Frage von Grubenolm 07.01.2011

Altersvorsorge - Riester und Anderes

  • Antwort von Candlejack 08.01.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Viele Fragen zu beantorten und dann noch im Kontext Deiner Situation udn Deiner Vorstellungen ist Sache eines persönlichen Beratungsgesprächs mit einem Vermittler bzw. Makler.

    Verbraucherzentralen sind NICHT zu empfehlen. Diese sind weder ausgebildet, noch bei der IHK gemeldet, haben auch keine Beraterhaftung etc. Einen tatsächlich unabhängigen Berater findest Du nur bei Maklern, allerdings wird diese Unabhängigkeit in meinen Augen überschätzt. Habe genügend Makler erlebt, die trotz Objektivität den Kunden mies versorgt haben.

    Die Rückzahlung einer Rente bei Nichteintritt einer BU sind diese Prämienrückgewährtarife. Davon rate ich grundsätzlich ab. Risikovorsorge und Vermögensaufbau sind zu trennen !

  • Antwort von DerMakler 09.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Einiges wurde ja schon Beratungsart und deren gesetzlichen Legitimationen gesagt ..der Müsiggang über seriöse Beratung seitens eines Vermittlers zu sprechen ,bildet bei finanzfrage schon ganze Seiten und sind von Nikluas und candlejack ,denke ich ,ganz gut beantwortet worden ..

    Ich möchte mich mal dem Thema Verbraucherzentrale widmen : Der selbsterstellte "Kleinkrieg" der Verbraucherzentrale Baden Württemberg durch das "Finanzhai" Video verschaffte letztes Jahr der VZ allgemein Popularität..die diese gleich in "kommen sie zu uns ,dort gibt es noch neutrale Beratung" umgemünzt wurde...

    • Gut über ein Jahr später und mehrmaligen Überprüfungen durch verschiedene Berufsverbände und sogar des neu geschaffenen Verbraucherministeriums stellten sich folgende Punkte heraus :

    • keiner der "Finanzberater" der jeweiligen VZ Stellen im Land hat ein fachfundierte Ausbildung oder eine Vermögensschadenshaftpflicht

    • jede "Tipp" Beratung oder jede Bröschüre hierzu MUSS bezahlt werden und zwar im voraus..
    • in 77 % der Beratungen wurde genau die risikoreichen Produkte angeboten ,von denen die VZ in Kampagnen gewarnt hatten..die Beratungsprotokolle sind standatisiert und meinstens auf kopierten Papier erstellt worden, Bedingungswerke & Produktbeschreibungen sollte der Interessent selber sich besorgen oder aus dem Internet downloaden..

    Frau Eigner hat daraufhin der VZ die Auflagen mitgegeben, das nur noch Berater mit Sachkundenach weis und Vermögensschadenshaftplficht die Menschen beraten dürfen..

    ..demnächst werden die Banken durchleutet auf Ihre Beratungsqualität...Endlich kommt genau das auf, was man mit unserem Berufsstand schon Jahren vornimmt : Überprüfung der Seriösität & Fachkenntnis.. Bravo ! HG DerMakler

  • Antwort von detlef32 08.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Beratung:

    Eine Beratung sollte objektiv und gut sein. Und beides hat es in sich.

    Objektivität setzt als erstes die Kenntnis möglichst vieler Alternativen voraus. Also fallen schon alle an eine Bank oder an Vertriebe gebundenen Vermittler raus weil diese meist nur eine überschaubare Produktpalette kennen. Je nach Bank oder Vertrieb zwischen 1 bis 3 Versicherungsgesellschaften und vielleicht 2 bis 3 andere Riester- und Versichereungsalternativen.

    Gute Beratung setzt Kenntnisse, Erfahrungen und die Bereitschaft voraus sich intensiv mit den Erfordernissen dieses speziellen Kunden zu befassen.

    Und jetzt wird es knifflig. Ein Makler ist per Definition objektiv hat aber meist einen Versicherungshintergrund und damit meist wenig Erfahrung/Kenntnisse im Bereich Zertifikate, Fonds, ETFs, Bausparen, geschlossene Beteiligungen und handelt und argumentiert bei diesen Produkten auf der Basis eines Halbwissens. Da ändert auch der Status des Honorarberaters nichts. Auch der muss sich auskennen um "richtig" beraten zu können. siehe auch http://www.finanzfrage.net/frage/wie-schuetze-ich-mich-vor-den-eigenen-interesse...

    Jetzt zu den konkreten Fragen: Riester eignet sich : Ja - aber bitte das richtige Produkt, und das ist nicht das Produkt xxxx sondern hängt von Deinen Planung (Eigenheim ja/nein, Ausland in Zukunft ja/nein, Risikobereitschaft usw.) ab.

    Geld sichern durch Riester: Nicht möglich, aber durch Rüropverträge. Allerdings ist dann das Geld wirklich für die Altersvorsorge weg, kann also nicht "zurückgeholt" werden

    Verbraucherzentralen: Finger weg, kein Interesse an langfristiger Kundenbeziehung, keine Haftung, wenig konkrete Markterfahrung, keine wirklich individuelle Beratung.

    BU ist wichtig, je nach Steuer kann eine Rüropvariante interessant werden.

  • Antwort von detlef32 08.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Beratung:

    Eine Beratung sollte objektiv und gut sein. Und beides hat es in sich.

    Objektivität setzt als erstes die Kenntnis möglichst vieler Alternativen voraus. Also fallen schon alle an eine Bank oder an Vertriebe gebundenen Vermittler raus weil diese meist nur eine überschaubare Produktpalette kennen. Je nach Bank oder Vertrieb zwischen 1 bis 3 Versicherungsgesellschaften und vielleicht 2 bis 3 andere Riester- und Versichereungsalternativen.

    Gute Beratung setzt Kenntnisse, Erfahrungen und die Bereitschaft voraus sich intensiv mit den Erfordernissen dieses speziellen Kunden zu befassen.

    Und jetzt wird es knifflig. Ein Makler ist per Definition objektiv hat aber meist einen Versicherungshintergrund und damit meist wenig Erfahrung/Kenntnisse im Bereich Zertifikate, Fonds, ETFs, Bausparen, geschlossene Beteiligungen und handelt und argumentiert bei diesen Produkten auf der Basis eines Halbwissens. Da ändert auch der Status des Honorarberaters nichts. Auch der muss sich auskennen um "richtig" beraten zu können. siehe auch http://www.finanzfrage.net/frage/wie-schuetze-ich-mich-vor-den-eigenen-interesse...

    Jetzt zu den konkreten Fragen: Riester eignet sich : Ja - aber bitte das richtige Produkt, und das ist nicht das Produkt xxxx sondern hängt von Deinen Planung (Eigenheim ja/nein, Ausland in Zukunft ja/nein, Risikobereitschaft usw.) ab.

    Geld sichern durch Riester: Nicht möglich, aber durch Rüropverträge. Allerdings ist dann das Geld wirklich für die Altersvorsorge weg, kann also nicht "zurückgeholt" werden

    Verbraucherzentralen: Finger weg, kein Interesse an langfristiger Kundenbeziehung, keine Haftung, wenig konkrete Markterfahrung, keine wirklich individuelle Beratung.

    BU ist wichtig, je nach Steuer kann eine Rüropvariante interessant werden.

  • Antwort von planer 08.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nur zwei Sachen nach der Vorarbeit von Niklaus:
    Eine BU, die eine Rente zahlt, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen wurde - das sind meist gekoppelte Produkte, bei denen dann nebem dem Risikobeitrag auch ein Sparbeitrag eingezogen wird. Lohnt sich meist nicht, ich tendiere bei meinen Mandanten zu einer reinen Risikoabsicherung, alle Sparraten laufen extra.
    Die Altersvorsorge über einen 34e-Berater laufen zu lassen ist nur suboptimal, wenn dieser wirklich nur Versicherungen berät. Du scheinst Dich mit der Materie auseinander setzen zu wollen, warum dann Versicherungen über Deine Geldanlagen entscheiden lassen? Damit bleibt Dir der ganze Rest der Möglichkeiten verschlossen. Daher mein Tipp: Such Dir einen unabhängigen Berater, egal, ob der mit Provision arbeitet oder nicht. Lass Dir schriftlich bestätigen, dass er Dir zeigt, was er an Dir verdient, wenn Du das willst.
    Lass Dir die LV durchrechnen, ob das nicht ein faules Ei ist.
    Ganz wichtig, auch wenn einige Versicherungsmakler jetzt auf mich einschlagen werden: Altersvorsorge heisst nicht nur LV, RV, bAV, Riester oder Rürup - da gehört ein ordentliches Konzept dazu, das auf Deinen Zielen und Wünschen basiert und regelmässig kontrolliert und angepasst wird (=Finanzplanung)!

  • Antwort von Larkolas 07.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wozu Verbraucherzentrale, wenn du dir eh einen "richtigen" Berater suchst? Die Idee eines Honorarberaters ist nicht verkehrt, auch wenn die Mehrzahl der Makler auch seriös beraten.

    Riester hat eine Maximaleinzahlung von 2100€ pa, also da ist nix mit alles Geld auf einen Schlag einzahlen.

    Alles andere kann dir dein zukünftiger Berater ja dann eigentlich erklären, das ist nicht mal eben mit wenigen Sätzen gesagt.

  • Antwort von Niklaus 07.01.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Du stellst mehr Behauptungen als Fragen in den Raum. Wieso sollte ein Versicherungsmakler nicht unabhängig sein. Sorry aber dies ist absolut falsch. Provisionen schließen Unabhängigkeit nicht aus.

    Ein Versicherungsmakler ist ein Erfüllungsgehilfe bzw. Sachverwalter des Kunden. (siehe hierzu § 93 HGB; Handelsmakler). Er ist unabhängig von allen Versicherungen. Hat gegenüber dem Kunden eine höhere Haftung als ein Versicherungsvertreter. Versicherungsmakler sind nur dem Kunden gegenüber verpflichtet und keiner Versicherungsgesellschaft. Sie arbeiten mit professionellen Vergleichsprogrammen und habe meist das komplette Produktuniversum zur Verfügung.

    Deine Aussagen über Verbraucherberatung sind genauso falsch. Die dürfen beraten ohne Ausbildungsnachweis, ohne gesetzliche Genehmigung § 34 c+d sowie Vermittlerregister und ohne Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung.

  • Antwort von gandalf94305 10.01.2011

    Eine Altersvorsorge spielt mit verschiedenen Risiken u.a.. der persönlichen Zukunft (beruflich, privat, gesundheitlich), der steuergesetzlichen Entwicklung (was wird wie viel besteuert) und der Marktentwicklung (wo werden welche Renditen zu erwirtschaften sein). Verschiedene Bausteine haben verschiedene Risikoprofile und Eigenschaften in Bezug auf steuerliche Vorteile, Sicherheit, Flexibilität und Chancen.

    Du solltest Dir also zunächst mal einen Portfolio von möglichen Bausteinen zusammenstellen und überlegen, was eigentlich Deine Ziele sind. Grobe Übersichten gibt es z.B. unter finanzversteher.de.

    Die Renditen von Lebensversichungen sinken gerade, d.h. gewähren oft abzüglich Steuern und Inflation am Ende nur einen Kapitalerhalt plus Risikoschutz. Es kann also sinnvoller sein, hier beispielsweise nur eine Risikolebensversicherung in Betracht zu ziehen und dafür andere Anlageinstrumente zu nutzen.

    Wenn Du nun 29 bist und grob 35 Jahre bis zur Rente vor Dir liegen, sind nach allen Statistiken über Aktienmärkte eigentlich marktbreite Aktieninvestments mit ca. 6-8% Rendite pro Jahr (über diesen Zeitraum gemittelt) ein sinnvoller Ansatz. Das kann per Fondssparplan erfolgen oder über eine fondsgebundene Riesterrente oder eine Kombination davon.

    Diversifiziere ausreichend, d.h. nutze auch betriebliche Altersvorsorgen, wenn das angeboten wird. Direktversicherung, Pensionskassen, etc. haben wesentliche steuerliche Vorteile.

    Bedenke, daß ein gewisser Rücklagenteil für unvorhergesehene Zwischenfälle kurzfristig verfügbar sein sollte, während ein verzichtbarer Teil für Riester, Direktversicherungen, langfristige Fondssparpläne etc. investiert werden kann. Zur ergänzenden Absicherung gibt es dann verschiedene Risikovorsorgeprodukte (Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, ...). 10-15 Jahre vor Rentenalter sollte man dann von Aktien mehr in Anleihen und sichere Instrumente umschichten. Es gibt auch Produkte von Fondsgesellschaften, die das tun, jedoch haben sie ihre Managementkosten, die oft das Geld nicht wert sind.

    Die genaue Planung der Optionen bieten idealerweise unabhängige Finanzberater an, die auch einen Überblick über verschiedene Gesellschaften mit deren Angeboten haben.

    Wichtig dabei aus meiner Sicht: nimm nur, was Du selbst verstehst und nachvollziehen kannst. Laß Dich auf keine komplexen und undurchsichtigen Konstrukte ein, die eine wundervolle Rendite oder Absicherung versprechen, jedoch heftig nach verborgenen Risiken riechen. Alles mit mehr als 6-8% Rendite pro Jahr ist IMHO suspekt :-)

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