Frage von Noas1,

Altersrückstellung PKV

Ich bin mit meinem Tarif im leistungsstärksten und damit leider auch teuersten Tarif meiner PKV. Deshalb habe ich mit dem Gedanken gespielt in einen darunterliegenden Tarif zu wechseln. Mir wurde jedoch davon abgeraten, da ich in einem niedrigeren Tarif auch weniger Altersrückstellungen bilde. Da die AR aber doch keine "private" Sparmaßnahme ist, sondern allen in dem jeweiligen Tarif zugute kommen, ist das dann nicht egal für mich, wenn die AR nicht mehr so hoch sind, die ich einzahle? Oder anders: kann mir die Höhe der AR nicht eigentlich egal sein, wenn ich für immer (theoretisch) in diesen niedrigeren Tarif wechsle und dort auch bleibe? Die Beiträge sind da nämlich verlockend gering und die Leistungen für mich völlig ausreichend.

Antwort
von barmer,

Hallo,

Deine Überlegung ist grundsätzlich völlig richtig.

Und bei einem Wechsel aus einem teuren in einen billigeren Tarif sorgen die mitgebrachten Arü für eine überproportionale Beitragssenkung. Wenn man ganz sicher ist, dass einem die Leistungen auf Dauer ausreichen, kann man nach unten wechseln.

Was die Abrater meinen (auch wenn sie es nicht unbedingt verstanden haben), ist folgendes:

Wenn ein Tarif billig kalkuliert werden soll, ist die Versuchung beim Versicherer gross, sich die Annahmen über die Kosten im Alter (Fachleute sprechen hier vom Profil) niedrig, d.h. schön zu rechnen. Und das bedeutet, dass die Alterungsrückstellung zu gering ist und später nachfinanziert werden muss. Wann das in welchem Tarif der Fall ist, ist von außen kaum festzustellen.

Vorsicht ist immer geboten, wenn ein Tarif im Verhältnis zu seinen Leistungen sehr günstig erscheint.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von alfalfa,

...hier mal ein historischer Thread zum Thema Altersrückstellungen. Den Rest hat ja Barmer bereits erklärt.

http://www.finanzfrage.net/frage/altersrueckstellung-pkv-mitnehmen-verstaendnisf...

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