Frage von petja, 39

Arbeitgeber ordnet an, dass jeder Urlaub 4 Wochen vor Antritt genehmigt werden muss - zulässig!

Hallo - mein Arbeitgeber hat nun angeordnet, dass jeder Urlaub erst 4 Wochen vor Antritt von ihm genehmigt werden muss. Da kann man ja keine Buchungen mehr machen und Abstimmungen mit Partnern, Freunden kann gar nicht erfolgen. Ist dies zulässig - gibt es Fristen?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Arbeitsrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gammoncrack, 38

Dann seid Ihr noch gut bedient. Üblich ist auch häufig, dass man sich bereits am Jahresanfang in eine Urlaubsliste einträgt. Nachvollziehbar ist der Wunsch des AG doch auf jeden Fall. Schließlich muss er doch auch eine gewisse Planungssicherheit haben. Und für die Planungssicherheit sind 4 Wochen schon sehr wenig, hängt aber natürlich auch etwas von der Tätigkeit des AG ab.

Kommentar von petja ,

Das wäre mit nur Recht, wenn ich mich Anfang des Jahres eintrage und dann Planungssicherheit habe. Aber so kann ich doch nichts buchen, keinen Flug, kein Quartier etc. weil am ende der Arbeitgeber nicht mitmacht.

Kommentar von gammoncrack ,

Entschuldigung. Das hatte ich ganz anders gelesen. Wahrscheinlich deswegen, weil ich das nicht glauben wollte. Ich hatte gelesen, dass er das mindestens 4 Wochen vorher wissen will.

Dann fasse ich mich einmal kurz:

Dein AG hat einen ziemlichen Schatten!

Und jetzt etwas länger:

Rechtlich kann ich das nicht beurteilen. Allerdings sagt das BUrlG, dass der Arbeitgeber einen Urlaubsantrag nur aus wichtigem Grund ablehnen darf. Daraus schließe ich, dass Du den August-Urlaub auch schon im Januar beantragen kannst. Wenn nun der Chef sagt, dass er den nicht genehmigt, weil es noch mehr als 4 Wochen bis zum Urlaubsbeginn sind, ist das garantiert kein wichtiger Grund. In dem Fall würde ich ihm einmal das BUrlG, mit dem Vermerk "zur Vervollständigung Ihrer Unterlagen" auf den Tisch legen.

Antwort
von Gaenseliesel, 30

Das Bundesarbeitsgericht verlangt, dass Mitarbeiter über zwei Fünftel ihres Jahresurlaubs frei verfügen können.

Das ist die Theorie !

Sinnvoll wäre es, wenn ihr gleich zu Anfang des Jahres einen Urlaubsplan für alle Mitarbeiter erstellt und dem Chef vorlegt.

Wenn keine Überschneidungen vorkommen und der Arbeitsablauf nicht gestört erscheint, was soll der Chef dagegen haben ?

In diesem Fall so wie Du ihn schilderst, denke ich will der Chef lediglich nur noch einmal kurz vorher abchecken, ob der Arbeitsablauf in dieser Zeit tatsächlich gewahrt bleibt. Sein gutes Recht !

K.

Antwort
von Niklaus, 24

Das ist nicht nur eine absolut unpraktische wie dämliche Entscheidung deines Chefs. Es bestätigt meine Ansicht, dass es kaum noch gute Führungskräfte in dieser Welt gibt. Nicht nur deinen Planungssicherheit ist damit nicht mehr gegeben sondern auch die des AG. Lieber Gott lass Hirn regnen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community