Frage von peggy1, 111

Anspruch auf Witwerrente?

Hat man auf jeden Fall Anspruch auf Witwerrrente, auch wenn man selbst vermögend ist und gut verdient? Die Frau eines Bekannten ist kürzlich mit 50 Jahren verstorben, sie war immer angestellt und hat in die ges. Rente eingezahlt. Die beiden sind seit 30 Jahren verheiratet. Der Witwer ist Unternehmer. Hat er Anspruch auf Witwerrente?

Antwort vom Anwalt erhalten
Anzeige

Schneller und günstiger Rat zum Erbrecht. Kompetent, von geprüften Rechtsanwälten.

Experten fragen

Antwort
von Primus, 107

Da die sogenannte Witwerrente nur bei Bedürftigkeit gezahlt wird, besteht für den Mann kein Anspruch.

Antwort
von Petriotic, 111

Im sogenannten Sterbevierteljahr (erste drei Monate nach dem Tod) wird die Hinterbliebenenrente voll ausgezahlt. Anschließend gilt: Wenn das monatliche Nettoeinkommen des Hinterbliebenen oberhalb eines Freibetrags von derzeit 755 Euro West bzw. 696 Euro Ost liegt, wird es auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. 40 Prozent des Betrages, der 755 Euro im Westen und 696 Euro im Osten übersteigt, wird von der Hinterbliebenenrente abgezogen. Bei hohem eigenen Einkommen besteht dann nach geltendem Recht kein Anspruch mehr auf Hinterbliebenenrente. Es kommt zum "vollständigen Ruhen". Bei der Einkommensanrechnung sind nahezu alle Einkommensarten relevant, auch Mieteinnahmen und Sparzinsen. Ausgenommen sind z.B. Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe und Riesterrente. Berufstätigen Hinterbliebenen, die selbst mehr als 450 Euro monatlich verdienen, werden pauschal 40 % vom Bruttoeinkommen abgezogen. Bezieht ein Hinterbliebener eigene Rente, werden von seinen Renten- und Krankenversicherungsbeiträgen 13 % errechnet, von der Rente abgezogen (= Nettoeinkommen).

Kommentar von Primus ,

Die Antwort ist hier nicht passend!

Damit eine Hinterbliebenenrente für das Sterbevierteljahr gezahlt werden kann, muss auch Anspruch auf eine Witwen-/Witwerrente bestehen und dass ist hier nicht der Fall!

Antwort
von Lissa, 90

Es besteht auf jeden Fall ein Witwerrentenanspruch.

Für die ersten drei Monate nach dem Tod wird die Rente in Höhe der vollen Versichertenrente gezahlt.

Danach schlägt die Einkommensanrechnung zu und wenn das eigene Einkommen des Witwers hoch ist, wird die Witwerrente gekürzt oder gar nicht mehr gezahlt.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_re...

Antwort
von Privatier59, 74

Anspruch besteht hier ohnehin nur auf die kleine Witwerrente (max. also für 24 Monate) und das eigene Einkommen wird angerechnet:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/2_Rente_Reha/01_re...

Kommentar von Lissa ,

Das stimmt nur, wenn der Witwer jünger als 45 Jahre (+ x Monate) ist, ansonsten gibt es die große Witwerrente.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten