Frage von MrInvest,

Altersvorsorge für Mitarbeiter bei Firmen ein Kriterium bei der Aktienauswahl?

Firmen haben teils hohe Rückstellungen für die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter. Diese schlummern in den Bilanzen.

Achtet ihr auf diese Rücklagen, wenn ihr Firmen auswählt für ein Invest über die Börse?

Antwort
von jsch1964,

Wofür soll das gut sein?

Ok, Du liest Dir also die Bilanzen der Unternehmen durch, in die Du investieren willst. Das kann man machen, aber sagt gar nichts darüber aus, wie sich das Unternehmen in Zukunft entwickeln kann oder wird. Was bringt es Dir, wenn Du weißt, welche Rücklagen für zukünftige Zahlungsverpflichtungen sich im Unternehmen angesammelt haben? Die Höhe des verfügbaren (Eigen-)Kapitals und der aktuellen Verbindlichkeiten + Abschreibungen fände ich wesentlich interessanter, weil das mehr über die momentane Handlungsfähigkeit aussagt.

Kommentar von MrInvest ,

wenn die Rückstellungen für die Altersvorsorge einer Firma horrend sind, dann könnte sich die Firma schlechter entwickeln, denn dann fallen ja hohe Zahlungen an die Ex-Mitarbeiter an in Zukunft. Und das schmälert den Gewinn. So meine Denke.

Kommentar von jsch1964 ,

Das ist ja der Sinn von Rückstellungen: Man legt jetzt schon etwas beiseite für Zahlungen, de später zu leisten sind. Dann bleibt einem immer noch genug für das laufende Geschäft, wenn es soweit ist.

Diese Rücklagen liegen normalerweise ja auch nicht einfach nur so herum, sondern sind irgendwo investiert und bringen im günstigsten Fall auch noch zusätzliche Gewinne.

Rücklagen/Rückstellungen werden nach meinem Wissenstand übrigens sofort vom Gewinn abgezogen, weil es ja kein Geld ist, was dem Unternehmen tatsächlich zur Verfügung steht. Insofern schmälert es den Gewinn, aber auch die Steuerzahlungen.

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