Frage von megler, 38

Muss ich Angaben in falschen Feld UStVA melden bzw. korrigieren lassen?

Guten Tag,

seit 2015 gilt für digitale Dienstleistungen die Regel, dass die Steuer gemäß dem Land des Kunden berechnet werden muss. In meiner Umsatzsteuervoranmeldung habe ich nun im Feld "Nicht steuerbare sonstige Leistungen" (Zeile 41, Ziffer 21) versehentlich die Nettosumme eingetragen, die ich von Privatpersonen im EU-Ausland eingenommen habe. Eigentlich ist dieses Feld aber für die Einnahmen von Unternehmern gedacht, nicht für Privatpersonen. Wie ich unter https://www.finanzfrage.net/frage/angaben-in-umsatzsteuervoranmeldung?foundIn=no... gelernt habe, müssen die Einnahme von Privatpersonen in der UStVA gar nicht genannt werden. Die Steuern für Privatpersonen habe ich im Rahmen des Mini-One-Stop-Shop-Verfahrens immer richtig gemeldet und gezahlt!

Seht ihr hierbei ein Problem? Muss ich das melden bzw. korrigieren?

Danke und Gruß megler

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Antwort
von EnnoWarMal, 29

Keine Ahnung, was Zeile 41, Ziffer 2 ist, aber nichtsteuerbare sonstige Leistungen sind es doch trotzdem.

Ich würde hier gar nicht korrigieren, sondern das über die Umsatzsteuererklärung machen. Voraussetzung ist, dass du die richtige Konten bebuchst. Vernünftige Programme steuern das dann in das richtige Formularfeld ein.

Übrigens bereits bei der UStVA - was die Frage aufwirft, ob du denn überhaupt zutreffend gebucht hast. Die Prüfung geschieht anhand des Katalogs des § 3a UStG bzw, bei Eingangsumsätzen anhand § 13b UStG.

Kommentar von megler ,

Zeile 41, Ziffer 21 ist die Spalte für Einnahmen von Unternehmen, für die aber die Unternehmen gemäß der Reverse-Charge-Regelung die Umsatzsteuer in ihrem EU-Land abführen müssen. Ich habe versehentlich Einnahmen von Privatpersonen und Unternehmen zusammengeschmissen und als Gesamtsumme dort eingetragen. Von dir habe ich nun aber erfahren, dass ich die Summe der Privatpersonen gar nicht nennen muss, sodass ich dort eine Falschangabe gemacht habe. Gibt es dabei ein Problem oder muss ich es korrigieren? Alle Steuern habe ich ja immer korrekt gezahlt, es geht nur darum, ob diese Falschangabe Probleme machen kann.

Danke!

Kommentar von EnnoWarMal ,

" Von dir habe ich nun aber erfahren,"

Vielleicht solltest du nicht so viel interpretieren. Ich habe jetzt mal nachgeschaut. Keine Ahnung, warum das bei dir nicht ging.

In der Zeile 41 steht :"Nicht steuerbare sonstige Leistungen gem. § 18b Satz 1 Nr. 2 UStG"

Aha. Was liegt also näher als da mal nachzugucken?

"

Der Unternehmer .... hat ... die Bemessungsgrundlagen folgender Umsätze gesondert zu erklären:
1.
...
2.seiner im übrigen Gemeinschaftsgebiet ausgeführten steuerpflichtigen sonstigen Leistungen im Sinne des § 3a Absatz 2, für die der in einem anderen Mitgliedstaat ansässige Leistungsempfänger die Steuer dort schuldet"

Na bitte.

Privatpersonen können die Umsatzsteuer nicht schulden, also kann es sich nur um Umsätze an UNternehmer handeln. Für die Privatpersonen bleibt dann nur Zeile 42.

Fazit:

Falsch angegeben. Aber ob das jetzt in der UStVA korrigiert wird ode rin der UStE - das dürfte wohl kaum jemanden ernsthaft jucken.

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