbach.de/2012/sperrzeit-beim-arbeitslosengeld-durch-aufh...

Antwort
von Privatier59,

Wenn die Abfindung nicht so hoch ist, dass sie etwaige Verluste durch eine Sperre abdeckt, würde ich mich nicht darauf einlassen. Den angebotenen Vertrag sollte man am besten anwaltlich prüfen lassen. Wenn Du Dir von einem solchen Forum wie hier eine wesentliche Entscheidungshilfe erhoffst, verkennst Du Eure Situation.

Antwort
von alfalfa,

Statt Spekulationen einmal belastbare Fakten. Die Sperre des ALG I wird in § 144 SGB III geregelt. Dazu folgende Dienstanweisung für die BA - ab Seite 10 wirst Du fündig.

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A07-Geldleistung/A071-Arbeitslosi...

Fazit: Ein Audhebungsvertrag führt nicht automatisch zu einer Sperre. Aber die Personalabteilung sollte mitspielen bei der korrekten Formulierung.

Antwort
von Tina34,

sie wird wohl eine Sperre bekommen.

Aufhebungsverträge sind immer schwierig und ich kann nur empfehlen, wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt dies mit einem Anwalt zu besprechen.

Es kommt bei einem Aufhebungsvertrag auf jedes Wort an und es gibt unter Umständen auch die Möglichkeit einen zu schließen ohne Sperre!

Aber ich würde mich da nicht auf eine Laien-Forum verlassen.

Kommentar von Tigeria ,

aber wenn sie doch gesundheitliche Gründe hat, dürfte es keine Sperre geben...

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