Frage von abalzerBusiness Profil - Light,

Anspruch auf kostenfreie Papierrechnungen

Ich habe bei einem Telekommunikationsunternehmen 2,5 Jahre problemlos die Papierrechnungen kostenfrei erhalten. Ich habe während dieser Zeit immer überwiesen. Aufgrund der Zuverlässigkeit habe ich dann Einzugsvollmacht erteilt. Anschließend wurden keine Rechnungen mehr geschickt. Nach Rückfrage wies das Unternehmen darauf hin, dass ich mir die Rechnungen aus dem Portal herunterladen kann. Ich habe dem widersprochen und die Zusendung der Rechnungen gebeten, da ich die Vorsteuer ziehen kann. Die Zusendung der Papierrechnung könnte ich für 1,50 € beauftragen. Es gab nun viele Schrieben hin und her. Ich bin der Ansicht, dass ich die Papierrechnung weiterhin bekommen muss. Das sieht das Unternehmen anders. Darafhin habe ich der Abbuchung wiedersprochen und alle Abbuchungen storniert und nur die Beträge ohne Umsatzsteuer überwiesen. Das Unternehmen schickte mir dann Briefe und eine Mahnung zur Begleichung der zusätzlich entstandenen Gebühren und der fehlenden Umsatzsteuer. Nach meinem Kenntnisstand will das Finanzamt die Papierrechnungen bei einer Prüfung oder die Rechnungsablage in einem rechtskonformen Archivsystem. Welche Schritte wären aus Ihrer Sicht sinnvoll? Welche Rechtsgrundlagen existierten 2012 und welche 2013? Vielen Dank für eine Antwort.

Antwort
von SBerater,

das ist ein unnötiges, hartes Verhalten. Die Auflagen für das Format der Rechnungstellung bzw. deren Übermittlung hat sich deutlich erleichtert http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuera...

Die Telekommunikationsfirma hat Anspruch auf die korrekten Zahlungen. Inwiefern die Firma jedoch für die Papierform Gebühren verlangen kann, weiss ich leider nicht.

Kommentar von abalzer ,

Ich hatte kein harten Verhalten im Sinn. Nach vielen Versuchen der Klärung und einem doch sehr schlechten Verhalten des Lieferanten blieb mir keine andere Chance. Übrigens bucht der Lieferant trotz Widerspruch des Einzugs weiterhin ab. Der Anspruch auf korrekte Zahlungen ist da, jedoch ist der gegeben durch den Nettobetrag. Die Umsatzsteuer gehört dem Finanzamt und ich würde als Unternehmer sie wieder zurückbekommen.

Antwort
von Sobeyda,

Bisher hat das FA jede mir elektronisch zugegangene Rechnung, die ich anschließend ausgedruckt habe, akzeptiert.

Kommentar von abalzer ,

Die Finanzämter bzw. Prüfer verhalten sich unterschiedlich. Das Problem ist die Aufbewahrung des Originals, das ja eindeutig in elektronischer Form vom Lieferanten bereitgestellt wurde.

Aufbewahrung der elektronischen Rechnung Die elektronischen Rechnungen müssen für die Dauer der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist in dem Format gespeichert werden, in dem die Rechnung ausgestellt bzw. empfangen wurde. Eventuelle Konvertierungen sind zusätzlich aufzubewahren. Die Aufbewahrung muss dabei auf einem Datenträger erfolgen, der keine Änderungen mehr zulässt.

Hilfreich ist der Link auf das Bundesministerium von SBerater. Das Ministerium schreibt vor: Papier- und elektronische Rechnungen sind nach § 14b UStG zehn Jahre aufzubewahren. Während des gesamten Aufbewahrungszeitraums müssen die Echtheit der Herkunft, die Unversehrtheit des Inhalts und die Lesbarkeit der Rechnung gewährleistet werden (§ 14b Absatz 1 Satz 2 UStG n. F.). Die Vorschriften der Abgabenordnung (insbesondere §§ 146, 147, 200 AO), die „Grundsätze ordnungsmäßiger DV-gestützter Buchführungssysteme – GoBS –“ (Anlage zum BMF-Schreiben vom 7. November 1995, BStBl I Seite 738) sowie die „Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen“ (GDPdU) bleiben unberührt.

Ich denke, es wird deutlich, dass der Ausdruck auf Papier und die Ablage nicht ausreichen. Wird die Rechnung per Post zugesandt, ist es jedenfalls deutlich einfacher. So muss ich doch gleich ein zertifiziertes Archivsystem einsetzen, um den nötigen Nachweis zu erbringen. Gerade kleinere Unternehmen können sich das aber nicht leisten. Es kann aber zu einer Ordnungswidrigkeit führen. Es besteht ein Anspruch auf Papierrechnungen, sofern vertraglich nichts anderes vereinbart worden ist. Das lese ich aus dem Dokument des Ministeriums. (1) Rechnungen sind auf Papier oder vorbehaltlich der Zustimmung des Rechnungsempfängers elektronisch zu übermitteln (§ 14 Abs. 1 Satz 7 UStG). Vielen Dank an SBerater, denn der Link hat weitergeholfen.

Antwort
von HilfeHilfe,

Hallo

warum lädst du die Rechnungen nicht runter und druckst diese aus ??

Geht es dir nun ums Prinzip ?

Was ist den Rechtskonform ? Das Papierlose Büro ist überall allgegenwärtig. Zum Teil kriegst du schon die Steuerunterlagen der Bank nicht per Post zugesand

PS: Rat in eigener Sache. Die Teleffirmen sind sehr aggresiv wenn es um Rücklastschriften und die Schufa geht. Also aufpassen was man macht

Kommentar von SBerater ,

Wenn es um die Vorsteuer geht aus Sicht von Selbständigen/ Firmen, so ist mir das Problem verständlich. Bis 2011 war die Papierform gefordert.

Und von wegen papierloses Böro: es macht einen Unterschied, ob man digitale Information ausdruckt oder Information auf Papier mit einem Scanner digitalisiert. Nur wenn hier Auflagen eingehalten werden, kann die digitale Ablage der Papierform gleichgestellt werden.

Kommentar von HilfeHilfe ,

ja bis 2011........................................................................ Wir haben 2013

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