Frage von XYXYXYZ, 3

Anlageregion im Fonds

Bei meinem Anbieter ist der Fidelity Emerging Europe, Middle East und Afrika Fonds gerade zu 100& rabattiert. Prinzipiell gefällt mir das was ich so sehe ganz gut. Jetzt bin ich gerade direkt auf der Seite von Fidelity und habe eine PDF geöffnet. Da steht:

Der Fonds investiert gezielt in die aussichtsreichsten Unternehmen, die von nachhaltigen Entwicklungen und Trends in der EMEA-Region profitieren, mit Schwerpunkt auf Südafrika und Russland
  • Schwerpunkt Südafrika und Russland - Wie ist das gemeint? Meinen die dort momentan oder generell? Die "EMEA Region" ist recht groß - Warum sollte sich der Fonds dann generell schwerpunktmäßig auf Russland und Südafrika konzentrieren?!

Momentan machen die beiden Positionen wirklich einen hohen Anteil aus. Falls dies allerdings immer so gewünscht ist vom Managment finde ich den Fonds nicht mehr so toll. Es wird zwischenzeitlich sicherlich in dieser Region attraktivere Länder geben.

Ist meine Befürchtung, dass dies generell so gewünscht ist begründet oder habe ich da etwas in den falschen Hals bekommen?

Expertenantwort
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 3

Jetzt schaust Du mal, wo Nick Price herkommt :-)

Der Text heisst eigentlich

Der Fonds investiert mindestens 70% und normalerweise 75% seines Vermögens in Aktien von Unternehmen, die ihren Geschäftssitz in weniger entwickelten Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropas (einschließlich Russland), des Nahen Ostens und Afrikas haben, die gemäß dem MSCI EM Europe, Middle East and Africa Index als Schwellenländer gelten, oder ihre Geschäftstätigkeit überwiegend in diesen Ländern ausüben.

Ein Fonds hat ein Anlageuniversum und in diesem kann das Fondsmanagement die aussichtsreichsten Segmente, Regionen, Branchen und Unternehmen heraussuchen. Das soll der Fonds ja auch tun. Nun ist gerade Russland sehr unterbewertet und von Südafrika aus wird Sub-Sahara-Afrika erschlossen... teils sogar bis Nordafrika sind Firmen aus ZA unterwegs. Also passt die Strategie schon, wenn man an diese Entwicklungen glaubt.

Es sind auch andere Länder beigemischt, aber die sind eben vom Fondsmanagement nicht so hoch priorisiert. Suche einen anderen Fonds als Gegenpol, der z.B. in Middle East, Osteuropa ex Russland, der Türkei oder im restlichen Afrika investiert. Man muß ja nicht alles in einem Fonds finden.

Ich persönlich finde die Kombination des Fonds unglücklich, da die gewählten Schwerpunktländer eine ziemlich unterschiedliche Position und Entwicklung haben. Daher nehme ich lieber selbst regional orientierte Fonds und kombiniere diese je nach Marktlage mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Schlecht gelaufen ist der Fidelity EMEA dennoch nicht.

Antwort
von LittleArrow, 3

Ich habe den Text nicht verfasst und will daher keine Mutmaßungen anstellen. Es gibt dort sicherlich mehrere PDFs. Ich möchte auch nicht in allen herumsuchen, weil Du das Dokument nicht bezeichnest.

Warum fragst Du nicht den, den es betrifft?

Kommentar von LittleArrow ,

Danke für Deinen Link. Ich habe woanders nachgesehen: Im Verkaufspropekt steht viel allgemeiner:

Der Teilfonds strebt nach einem langfristigen Kapitalzuwachs durch vornehmliche Anlage in Wertpapieren von Unternehmen, die ihren Geschäftssitz in weniger entwickelten Ländern Mittel-,Ost- und Südeuropas (einschließlich Russland), des Nahen Ostens und Afrikas haben, einschließlich derer, die gemäß dem MSCI EM Europe, MiddleEast and Africa Index als Schwellenländer gelten, oder ihre Geschäftstätigkeit überwiegend in diesen Ländern ausüben.

Die Länderverteilung lt. Fidelity zeigt Ende Feb. 15 eine Länderkonzentration auf Südafrika 61 %, Russland 10 %, Türkei 9 % und je 5 % Kenia sowie Nigeria, insgesamt also 90 % plus ca. 7 % für UK, USA und NL. Dies ist die momentane Entscheidungslage, die für die ersten 80 % recht einseitig erscheint. Das Management sieht für den langfristigen Kapitalzuwachs in den anderen möglichen Staaten momentan offenbar weniger Perspektive.

Ich denke, dass man das nicht als Einfaltslosigkeit des Fondsmanagements, sondern eher als Mut bewerten müßte. 

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