Frage von Buschdili, 21

Arbeitnehmerveranlagung?

Ich habe eine Frage und möchte wissen ob es sich in meinem Fall lohnt einen Steuerberater zur Hilfe zu ziehen.

Bei mir geht es um eine Arbeitnehmerveranlagung - bisher habe ich mich nicht um das Thema Steuererklärung gekümmert. Nun frage ich mich aber als frischer Arbeitnehmer ob es Sinn macht eine solche Arbeitnehmerveranlagung auszufüllen, da ich 2011 mein Erststudium “Bachelor of Arts” abgeschlossen habe, danach kurz angestellt ( 8 Monate) war mit Aufstockung von der Agentur für Arbeit da Lohn zu niedrig, und ich mich danach noch einmal für eine Private Ausbildung an der “Miami Ad School” über zwei Jahre entschieden habe. Diese gilt wenn ich das richtig verstanden habe als Zweitausbildung, diese habe ich auch aus eigener Tasche bezahlt aber auch wieder mit Aufstockung des Arbeitsamtes für Miete. Nun bin ich seit Oktober 2014 wieder Angestellt und frage mich ob sich eine Arbeitnehmerveranlagung lohnt und ob ich eventuelle Zweitausbildungs-kosten steuerlich absetzten könnte?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Buschdili,

Schau mal bitte hier:
Studium Steuerberater

Antwort
von wfwbinder, 7

Wenn Du in Deine Frage ein paar Zahlen eingearbeitet hättest, würde die Antwort konkreter sein können.

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Studienkosten abzugsfähige Werbungskosten sind und dadurch in Jahren ohne Einnahmen zu einem Vortragsfähigen Verlust führen können.

Unter Umständen könnte das bei Dir auch schon in 2011 so gewesen sein, weil Du da wohl nur wenige Einnahmen hattest.

danach kurz angestellt ( 8 Monate) war mit Aufstockung von der Agentur für Arbeit da Lohn zu niedrig,

Vermutlich ist ALG II gemeint?

Was bei den Auslandsstudienkosten zu berücksichtigen ist, dass man schon nachweisen muss, dass der Auslandsaufenthalt notwendig war, also eine vergleichbare Ausbildung hier nicht angeboten wird.

aber auch wieder mit Aufstockung des Arbeitsamtes für Miete.

Willst Du damit sagen, dass Deine Studentenbude in Miami von der Agentur für Arbeit bezahlt wurde, als eine Förderung des Studiums? So ein Förderungsbescheid würde die Notwendigkeit des Studiums unterstützen. Die Zuschüsse wären aber von den Kosten natürlich abzuziehen.

Kommentar von Buschdili ,

Hallo lieben Dank dir! Mit der Aufstockung meinte ich Alt 2 genau. Die Schule heißt nur Miami Ad School, die Ausbildung (Privat) hat aber in Deutschland stattgefunden. Mein Erststudium habe ich 2011 abgeschlossen. Danach 2012 ein dreimonatiges Praktikum und dann 8 Monate angestellt mit der Aufstockung. Ende 2012 dann die Privatausbildung bis September 2014 und seit Oktober angestellt. Ich habe vorher noch nie eine Einkommenssteuererklärung abgegeben deswegen wollte ich hier im Forum die Frage stellen ob ich das nun tun soll, bzw. eine Arbeitnehmerveranlagung welche die Studienkosten evtl. mit berücksichtigt. Auch ob es ratsam ist einen Steuerberater zuzuziehen für die erste Hilfe sozusagen. Danke und Liebe Grüße

Kommentar von wfwbinder ,

Ich schließe mich EnnoBecker an. Erklärungen ab 2012.

ALG II ist nicht steuerpflichtig, also wird Dir nichts gegengerechnet. Es könnte also einiges an Verlusten herauskommen.

Dran denken:

Fahrtkosten zur Universität/Ausbildungsstätte

ggf. bei längerer Abwesenheit Verpflegungsmehraufwand

Kosten für Lehrmittel/Literatur.

Studiengebühren

Antwort
von EnnoBecker, 3

Also hilfreicher als Zahlen angaben wären hier konkrete Zeitangaben. "kurz danach" und "danach noch einmal" kann im selben Jahr gewesen sein oder eben in einem anderen.

Auch was “Miami Ad School�? ist, hätte man kurz erläutern können.

In dem Jahr des Erstastudiums und der 8monatigen Anstellung ist eine Steuererklärung weder erforderlich noch zielführend. Steuern wurden keine einbehalten und ein vortragsfähiger Verlust wurde auch nicht erzeugt.

Die für die Zweitausbildung entstandenen Aufwendungen dürften zu einem Verlustvortrag führen, sofern in dem entsprechenden Jahr eine "Erklärung zur Feststellung des Verlustvortrages" abgegeben wurde oder noch wird (ab 2011 noch möglich). Diese Erklärung ist auf denselben Formularen wie eine Einkommensteuererklärung abzugeben, es ist oben halt nur ein anderes Häkchen zu setzen.

Ob sich der dann fetsgestellte Verlustvortrag tatsächlich auswirkt oder im Nirvana verpufft, hängt von deinen Einkünften ab. Wenn beispielsweise dein zu versteuerndes EInkommen auch ohne den Verlustvortrag 8.354 Euro nicht übersteigt, wird trotzdem vom Gesamtbetrag der Einkünfte der Verlust abgezogen und die Steuer verändert sich von Null auf Null.

Mit Zahlen könnte man das ausrechnen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

Moin, moin

.... oder er/sie könnte doch auch bis zum Ende der Festsetzungsverjährung mit der Abgabe der Einkommensteuererklärung warten.

Wird in der Zwischenzeit noch viel Geld verdient, macht sich das Aufschieben möglicherweise bezahlt, oder nicht ?

Du bist der Steuerfuzzi ;-) Enno, wäre das nicht auch ne praktikable Option ? K.

Kommentar von EnnoBecker ,

Ich weiß ja nicht, um welche Jahre es geht. Hier ist doch davon auszugehen, dass eine Pflicht zur Abgabe nicht besteht.

Mit Ablauf des 31. Dezember 2015 läuft auch die Festsetzungsfrist für 2011 ab. Ich sehe auch nicht, warum man bis dahin warten soll, wenn man ohenhin in den nächsten Wochen seine Einkommensteuererklärung für 2014 anfertigt.

Kommentar von Buschdili ,

Hallo lieben Dank für die Antwort und vornweg schonmal Entschuldigung für die verwirrenden oder fehlenden Daten aber ich habe noch nie eine Einkommenssteuererklärung gemacht. Mit der Aufstockung meinte ich Alt 2 genau. Die Schule heißt nur Miami Ad School, die Ausbildung (Privat) hat aber in Deutschland stattgefunden. Mein Erststudium habe ich 2011 abgeschlossen. Danach 2012 ein dreimonatiges Praktikum und dann 8 Monate angestellt mit der Aufstockung. Ende 2012 dann die Privatausbildung bis September 2014 und seit Oktober angestellt. Ich habe vorher noch nie eine Einkommenssteuererklärung abgegeben deswegen wollte ich hier im Forum die Frage stellen ob ich das nun tun soll, bzw. eine Arbeitnehmerveranlagung welche die Studienkosten evtl. mit berücksichtigt. Auch ob es ratsam ist einen Steuerberater zuzuziehen für die erste Hilfe sozusagen. Danke und Liebe Grüße

Kommentar von EnnoBecker ,

An deiner Stelle würde ich die Erklärungen ab 2012 anfertigen. Macht also drei Jahre, die aber sicherlich recht schnell bewältigt sind.

Einen Steuerberater brauchst du dafür nicht.

Antwort
von billy, 2

Wenn schon die " Steuerexperten des Forum" auf Grund zu ungenauer bzw. fehlender Angaben in der Fragestellung Sich außer Stande sehen eine zielführende Antwort zu formulieren, was sollen da noch für Antworten kommen ?

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