Frage von Trick21, 24

Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Staat? Z.B Wohngeld etc.?

Hallo liebe communiy!

Meine Situation: Ich (24) aus NRW habe eine abgeschlossene Berufsausbildun und befinde mich zur Zeit an einem Weiterbildungskolleg, das ich 2014. Juni mit dem Abitur verlassen werde. Okt 2014 werde ich mit meinem Studium beginnen. Da ich kein Anspruch auf elternunabhängiges Bafög habe und meine Eltern relativ viel verdienen, stellt sich die Frage nach einem Studentenkredit.

Habe ich in meiner Situation Anspruch auf Hilfe vom Staat, wenn ich eine Wohnung miete? Z.B Wohngeld oder sonstige Leistungen..

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Antwort
von imager761, 20

Mit abgeschlosener Berufsausbildung hast du keinen Unterhaltsanspruch mehr.

Elternunabhängiges Bafög bekommst du nur dann, wenn du 3 Jahre erwerbspflichtig in dem erlernten Beruf gearbeitet hast.

Auch beim Wohngeld und darlehensweisem BaföG sieht es nicht besser aus: http://www.wohngeld.org/studenten.html

G imager761

Antwort
von Rentenfrau, 14

Hallo Trick21, meines Wissens haben Schüler und auch Studenten keinen Wohngeld-Anspruch, sie sind per Gesetz davon ausgeschlossen, Studenten können auch kein Alg II beziehen, mit Ausnahme des besonderen Mietzuschusses nach § 27 Abs. 3 SGB II. Da Du schon eine abgeschlossene Berufsausbildung hast, hast Du gegenüber Deinen Eltern auch keinen Unterhaltsanspruch mehr. Während des Weiterbildungskollegs kannst Du Alg II beantragen, aber das Jobcenter wird Dich in Arbeit vermitteln, wenn Dein Weiterbildungskolleg abends wäre, dann müßte das gehen, doch sobald Du Student bist, bist Du per Gesetz vom Bezug von Alg II ausgeschlossen.

Antwort
von Steeler, 11

Nochmal zum BAföG:

Soweit die Eltern den lt. BAföG-Bescheid angerechneten Unterhaltsbetrag nicht zahlen, kann sich der Auszubildende grundsätzlich mit einem Vorausleistungsantrag nach § 36 BAföG behelfen und so zum fehlenden Unterhalt kommen. Unabhängig davon, wo er wohnt. Das Amt setzt sich dann mit den Eltern auseinander. Was Du vllt nicht willst. Aber einen Moment:

Besteht nämlich gar keine keine Unterhaltspflicht nach dem BGB (könnte ja durchaus sein), haben Sie außer vllt nervigem Schriftverkehr nichts zu befürchten. Das liefe folglich auf eine quasi elternunabhängige Förderung hinaus.

Mit dem Förderungs- und Vorausleistungsantrag solltest Du aber nicht zu lange warten, sonst geht evtl. was verloren. Rückwirkend wird oft nicht gezahlt.

Die Förderung wäre - wie bei Studierenden üblich - grundsätzlich Hälfte Staatsdarlehen, Hälfte Zuschuss.

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