Altersvorsorge - Riester und Anderes
Hallo, ich habe mal ein paar grundlegende Fragen bezüglich privater Altersvorsorge. - eignet sich Riester prinzipiell als Alternative zur rein privaten Altersvorsorge? (bin 29) - zusätzlich eine Lebensversicherung und/oder Investmentfondssparen? - Riester ist bei Arbeitslosigkeit sicher, zählt das auch für evtl. Unterhaltsansprüche mir gegenüber (z. Bsp. durch verarmten Erzeuger für den ich aufkommen müsste -> bitte keine Moralpredigten)? - könnte man, um sein angespartes Kapital auf dem Tagesgeldkonto zu sichern,in die Riester als einmalige Sonderzahlung einen hohen Betrag einzahlen und ihn so „sichern“? Darüber hinaus werde ich mich persönlich beraten lassen. Dies aber nicht durch einen Vermögensberater oder Makler, der Provisions-abhängig ist. Ich werde mir einen unabhängigen suchen, der ein Honorar verlangt, das ich gerne bereit bin zu zahlen. Die Beratung soll schließlich objektiv sein.
Darüber hinaus: sind die Beratungen der Verbraucherzentralen zu empfehlen? Wie kann ich sicher gehen, dass mein Berater wirklich unabhängig ist? Und wie sollte ich meine Altersvorsorge ausrichten, wenn ich in naher Zukunft eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, mit der Option bei nicht-eintritt eintritt in die BU daraus eine Rente zu erzielen? Die BU sollte auch die Möglichkeiten besitzen, Beiträge auszusetzen (Arbeitslosigkeit).
Danke. Grüße,Grubenolm
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Viele Fragen zu beantorten und dann noch im Kontext Deiner Situation udn Deiner Vorstellungen ist Sache eines persönlichen Beratungsgesprächs mit einem Vermittler bzw. Makler.
Verbraucherzentralen sind NICHT zu empfehlen. Diese sind weder ausgebildet, noch bei der IHK gemeldet, haben auch keine Beraterhaftung etc. Einen tatsächlich unabhängigen Berater findest Du nur bei Maklern, allerdings wird diese Unabhängigkeit in meinen Augen überschätzt. Habe genügend Makler erlebt, die trotz Objektivität den Kunden mies versorgt haben.
Die Rückzahlung einer Rente bei Nichteintritt einer BU sind diese Prämienrückgewährtarife. Davon rate ich grundsätzlich ab. Risikovorsorge und Vermögensaufbau sind zu trennen !
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Einiges wurde ja schon Beratungsart und deren gesetzlichen Legitimationen gesagt ..der Müsiggang über seriöse Beratung seitens eines Vermittlers zu sprechen ,bildet bei finanzfrage schon ganze Seiten und sind von Nikluas und candlejack ,denke ich ,ganz gut beantwortet worden ..
Ich möchte mich mal dem Thema Verbraucherzentrale widmen : Der selbsterstellte "Kleinkrieg" der Verbraucherzentrale Baden Württemberg durch das "Finanzhai" Video verschaffte letztes Jahr der VZ allgemein Popularität..die diese gleich in "kommen sie zu uns ,dort gibt es noch neutrale Beratung" umgemünzt wurde...
Gut über ein Jahr später und mehrmaligen Überprüfungen durch verschiedene Berufsverbände und sogar des neu geschaffenen Verbraucherministeriums stellten sich folgende Punkte heraus :
keiner der "Finanzberater" der jeweiligen VZ Stellen im Land hat ein fachfundierte Ausbildung oder eine Vermögensschadenshaftpflicht
- jede "Tipp" Beratung oder jede Bröschüre hierzu MUSS bezahlt werden und zwar im voraus..
- in 77 % der Beratungen wurde genau die risikoreichen Produkte angeboten ,von denen die VZ in Kampagnen gewarnt hatten..die Beratungsprotokolle sind standatisiert und meinstens auf kopierten Papier erstellt worden, Bedingungswerke & Produktbeschreibungen sollte der Interessent selber sich besorgen oder aus dem Internet downloaden..
Frau Eigner hat daraufhin der VZ die Auflagen mitgegeben, das nur noch Berater mit Sachkundenach weis und Vermögensschadenshaftplficht die Menschen beraten dürfen..
..demnächst werden die Banken durchleutet auf Ihre Beratungsqualität...Endlich kommt genau das auf, was man mit unserem Berufsstand schon Jahren vornimmt : Überprüfung der Seriösität & Fachkenntnis.. Bravo ! HG DerMakler
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Beratung:
Eine Beratung sollte objektiv und gut sein. Und beides hat es in sich.
Objektivität setzt als erstes die Kenntnis möglichst vieler Alternativen voraus. Also fallen schon alle an eine Bank oder an Vertriebe gebundenen Vermittler raus weil diese meist nur eine überschaubare Produktpalette kennen. Je nach Bank oder Vertrieb zwischen 1 bis 3 Versicherungsgesellschaften und vielleicht 2 bis 3 andere Riester- und Versichereungsalternativen.
Gute Beratung setzt Kenntnisse, Erfahrungen und die Bereitschaft voraus sich intensiv mit den Erfordernissen dieses speziellen Kunden zu befassen.
Und jetzt wird es knifflig. Ein Makler ist per Definition objektiv hat aber meist einen Versicherungshintergrund und damit meist wenig Erfahrung/Kenntnisse im Bereich Zertifikate, Fonds, ETFs, Bausparen, geschlossene Beteiligungen und handelt und argumentiert bei diesen Produkten auf der Basis eines Halbwissens. Da ändert auch der Status des Honorarberaters nichts. Auch der muss sich auskennen um "richtig" beraten zu können. siehe auch http://www.finanzfrage.net/frage/wie-schuetze-ich-mich-vor-den-eigenen-interesse...
Jetzt zu den konkreten Fragen: Riester eignet sich : Ja - aber bitte das richtige Produkt, und das ist nicht das Produkt xxxx sondern hängt von Deinen Planung (Eigenheim ja/nein, Ausland in Zukunft ja/nein, Risikobereitschaft usw.) ab.
Geld sichern durch Riester: Nicht möglich, aber durch Rüropverträge. Allerdings ist dann das Geld wirklich für die Altersvorsorge weg, kann also nicht "zurückgeholt" werden
Verbraucherzentralen: Finger weg, kein Interesse an langfristiger Kundenbeziehung, keine Haftung, wenig konkrete Markterfahrung, keine wirklich individuelle Beratung.
BU ist wichtig, je nach Steuer kann eine Rüropvariante interessant werden.
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Beratung:
Eine Beratung sollte objektiv und gut sein. Und beides hat es in sich.
Objektivität setzt als erstes die Kenntnis möglichst vieler Alternativen voraus. Also fallen schon alle an eine Bank oder an Vertriebe gebundenen Vermittler raus weil diese meist nur eine überschaubare Produktpalette kennen. Je nach Bank oder Vertrieb zwischen 1 bis 3 Versicherungsgesellschaften und vielleicht 2 bis 3 andere Riester- und Versichereungsalternativen.
Gute Beratung setzt Kenntnisse, Erfahrungen und die Bereitschaft voraus sich intensiv mit den Erfordernissen dieses speziellen Kunden zu befassen.
Und jetzt wird es knifflig. Ein Makler ist per Definition objektiv hat aber meist einen Versicherungshintergrund und damit meist wenig Erfahrung/Kenntnisse im Bereich Zertifikate, Fonds, ETFs, Bausparen, geschlossene Beteiligungen und handelt und argumentiert bei diesen Produkten auf der Basis eines Halbwissens. Da ändert auch der Status des Honorarberaters nichts. Auch der muss sich auskennen um "richtig" beraten zu können. siehe auch http://www.finanzfrage.net/frage/wie-schuetze-ich-mich-vor-den-eigenen-interesse...
Jetzt zu den konkreten Fragen: Riester eignet sich : Ja - aber bitte das richtige Produkt, und das ist nicht das Produkt xxxx sondern hängt von Deinen Planung (Eigenheim ja/nein, Ausland in Zukunft ja/nein, Risikobereitschaft usw.) ab.
Geld sichern durch Riester: Nicht möglich, aber durch Rüropverträge. Allerdings ist dann das Geld wirklich für die Altersvorsorge weg, kann also nicht "zurückgeholt" werden
Verbraucherzentralen: Finger weg, kein Interesse an langfristiger Kundenbeziehung, keine Haftung, wenig konkrete Markterfahrung, keine wirklich individuelle Beratung.
BU ist wichtig, je nach Steuer kann eine Rüropvariante interessant werden.
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Nur zwei Sachen nach der Vorarbeit von Niklaus:
Eine BU, die eine Rente zahlt, auch wenn sie nicht in Anspruch genommen wurde - das sind meist gekoppelte Produkte, bei denen dann nebem dem Risikobeitrag auch ein Sparbeitrag eingezogen wird. Lohnt sich meist nicht, ich tendiere bei meinen Mandanten zu einer reinen Risikoabsicherung, alle Sparraten laufen extra.
Die Altersvorsorge über einen 34e-Berater laufen zu lassen ist nur suboptimal, wenn dieser wirklich nur Versicherungen berät. Du scheinst Dich mit der Materie auseinander setzen zu wollen, warum dann Versicherungen über Deine Geldanlagen entscheiden lassen? Damit bleibt Dir der ganze Rest der Möglichkeiten verschlossen. Daher mein Tipp: Such Dir einen unabhängigen Berater, egal, ob der mit Provision arbeitet oder nicht. Lass Dir schriftlich bestätigen, dass er Dir zeigt, was er an Dir verdient, wenn Du das willst.
Lass Dir die LV durchrechnen, ob das nicht ein faules Ei ist.
Ganz wichtig, auch wenn einige Versicherungsmakler jetzt auf mich einschlagen werden: Altersvorsorge heisst nicht nur LV, RV, bAV, Riester oder Rürup - da gehört ein ordentliches Konzept dazu, das auf Deinen Zielen und Wünschen basiert und regelmässig kontrolliert und angepasst wird (=Finanzplanung)!Kommentar von NiklausNiklaus 08.01.2011Da stimme ich dir voll zu. viele Versicherungsmakler sind auch Finanzmakler und bieten eine komplette Analyse der Situation sowie einen ganzheitlichen Beratungsansatz.
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Wozu Verbraucherzentrale, wenn du dir eh einen "richtigen" Berater suchst? Die Idee eines Honorarberaters ist nicht verkehrt, auch wenn die Mehrzahl der Makler auch seriös beraten.
Riester hat eine Maximaleinzahlung von 2100€ pa, also da ist nix mit alles Geld auf einen Schlag einzahlen.
Alles andere kann dir dein zukünftiger Berater ja dann eigentlich erklären, das ist nicht mal eben mit wenigen Sätzen gesagt.
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Du stellst mehr Behauptungen als Fragen in den Raum. Wieso sollte ein Versicherungsmakler nicht unabhängig sein. Sorry aber dies ist absolut falsch. Provisionen schließen Unabhängigkeit nicht aus.
Ein Versicherungsmakler ist ein Erfüllungsgehilfe bzw. Sachverwalter des Kunden. (siehe hierzu § 93 HGB; Handelsmakler). Er ist unabhängig von allen Versicherungen. Hat gegenüber dem Kunden eine höhere Haftung als ein Versicherungsvertreter. Versicherungsmakler sind nur dem Kunden gegenüber verpflichtet und keiner Versicherungsgesellschaft. Sie arbeiten mit professionellen Vergleichsprogrammen und habe meist das komplette Produktuniversum zur Verfügung.
Deine Aussagen über Verbraucherberatung sind genauso falsch. Die dürfen beraten ohne Ausbildungsnachweis, ohne gesetzliche Genehmigung § 34 c+d sowie Vermittlerregister und ohne Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung.
Kommentar von Grubenolm 07.01.2011Erstmal Entschuldigung für das Format meines Textes. Das war so nicht vorgesehen (ohne Absätze). Und dann wollte ich niemanden zu nahe treten. Aber in meinen Augen kann kein Makler wirklich unabhängig und objektiv sein, der auf Porvisionsbasis arbeitet. Die eine Versicherung zahlt mehr Provision, also ist diese plötzlich vorteilhafter... Natürlich mag es Ausnahmen geben, aber die muss man erstmal finden. Ist leider wie überall: ein schwarzes Schaf versaut das Ansehen der ganzen Branche.
Und wenn wir schon beim zitieren sind ;) "Das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen hat dazu festgestellt: <<Eine objektive und unabhängige Beratung in Versicherungsangelegenheiten ist nicht gewährleistet, wenn der Berater zugleich Versicherungsverträge vermittelt und für diese Vermittlung vom Versicherer eine erfolgsabhängige Vergütung erhält.>>"
Ein für mich in Frage kommender Berater sollte schon eine Erlaubnis nach § 34e Abs. 1 der Gewerbeordnung besitzen. Die Frage ist nur, ob das wirklich eine Garantie für totale Unabhängigkeit ist?
Kommentar von NiklausNiklaus 07.01.2011Es gibt kein Bundesaufgsichtsamt für das Versicherungswesen. Die Aufgaben wurden auf das BaFin übertragen.
Die Provisionen sind bei den Versicherungen so annähernd gleich, dass keine vernünftig denkender Mensch wegen eine paar EURO eine langfristige Kundenbeziehung aufs Spiel setzen würde. Dieser Unsinn mit der Provisionsabhängigkeit wird von den Verbraucherschützern geschürt. Welche hier natürlich ganz klar einen Zweck verfolgen. Der Kunde bekommt von einem Makler meistens mehrere Versicherungen angeboten. Die Kosten können im Produktinformationsblatt verglichen werden.
Ein Versicherungsberater, so heißt der Honorarberater in Sachen Versicherungen, andere Honorarberater dürfen diesen § 34 e nicht nutzen, betreibt Rechtsberatung. Es ginbt derzeit vieleicht 180 solcher Berater in Deutschland.
Von wem sie sich beraten lassen ist mir eigentlich egal. Ich habe nur etwas gegen diese pauschalen Voruteile.
Kommentar von Grubenolm 07.01.2011zu Deinem 3. Punkt: also ist er auch tatsächlich fähig und in der Lage, zu beraten? Ob jetzt mehr oder minder unabhängig als ein "Provisonsberater" sei mal dahingestelt. Das soll nicht die Absicht dieses Beitrages sein. Pauschale Vorurteile wollte ich nicht hervorbringen, jedenfalls nicht bewusst. Sorry!
Kommentar von LarkolasLarkolas 07.01.2011Es gibt immer gute und schlechte Berater, egal wie sie nun ihr Geld verdienen.
Aber mit einem Versicherungsmakler (Niklaus) darüber zu streiten, ob sein gesamter Berufsstand gut ist oder nicht, wird jedenfalls nichts bringen! ;-)
Kommentar von NiklausNiklaus 07.01.2011Es gibt auch schlechte Ärzte, schlechte Apotheker, schlechte Handwerker u.s.w. Was soll diese Aussage?
Kommentar von LarkolasLarkolas 07.01.2011Mit meiner Aussage war ich auf DEINER Seite, also bitte nicht aufregen! :-)
Der Fragesteller stellt ja die provisionsabhängige Beratung in Frage, und ich habe lediglich ausgesagt, dass es durchaus auch dort gute Berater gibt.
Kommentar von CandlejackCandlejack 08.01.2011Irgendwie muss ein Berater ja bezahlt werden, so wie ein Bäcker, ein Fleischer etc. Entweder mit Abschluß eines Vertrages oder eben mit reiner Beratung. Dazu sind allerdings die Leute derzeit nicht willig, denn was, wenn schon die Beratung schlecht und damit ihr Geld nicht wert ist ?
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Eine Altersvorsorge spielt mit verschiedenen Risiken u.a.. der persönlichen Zukunft (beruflich, privat, gesundheitlich), der steuergesetzlichen Entwicklung (was wird wie viel besteuert) und der Marktentwicklung (wo werden welche Renditen zu erwirtschaften sein). Verschiedene Bausteine haben verschiedene Risikoprofile und Eigenschaften in Bezug auf steuerliche Vorteile, Sicherheit, Flexibilität und Chancen.
Du solltest Dir also zunächst mal einen Portfolio von möglichen Bausteinen zusammenstellen und überlegen, was eigentlich Deine Ziele sind. Grobe Übersichten gibt es z.B. unter finanzversteher.de.
Die Renditen von Lebensversichungen sinken gerade, d.h. gewähren oft abzüglich Steuern und Inflation am Ende nur einen Kapitalerhalt plus Risikoschutz. Es kann also sinnvoller sein, hier beispielsweise nur eine Risikolebensversicherung in Betracht zu ziehen und dafür andere Anlageinstrumente zu nutzen.
Wenn Du nun 29 bist und grob 35 Jahre bis zur Rente vor Dir liegen, sind nach allen Statistiken über Aktienmärkte eigentlich marktbreite Aktieninvestments mit ca. 6-8% Rendite pro Jahr (über diesen Zeitraum gemittelt) ein sinnvoller Ansatz. Das kann per Fondssparplan erfolgen oder über eine fondsgebundene Riesterrente oder eine Kombination davon.
Diversifiziere ausreichend, d.h. nutze auch betriebliche Altersvorsorgen, wenn das angeboten wird. Direktversicherung, Pensionskassen, etc. haben wesentliche steuerliche Vorteile.
Bedenke, daß ein gewisser Rücklagenteil für unvorhergesehene Zwischenfälle kurzfristig verfügbar sein sollte, während ein verzichtbarer Teil für Riester, Direktversicherungen, langfristige Fondssparpläne etc. investiert werden kann. Zur ergänzenden Absicherung gibt es dann verschiedene Risikovorsorgeprodukte (Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung, ...). 10-15 Jahre vor Rentenalter sollte man dann von Aktien mehr in Anleihen und sichere Instrumente umschichten. Es gibt auch Produkte von Fondsgesellschaften, die das tun, jedoch haben sie ihre Managementkosten, die oft das Geld nicht wert sind.
Die genaue Planung der Optionen bieten idealerweise unabhängige Finanzberater an, die auch einen Überblick über verschiedene Gesellschaften mit deren Angeboten haben.
Wichtig dabei aus meiner Sicht: nimm nur, was Du selbst verstehst und nachvollziehen kannst. Laß Dich auf keine komplexen und undurchsichtigen Konstrukte ein, die eine wundervolle Rendite oder Absicherung versprechen, jedoch heftig nach verborgenen Risiken riechen. Alles mit mehr als 6-8% Rendite pro Jahr ist IMHO suspekt :-)
"Risikovorsorge und Vermögensaufbau sind zu trennen." so ist es. Die Einen benötigen eine priv. Rentenversicherung - die Anderen bilden Kapital fürs Alter, denn das Rentenalter tritt mit Sicherheit ein.
Woher rührt diese strikte Trennung zwischen Risiko und Vorsorge? Was sind da die entscheidenen Nachteile, die jedem sofort zeigen: trennen!
Ich wollte nicht das Eine (Riester) durch das Andere (Misch BU+Rente) ersetzen. Soll heißen: Riestern werde ich so oder so, das ist fakt. Aber ZUSÄTZLICH wäre doch eine BU, die ebenfalls sowieso abgeschlossen werden soll, vorteilhaft, die in 30 Jahren bei nicht eintreten der BU das Kapital zusätzlich zur Riester- und gesetzlichen Rente ebenfalls in eine Rente umwandelt. Dann wäre das Kapital dort nicht ganz verloren. Einen etwas höheren Beitrag würde ich dafür sogar in Kauf nehmen. Rendite bei so einer Mischform BU und Altersrente kann ja nur schelchter sein, aber lieber eine schlechte Rendite als das Kapital der BU völlig zu verlieren. Oder missachte ich gekonnt was Entscheidendes?
Versicherungen decken Risiken ab (BU, Tod etc.) und bilden kaum Kapital. Weder Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz, Risikoleben, BU, Unfall... Absicherung so effektiv wie möglich, so günstig wie möglich ohne Schnörkel und ohne zusätzliche Bausteine und Kosten. Eine BU bildet kein Kapital, was es zurückzuzahlen gibt. Das ist verloren, egal was Du machst, wenn Du nicht BU wirst. Ähnlich wie bei der Kapitalbildenden Leben wird an die BU einfach ein Lebensversicherungsbaustein drangehängt (den Du zusätzlich zur Risikoprämie bezahlst), damit am Ende Kapital da ist. Da steckt nicht ein EUR der BU-Prämie drin ! Ich habe schon oft Kunden diese zwei Produkte parallel gerechnet und ihnen somit gezeigt, wie das funktioniert. Deutsche finden es aber toll, angeblich was zurückzukriegen und schließen sowas ab. Der "Berater" freut sich.