Frage von Flo12345, 8

Angeblich gibt es eine Neuregelung im Autohandel zwecks Ust., wer kennt diese?

Angeblich gibt es eine neue Vorschrift UstAE § 19.3 Abs. 5, wonach nunmehr das vereinnahmte Entgelt maßgeblich ist, also die Gesamtsumme der verkauften Fahrzeuge und nicht mehr die Differenz zwischen den verkauften und den gekauften Kfz, so dass man nunmehr Ust. ausweisen und abführen muss. Di Grenze von € 17.500 ist somit schnell überschriftten. Der Finanzamtsachbearbeiter richtete sich in unserem Fall nach den vereinnahmten Entgelten für 2012 und bat ab 2013 Ust.voranmeldungen im Nachhinein zu erstellen und abzugeben. So kommt es, dass es keine Kleinunternehmer mehr gibt in der Autohandelbranche, so der Finanzamtssachbearbeiter. Wie kann das sein und wer hat auch Ähnliches gehabt? Brauche dringend HILFE.

Antwort
von blackleather, 8
Wie kann das sein und wer hat auch Ähnliches gehabt? Brauche dringend HILFE.

Was nützt es dir dann zu wissen, wie das sein kann und wer Ähnliches gehabt hat?

Damit ist dir doch nicht geholfen, selbst wenn es immer heißt, geteiltes Leid sei halbes Leid.

Antwort
von EnnoBecker, 6

Es gibt keinen Absatz 5 in UStAE 19.3.

Aber in Absatz 1 gibt es einen Satz 5, und der war schon immer so und nicht anders im UStAE.


Satz 4:
Für die Ermittlung des Gesamtumsatzes ist grundsätzlich die für die Besteuerung in Betracht kommende Bemessungsgrundlage (Abschnitte 10.1 bis 10.8) anzusetzen.

Satz 5:
In den Fällen der Margenbesteuerung nach § 25 UStG sowie der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG bestimmt sich der Gesamtumsatz abweichend von Satz 4 nach dem vereinnahmten Entgelt und nicht nach dem Differenzbetrag.


Sorry, aber das war noch nie anders.

wer hat auch Ähnliches gehabt?

Was willst du mit "Ähnlichem"? Mein Bruder ist mir ähnlich, aber er ist nicht ich.

Kommentar von blackleather ,
Mein Bruder ist mir ähnlich, aber er ist nicht ich.

Ich bin mir manchmal sogar selbst fremd; das sieht mir überhaupt nicht ähnlich.

Kommentar von EnnoBecker ,

Rechnen wir mal:

Nehmen wir an, der Vorjahresumsatz war 17.501 Euro und der diesjährige auch.

Dann stecken in diesen 17.501 Euro Umsatzsteuer in Höhe von 2.794 Euro drin. Da wegen § 25a (5) Satz 3 UStG ein Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist, bleibt es bei diesem Betrag.

Und das ist ein realer Verlust.

Einen Steuerberater zu finden, der für eine umfassende Beratung in dieser Angelegenheit genauso teuer gewesen wäre, ist sicherlich nicht so einfach.

Fazit:
Hier war kein Steuerberater teurer als ein Steuerberater.

Empfehlung:
Einen Berater aufsuchen, um Möglichkeiten zu finden, die Folgen abzumildern (Verzicht auf 25a, Stundung etc.).

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