Frage von Zufahrt,

Anmeldung Finanzamt Zinseingänge bei ehrenamtlicher Verwaltung Gemeinschaftsgrundstück Einfahrt?

Als ordnungsgemäß gewählter Federführer einer Eigentümergemeinschaft (Zufahrtsstraße für einige Einfamilienhäuser) habe ich Kontovollmacht für ein Gemeinschaftskonto über die Instandsetzungsrücklage. Auf diesem Konto gehen (geringfügige) Zinsen ein, für die richtigerweise bankseits die Zinsen pauschal einbehalten werden. Jetzt verlangt die Bank die Vorlage eines Verwaltervertrages, den ich als EHRENAMTLICHER Federführer natürlich nicht habe. Der einzig vorstellbare Grund ist die steuerliche Behandlung der (minimalen) Zinseinnahmen - geht wahrscheinlich nicht anonym.

Ich will kein Gewerbe und keine "Selbständigkeit als freiberufliche Tätigkeit", die ich beim Finanzamt anmelden müsste. Ich bin schließlich nur für eine Wahlperiode von einigen Jahren von der Gemeinschaft als Federführer gewählt.

Frage: Muss ich gegenüber dem Finanzamt tätig werden, und wenn ja welche Formalitäten sind erforderlich?

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Antwort
von frauweiss,

Wer ist denn der Kontoinhaber? Bei der Eröffnung eines Gemeinschaftskontos für eine WEG hat die Bank doch sicher auch einen Nachweis verlangt? Wie habt Ihr da denn agiert?

Kommentar von Zufahrt ,

Es gibt einen einstimmigen von allen 12 Eigentümern unterschriebenen Gemeinschaftsbeschluss. Der wurde der Bank bei Kontoeröffnung vorgelegt. Darin steht auch, wer Federführer und wer Kontoführer (ich) ist und wer als Zweitperson zu Abhebungen (gemeinsam mit dem Haupt-Kontoführer - also mit mir) ist. In diesem ersten Beschluss ist auch festgelegt, dass alle Verwaltungsdinge von mir als Federführer gemacht werden. Bei technischen Einzelfragen hole ich mir Hilfe von einzelnen Miteigentümern. Bisher hat die Abwicklung ganz gut geklappt.

Zusatzinfo: Ich ziehe jährlich von den Eigentümern Geld ein. Davon werden die laufenden Abbuchungen für Straßenbeleuchtung bezahlt. Der Rest geht in die Instandsetzungsrücklage (=Gemeinschaftskonto).

Kommentar von tjhooker ,

Hallo,

eine WEG kann auch in "Selbstverwaltung" stehen (WEG §21). Daran kann es nicht liegen, dass die Bank eine entsprechende Unterlage haben möchte.

Bzgl .der Zinsen: ein Gemeinschaftskonto wird, meines Wissens nach, immer einer "steuerlichen Behandlung", sprich: ZAS, etc unterzogen, die schlussendlich auf die Eigentümer nach entsprechendem Faktor verteilt werden. Lediglich die Haftungsfrage kann noch ein Grund sein, denn die sollte auch in einem Beschluss festgehalten werden. Ansonsten, sprich mit der Bank, und kläre vorab den Sachverhalt mit Hinweis auf einen vorliegenden Eigentümerbeschluss und der Unterzeichnung aller Eigentümer. Sofern zwischenzeitlich jedoch ein einziger Eigentümer einen externen Verwalter verlangt, sollte mal eine Eigentümerversammlung einberufen werden.

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