Frage von Tobi1976, 40

Anwaltskosten für Trennungsunterhalt

Hallo zusammen, ich habe eine Frage und hoffe, dass ihr mir weiter hilft:

Meine noch-Frau hat mich verlassen und ist zum ihr Anwalt gegangen und hat Trennungsunterhalt angefordert. Laut ihr Anwalt muss ich ca. 1800 Euro Monatlich zahlen. sie geht nicht arbeiten und hat vor ihr Abendschule weiter machen um ihr FachAbi nach zuholen.

Nun, kommt noch ein andere Brief von ihr Anwalt und schreibt, dass ich verpflichtet bin Anwaltskosten zu tragen. in Meinem Fall: ca. 1170 Euro (das ist Laut 1360a Abs. 4 BGB):

"(4) Ist ein Ehegatte nicht in der Lage, die Kosten eines Rechtsstreits zu tragen, der eine persönliche Angelegenheit betrifft, so ist der andere Ehegatte verpflichtet, ihm diese Kosten vorzuschießen, soweit dies der Billigkeit entspricht. Das Gleiche gilt für die Kosten der Verteidigung in einem Strafverfahren, das gegen einen Ehegatten gerichtet ist."

Meine Frage an euch: Muss ich trotz ihr hoch Trennungsunterhalt (1800 euro), die Kosten von ihr Anwalt tragen oder sie muss selber von ihr Trennungsunterhalt zahlen?

Danke im voraus,

Grüße, Tobi

Antwort
von Privatier59, 40

Tobi: Von noch-Frau würde ich bei einer beabsichtigten Geschlechtsumwandlung sprechen und kann daher die Gründe für das Scheitern der Ehe voll und ganz nachvollziehen.

Die von Dir aufgeworfene Frage ist sehr interessant. Es schließt sich bei mir automatisch die Gegenfrage an, ob Du denn den Trennungsunterhalt schon gezahlt hast. Wenn noch kein Geld geflossen ist, brauchen wir über das Thema nicht weiter zu reden, dann bist Du nämlich in jedem Fall an der Reihe mit der Zahlung der Prozeßkosten. Wenn Du aber gezahlt haben solltest, wäre Dein Argument durchaus prüfenswert, nur solltest Du Dich nicht selber damit abmühen, sondern einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung Deiner Interessen beauftragen. Es gäbe da nämlich die Klippe zu überwinden, dass der gezahlte Trennungsunterhalt ja für den angemessenen Lebensunterhalt aufgewandt werden muß. Vielfach wird als Trick vorgeschlagen, einen Vorschuß auf zu erwartenden Zugewinnausgleich zu zahlen um eigenes Vermögen des anderen Teils zu schaffen das der Nutzung für den Lebensunterhalt entzogen ist.

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