Frage von Rolli, 46

Anwalt oder nicht

Hallo, brauche heute mal einen Rat von euch. Folgendes ist vorgefallen, habe mich vor ca. 2Jahren einer Körperverletzung Schuldig gemacht, bin Rechtskräftig Verurteilt worden. Nun kam gestern ein Brief von einer Anwältin der Gegenseite, mit der Forderung, innerhalb einer Woche ein vorläufiges Schmerzensgeld von 1800,- € zu zahlen. Ich weiß das ich zahlen muss, aber 1800,- ( für ein blaues Auge ) halte ich enorm zu hoch. Nun meine Frage, macht es Sinn sich mit der Anwältin in Verbindung zu setzen und ihr meinerseits einen gewissen Betrag anbieten, oder lieber meinen Anwalt damit beauftragen???? Bitte nur ernst gemeinte Antworten. Schon jetzt vielen Dank!!

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Antwort
von galvanik, 38

wenn das Urteil schon vor 2 Jahren gesprochen wurde, wieso kommen nun Forderungen? Wurde das nicht bei Gericht schon geklärt, was zu zahlen ist? Abgesehen davon hängt s von Deiner finanz. Lage ab, wenn bei Dir eh fast nix zu holen ist, würde ich das erstmal ohne Anwalt in einem netten Brief probieren, den Betra zu senken, eben aus dem Grund daß Du gewillt bist, aber nicht mehr anbieten kannst. Wenn es "nur" ein blaues Auge ist, wird künftig ja nicht mehr viel nachgefordert werden.Wenn das Opfer Folgeschäden hat, wird s vielleicht noch mehr solche Zahlungen geben- dann brauchts einen Anwalt.

Antwort
von Frei123, 36

Ich würde über den Anwalt gehen. Die Kollegen unterhalten sich auf Augenhöhe. Ob man als Nichtjurist sich einen Gefallen tut, selbst mit einem Anwalt zu verhandeln, halte ich nicht für zielführend.

Dein Anwalt sollte auch beurteilen können, ob der Betrag gerechtfertigt ist.

Anmerkung: wenn man sich überlegt, das Beleidigungen von Polizisten kosten, und das sind keine Körperverletzungen, dann könnte man die 1.800 Euro für gerechtfertigt halten http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/article5274751/So-teuer-ist-es-Poliziste...

Antwort
von Privatier59, 32

Das mußt Du doch selber wissen: Wenn Du Dir zutraust die Höhe des Schmerzensgeldes ohne anwaltliche Hilfe einzuschätzen, dann mach das. Wenn ich dann allerdings etwas von "vorläufig" lese, nehme ich an, dass da noch mehr nachkommt. Ob man da mit sich außergerichtlich verhandeln läßt, erscheint eher zweifelhaft und dann wird es noch schwieriger.

Antwort
von qtbasket, 24

Da ist zu unterscheiden :

Das Strafrechtverfahren ist mit deiner rechtskräftigen Verurteilung abgeschlossen.

Nun droht eine zivilrechtliche Auseinandersetzung mit der Forderung nach Schmerzensgeld. Du kannst also wiederum verklagt werden auf die Zahlung eines Schmerzensgeld, und auch hier bist du ohne anwaltliche Unterstützung ziemlich verloren.

Ob die Höhe der Forderung angemessen ist, kann hier niemand beurteilen.

Du wirst aufgrund deiner strafrechtlichen Verurteilung allerdings im zivilrechtlichen Verfahren keine Chance haben.

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