Frage von Notme, 19

Anwalt plant Grundbucheintrag wegen rückständiger Anwaltsgebühren

Ein Bekannter hatte mit seinem Anwalt Ratenzahlungen bezüglich der Rückzahlung seiner übrigens viel zu hohen Anwaltsgebühren ausgemacht. Damals war die finanzielle Situation meines Bekannten noch viel besser als heute, weil er heute Frührentner mit hohen Abschlägen aufgrund einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung ist.

Aufgrund dessen konnte er sich nicht so regelmäßig an die mündlich vereinbarten Ratenbeträge halten, da er an vielen Stellen zu zahlen hat und die Rente sehr niedrig ist. Dem Anwalt ist die veränderte finanzielle Situation seines Mandanten sehr wohl bekannt.

Nun hat mein Bekannter ein Schreiben erhalten, in dem der Anwalt in wenigen Tagen die komplette hohe Summe zurückerstattet haben will, ansonsten würde eine Eintragung ins Grundbuch erfolgen (Haus ist vorhanden). Natürlich kann von der Mini-Rente nicht die komplette Summe auf einmal gezahlt werden, was der Anwalt sehr wohl weiß; sicherlich hat er es wohl auch darauf angelegt, ins Grundbuch eingetragen zu werden.

Falls nun mein Bekannter keine Einigung mit dem Anwalt erzielen kann, ist die Frage, wie es nach der Eintragung weitergeht. Ruht die Sache dann erstmal bis zu einer möglichen Zwangsversteigerung oder kann mein Bekannter dann trotzdem weiterhin die offene Summe durch Ratenzahlungen abtragen?
Mein Bekannter ist absolut zahlungswillig, aber es fällt ihm halt schwer, die Mini-Rente so aufzuteilen, dass er allen gerecht wird - und arbeiten kann er aufgrund seiner schweren Krankheit auch nicht mehr!

Antwort
von wfwbinder, 10
  1. Wenn die Anwaltskosten viel zu hoch wären, hätte er sich gegen die Rechnung wehren können udn kann das ggf. noch heute machen.

  2. Dafür, dass Dein Bekannten Frührentner wurde, kann der der Anwalt nichts.

  3. Was hat der Anwalt davon ins Grundbuch zu kommen, ausser erstmal kosten? Für alles was passiert, muss er Kostenvorschüsse leisten. leider fehlen Angaben zu den Summen.

  4. Natürlich kann Dein Bekannter auch nach Sicherung udn im Laufe des Zwangsverfahrens weiterzahlen. Das ist ja auch der Punkt, der mir unklar ist. wenn die Schulden innerhalb der Zeit eines solchen Verfahrens getilgt werden können, ist es nicht sinnvoll so ein Verfahren anzustrengen.

  5. Ich denke mit etwas Verhandlungsgeschick kann man das Verfahren vermeiden.

Kommentar von wfwbinder ,

Um wie viel geht es eigentlich insgesamt udn wie viel zahlt Dein Bekannten pro Monat?

Antwort
von billy, 5

„ Aufgrund dessen konnte er sich nicht so regelmäßig an die mündlich vereinbarten Ratenbeträge halten, da er an vielen Stellen zu zahlen hat und die Rente sehr niedrig ist. Dem Anwalt ist die veränderte finanzielle Situation seines Mandanten sehr wohl bekannt. „ - Das ist kein Grund seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachzukommen.

„ .....Natürlich kann von der Mini-Rente nicht die komplette Summe auf einmal gezahlt werden, was der Anwalt sehr wohl weiß; sicherlich hat er es wohl auch darauf angelegt, ins Grundbuch eingetragen zu werden. „ - Der Anwalt wäre vermutlich über regelmäßige Zahlungseingänge (wie vereinbart) zufrieden. Weshalb sollte der Anwalt es darauf angelegt haben weitere Kosten auf sich zu laden ?

„ ... Ruht die Sache dann erstmal bis zu einer möglichen Zwangsversteigerung oder kann mein Bekannter dann trotzdem weiterhin die offene Summe durch Ratenzahlungen abtragen? „ - Natürlich kann er weiter wie vereinbart abzahlen, er sollte es auch um weitere Kosten für ihn zu vermeiden.

„ Mein Bekannter ist absolut zahlungswillig, aber es fällt ihm halt schwer, die Mini-Rente so aufzuteilen, dass er allen gerecht wird - Dann ist doch alles gut, er sollte sich nur darüber im klaren sein das einfach die Zahlung aussetzen keine Lösung ist.

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