Frage von charles100,

Anrechnung Minijob auf Witwenrente und Rente

Meine Lebensgefährtin bezieht vorzeitige gesetzlich Rente (61J) und Witwenrente. Sie übt nebenher noch einen Minijob aus. Wieviel darf sie dazu verdienen, um nicht eine Einbuße bei der Witwenrente/Rente zu haben. Wir haben gehört, dass es sowohl auf den Meldezeitpunkt des Einkommens beim Minijob ankommt und dass zunächst die Witwenrente reduziert wird. Aber wie genau und wann dies geschieht verstehen wir nicht. Bitte Hilfe. charles100

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Antwort
von Maraninho,

Auf die Witwenrente werden sowohl die Altersrente als auch ein Entgelt aus einer Beschäftigung (und somit auch aus einem Minijob) angerechnet. Auf die Altersrente wird das Entgelt aus dem Minijob zwar auch angerechnet. Wenn dies allerdings 450 Euro im Monat nicht überschreitet, führt dies zu keiner Rentenkürzung. Die Minijobs gehen seit Januar 2013 bis zu einem Entgelt von 450 Euro monatlich (vorher 400 Euro monatlich). S. auch hier: http://rentenberatung-aktuell.de/rentenversicherung/leistungsrecht/1264-hinzuver...

Sofern die Einkommensanrechnung den Freibetrag bei der Witwenrente von derzeit 741 Euro überschreitet, kommt es zu einer Rentenkürzung. Dies ist deshalb der Fall, weil die Witwenrente den Unterhalt, der durch den Tod des Ehepartners entfallen ist, ausgleichen soll. Ist dann ein ausreichendes Einkommen vorhanden, braucht das Ziel der Rente nicht mehr voll verfolgt werden.

Antwort
von Rentenfrau,

Deine Freundin bezieht zweierlei Renten und muß daher doppelt aufpassen: Bei der eigenen vorgezogenen Altersrente darf man ab 2013 max. 450 Euro verdienen, damit die Altersrente nicht gekürzt wird. Bei der Witwenrente liegt der Einkommensfreibetrag bei ca. 740 Euro, hier wird die Altersrente und der Nebenjob angerechnet. Wenn sie über den 740 Euro verdienst, wird das darüber mit 40 % angerechnet und führt zu einer Verminderung der Hinterbliebenenrente, daher sollte man, wenn man über der Grenze verdient, gut überlegen, ob man den Minijob noch ausüben will.

Antwort
von Lissa,

In ihrem Witwenrentenbescheid wurde deine Lebensgefährtin dazu verpflichtet, jede Einkommensänderung anzumelden. Deshalb kann es keine unterschiedlichen Meldezeitpunkte sondern höchstens größeren Ärger geben, wenn der Minijob oder die eigene Rente zu spät gemeldet werden.

Da es sich bei der eigenen Rente und dem Minijob um verschiedene Einkommensarten handelt, wird die Rente jeweils beim Hinzutritt neu berechnet.

Auf die Altersrente wirkt sich der Minijob nicht aus, muss aber auch dort gemeldet werden (s. Rentenbescheid)

Neben einer Witwenrente sind in Westdeutschland 741 Euro netto anrechnungsfrei.

Dazu zählt die Nettorente und das, was im Minijob verdient wird.

Von dem Betrag, der über den 741 Euro liegt, werden 40% berechnet und von der Witwenrente abgezogen.

Kommentar von Primus ,

D.H. Gut erklärt!

Antwort
von Schmitti,

Bei Erhalt einer Witwenrente können Sie bis zu 450 Euro im Monat hinzuverdienen. Es hat somit keine Auswirkung auf die Rente.

Kommentar von Lissa ,

Das stimmt so nicht, bei einer Witwenrente sind in Westdeutschland 741 Euro anrechnungsfrei. Die 450 Euro beziehen sich auf die eigene vorgezogene Altersrente.

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