Frage von Christine123,

Antrag auf Festsetzung der Zulage wird bearbeitet! Was bedeutet das? (Riester-Sparplan)

Bin mit meinem Riestervertrag völlig überfordert und habe am Telefon nur das nachgeplappert was man mir gesagt hat. Verstanden habe ich nix. Nun habe ich ein Bescheid von der Deutschen Rentenvsersicherung bekommen mit dem Vermerk: Antrag auf Festsetzung der Zulage. Was bedeutet das? Wer kennt sich mit dem Riestergedös aus? (Am liebsten würde ich die ganze Sache kündigen, aber davon wurde mir abgeraten.) Danke!

Antwort von Rat2010,
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Wir hatten das Thema schon mal: Warum hast du eigentlich keinen, der sich mit so etwas auskennt?

Ich kenne mich damit aus. Festsetzungsantrag ist im Gegensatz zum Zulagenantrag ein Antrag, mit dem Zulagen für Jahre beantragt werden können, für die eigentlich nichts mehr geht. Ob das aber auch bei dir so gemeint ist, hängt davon ab, ob du alles richtig beantragt hast.

Ein Berater hilft dir weiter!

Kommentar von Awando,

Erstaunlich dabei: Man will damit einen Teil seiner Existenz absichern und schliesst wohl irgend etwas ab bei dem man weder weis wie es funktioniert noch ob es gut oder sinnvoll ist. In ein Auto wo die Bremsen evtl. kaputt sind oder ein Reifen schon etwas schwach aussieht steigt dagegen keiner ein...

Kommentar von Christine123,

Riester hat mich noch nie interessiert. Habe es abgeschlossen, weilmir dazu geraten wurde. Jetzt habe ich den Salat. Das soviel Eigenverantwortung mit inbegriffen ist habe ich nicht gewusst. Es sind zu viele Sachen um die man sich selbst kümmern muss, obwohl ich keine Lust dazu habe. Davon hat mir keiner was erzählt. Vermisse schon seit mehreren Jahren die Zulage, deshalb habe ich einige Telefonate geführt, die zu dem o.a. Ergebnis kamen. Weiss jetzt auch nicht wie es weitergeht. Mal sehen was auf mich zukommt. Langsam stinkt mir die Sache meinen Zulagen hinterherzurennen.

Kommentar von Rat2010,

Das Thema ist doch, woran es liegt. Warst du mittelbar berechtigt und hast unmittelbar beantragt oder umgekehrt? Die warten jetzt auf den richtigen Festsetzungsantrag und den richtigen (Dauer-)Zulagenantrag und dann kriegst du die Zulagen.

Oder du bist nicht zulagenberechtigt.

Kommentar von Christine123,

Sorry wenn ich Dich damit belästige. Weiss werde was mittelbar noch was unmittelbar bedeutet. Habe mich zu wenig damit befasst. Bin Beurlaubt, sonst Beamtin. Lief alles über meinen Mann, der ist ohne Arbeit. Keine Ahnung ob ich zulagenberechtigt bin.

Kommentar von Rat2010,

Du bist ein so genannter Sonderfall ;)

Als beurlaubte Beamte bist du unmittelbar förderfähig. Also aus deiner Eigenschaft als Beamte, so wie andere aus ihrer Eigenschaft als rentenversicherungspflichtige Beschäftigte unmittelbar zulagenberechtigt sind. Obwohl du also keine Bezüge hast, kannst du die Zulage bekommen, wenn du 60 € im Jahr/5 € im Monat einzahlst/eingezahlt hast und auf dem Zulagenantrag "unmittelbar förderfähig" ankreuzt.

Ob du eventuell eine Ausnahme von dieser Regel bist, kann man dir unter der Telefonnummer 03381 21222324 (ist das Zulagenamt) genau erklären.

Dass das so ist, sollte auch aus dem Festsetzungsantrag hervorgehen, den du für vergangene Jahre stellst. Du bekommst dann (wahrscheinlich) die entsprechenden Zulagen.

Für die Vergangenheit Pech gehabt hast du nur, wenn du schon bei Abschluss einen Vertrag ohne Eigenbeitrag gemacht hast, weil du davon ausgegangen bist, du wärst mittelbar zulagenberechtigt. Dafür spricht, dass du schreibst "lief alles über meinen Mann". Dann kannst du erst ab 2011 selbst 60 €/Jahr einzahlen und bekommst dann die Zulagen.

Antwort von humoer,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Du bist mit Deinem Riestervertrag überfordert - das kann passieren. Wenn Du die Erklärungen am Telefon nicht nachvollziehen kannst, wird es hier im Forum kaum anders sein, oder? Warum suchst Du Dir nicht einen Berater, dem Du solche Fragen im persönlichen Gespräch stellen kannst? Oder - hilft Dir Folgendes:

...(3) Erkennt die zentrale Stelle nachträglich, dass der Zulageanspruch ganz oder teilweise nicht besteht oder weggefallen ist, so hat sie zu Unrecht gutgeschriebene oder ausgezahlte Zulagen zurückzufordern und dies dem Anbieter durch Datensatz mitzuteilen. Bei bestehendem Vertragsverhältnis hat der Anbieter das Konto zu belasten. Die ihm im Kalendervierteljahr mitgeteilten Rückforderungsbeträge hat er bis zum zehnten Tag des dem Kalendervierteljahr folgenden Monats in einem Betrag bei der zentralen Stelle anzumelden und an diese abzuführen. Die Anmeldung nach Satz 3 ist nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abzugeben. Sie gilt als Steueranmeldung im Sinne der Abgabenordnung.

(4) Eine Festsetzung der Zulage erfolgt nur auf besonderen Antrag des Zulageberechtigten. Der Antrag ist schriftlich innerhalb eines Jahres nach Erteilung der Bescheinigung nach § 92 durch den Anbieter vom Antragsteller an den Anbieter zu richten. Der Anbieter leitet den Antrag der zentralen Stelle zur Festsetzung zu. Er hat dem Antrag eine Stellungnahme und die zur Festsetzung erforderlichen Unterlagen beizufügen. Die zentrale Stelle teilt die Festsetzung auch dem Anbieter mit. Im Übrigen gilt Absatz 3 entsprechend....

http://www.juraforum.de/gesetze/estg/90-verfahren

Antwort von Niklaus,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ein guter Berater hilft dir bei allen Riesterproblemen. Hast du keinen Berater.

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