Frage von McWachner,

Arbeitgeberfrage - geldwerter Vorteil: Motorradführerschein für Mitarbeiter

Ein Arbeitgeber aus dem Motorradzubehörbereich möchte zur Förderung der Unternehmenskultur, des technischen Verständnisses der Mitarbeiter und zur Sicherung eines flexibleren Einsatzes der Mitarbeiter den Erwerbe des Motorradführerscheines finanziell fördern.

Im Raum steht eine finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers an den Führerscheinkosten in Höhe von mehreren hundert Euro in Verbindung mit einer Rückzahlungsverpflichtung des Mitarbeiters, soweit sie das Unternehmen innnerhalb von 2 Jahren nach Führerscheinerwerb verlassen.

Frage. muss der Zuschuss des Arbeitgebers zum Führerschein als geldwerter Vorteil des Arbeitnehmers versteuert werden? Falls ja - ist eine Pauschalregelung nach Absprache mit dem Finanzamt denkbar? Wen spricht man dort an?

Antwort
von FREDL2,

muss der Zuschuss des Arbeitgebers zum Führerschein als geldwerter Vorteil des Arbeitnehmers versteuert werden?

Ja, muss. Das sind Kosten der allgemeinen Lebensführung. Dafür gibt es keinen steuerfreien Betrag. Deine Argumentation könnte auch jeder Autohändler anführen und seinen Verkäufern und Mechanikern den Führerschein auf Kosten der Steuerzahler finanzieren. Hast Du davon schon mal gehört? Nein? Eben.

Kommentar von McWachner ,

OK, knapp aber ggf. entscheidend am Thema vorbei. Vermutlich war ich zu unpräzise. Der Unterschied zum "Autohändler" ist, dass der Arbeitgeber nicht nur Motorradzubehör vertreibt, sondern dieses - auch in direkter Zusammenarbeit mit Motorradherstellern - selbst entwickelt. D. h. wir sprechen von einer eigenen Entwicklungsabteilung inkl. Prototypenbauern und Co. Und natürlich muss das entwickelte Zubehör auch probegefahren werden. Von der Funktionalität kann unter Umständen Leben abhängen. Mir scheint, dass es hier schon ein paar mehr Gründe für die Unterstützung des Erwerbs des Motorradführerscheins gibt als es beim Autoverkäufer analog der Fall wäre. Andere Meinungen?

Kommentar von FREDL2 ,

@McWachner: dann stell eine Anrufungsauskunft nach § 42e EStG an Dein Betriebsstättenfinanzamt. Adressat ist die dortige Arbeitgeberstelle.

Vermutlich war ich zu unpräzise

Nicht nur vermutlich. Das solltest Du bei der schriftlichen Darstellung in der Anrufungsauskunft besser vermeiden.

Ich meine trotzdem nein.

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