Frage von allesok1989, 81

alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Hallo zusammen, ich habe letztes jahr eine bu bei der Generali abgeschlossen, aber bei den gesundheitsfragen sagen wir mal gelogen. Dann hab ich vorsichtshalber bei meim Hausarzt eine akte angefordert wo alles drinsteht zwecks Krankheiten. Da ist mir fast schlecht geworden. Ein ortopäde hat festgestellt diese woche das ich eine leichte skoliose habe und alle Beschwerden daher zurückzuführen sind. In der akte steht auch verdacht auf muskelschwund, konnte aber vom Neurologen verworfen werden. Antidepressiva auch mal bekommen. War auch unötig. Naja jetzt hab ich die bu bei der Generali gekündigt. Hat auch akzeptiert bis mai diesen Jahres läuft sie noch dann hab ich nur noch eine Unfallversicherung bei der Allianz. Was soll ich jetzt tun? Soll ich ein paar jahre warten und hoffen das nichts passiert und dann neu anfragen?Als Beruf bin ich Lagerist . Danke im Vorfeld für euere antworten:)

Antwort
von Primus, 64

Meiner Meinung nach ist von allen Alternativen die Erwerbs­unfähigkeits­versicherung dem Schutz gegen Berufs­unfähigkeit am ähnlichsten.

Auch hier erhält man als Versicherter eine vertraglich vereinbarte Rente.

Allerdings gibt es diese im Unterschied zur Berufs­unfähigkeits­versicherung meist erst, wenn Versicherte fast über­haupt nicht mehr in der Lage sind zu arbeiten.

Der ausgeübte Beruf spielt keine Rolle. Die meisten Versicherer lassen aber wenigs­tens eine tägliche Arbeits­zeit von unter drei Stunden zu und zahlen trotzdem.

Antwort
von Tweety123, 69

Was ich in der letzten Zeit über BUs gelernt habe ist folgendes: Je höher das Alter ist, mit dem man eine BU abschließt, desto höher fällt auch der Beitrag aus! Erkrankungen die man selbstverständlich wahrheitsgetreu angibt, beeinflussen den Beitrag natürlich auch. Mache doch einen kostenlosen, unverbindlichen Versicherungsvergleich im Internet.

Antwort
von Sobeyda, 61

Gesundheitsfragen falsch zu beantworten ist niemals eine gute Idee. Da Du im Leistungsfall vermutlich sowieso keine BU-Rente bekommen hättest, war es klug zu kündigen, bevor die Versicherung Dir auf die Schliche gekommen ist.

Hier

http://www.wiwo.de/finanzen/vorsorge/alternativen-zur-bu-police-absicherung-wenn...

findest Du ein paar Alternativen zur BU-Versicherung. Leider haben sie alle irgendwo einen Haken.

Antwort
von billy, 45

Eine Alternative zur BU-Versicherung wäre z. Bsp. ein Lottogewinn in siebenstelliger Höhe. Die BU-Versicherung ist m. E. eine der wichtigsten Versicherungen die man zur Absicherung der Familienplanung unbedingt einplanen sollte. Einige Jahre zu warten ist eine Alternative wenn keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Als weiteren Tip rate ich zu professioneller Beratung und das wahrheitsgemäße beantworten von Gesundheitsfragen. Ich wünsche Dir alles Gute vor allem Gesundheit.

Antwort
von Kevin1905, 50
Hallo zusammen, ich habe letztes jahr eine bu bei der Generali abgeschlossen, aber bei den gesundheitsfragen sagen wir mal gelogen.

Dies ist u.U. eine Straftat.

Soll ich ein paar jahre warten und hoffen das nichts passiert und dann neu anfragen?

Wäre sinnvoll. Aber bitte in deinem eigenen Interesse lass die Alleingänge. Such dir einen Versicherungsmakler mit Schwerpunkt BUV und lass den die Arbeit machen. Im besten Fall bedeutet dies für dich evtl. bessere Chancen ohne Ausschlüsse oder mit geringeren Risikozuschlägen angenommen zu werden.

Kommentar von Sobeyda ,

Straftat ? Hä?

Welcher Prargraph des Strafgesetzbuches regelt denn das Strafmaß bei vorvertraglicher Anzeigepflichtverletzung?

Kommentar von gammoncrack ,

Das habe ich mich auch schon gefragt. Vielleicht hat er an Versicherungsbetrug gedacht.

Kommentar von wfwbinder ,

§ 263 StGB, Eingehungsbetrug Der Versuch ist strafbar.

Wenn durch die falschen Angaben ein Versicherungsvertrag zustande gekommen wäre, wäre eine Vermögensgefährdung eingetreten.

Das wird nur in Versicherungsfällen praktisch nie verfolgt, weil die Versicherer nicht anzeigen udn es hier nur durch Anzeigen der StA bekannt werden kann.

Aber möglich wäre eine Strafverfolgung schon.

Kommentar von Sobeyda ,

OK danke. Ich hatte auch nur den Versicherungsbetrug auf dem Plan.

Kommentar von gammoncrack ,

Das würde ich ja gerne einmal ausdiskutieren. Ich glaube den Straftatbestand einfach nicht, obwohl ich ihn für richtig halten würde. Das würde nämlich, bei entsprechenden Urteilen, endlich die Mogelei bei den Gesundheitsfragen unterbinden. Es gibt hier kein einziges Urteil, weil die Personenversicherer den Straftatbestand nicht erkennen. Es wäre ja ganz in ihrem Sinne, wenn dem so wäre.

Das rechtliche Problem ist sicherlich, dass ein Vertragsabschluss bei falschen Gesundheitsfragen gem. VVG keinen Leistungsanspruch (schon per Beginn des Vertrages) erzeugt und somit auch keine Vermögensgefährdung eintreten kann. Ich glaube, dass ist das Problem hierbei.

Der Gesetzgeber sagt in dem Fall, dass ist durch das VVG schon geregelt.

Schau Dir mal dieses Urteil an:

http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/vom-sinn-einer-vo...

Das zeigt die Denke der Rechtsprechung.....

Kommentar von Kevin1905 ,

Das Problem ist natürlich, dass der § 263 StGB als zwingendes Tatmerkmal den Vorsatz bedingt.

Diesen nachzuweisen dürfte einem Staatsanwalt i.d.R. nicht ganz leicht fallen. Die meisten falsch beantworteten Gesundheitsfragen sind dann doch einfach nur "vergessen" worden oder man hat sich eben geirrt.

Kommentar von gammoncrack ,

Siehe den Kommentar von alfalfa. Auch er ist der Meinung, dass der Straftatbestand noch nicht eingetreten ist.

Kommentar von Kevin1905 ,

Das ist hier die Frage.

Wenn bewusst und in voller Absicht falsche Angaben gemacht werden um sich Versicherungsschutz zu erschleichen, sehe ich den Straftatbestand durchaus als erfüllt an.

Aber wie soll ein StA das nachweisen, dass dies eben vorsätzlich und nicht bloß aus Schusseligkeit geschah.

Kommentar von wfwbinder ,

@gammoncrack

Der Link trifft m. E. nicht auf diese Art Punkte zu, wo bewusst Gesundheitsfragen falsch beantwortet werden.

Kommentar von gammoncrack ,

Hier haben wir hier die Situation, dass jemand bewusst gegen die Auflagen des Versicherers verstößt, sich somit ohne Versicherungsschutz im Straßenverkehr bewegt, und trotzdem straffrei ausgeht.

Das hohe Gericht entschied nämlich, dass der Versicherer leisten muss, aber alle Aufwendungen vom Fahrer regressieren kann.

In unserem Fragefall kann eben der Versicherer die Leistung verweigern, oder gegebene Leistungen regressieren. Also ist die Situation zumindest ähnlich.

Den Unterschied sehe ich eigentlich nicht so sehr.

Antwort
von gammoncrack, 42

Bestraft bis Du schon dadurch, dass Du für ein Jahr bezahlt hast, ohne eine Leistungserwartung zu haben. Die Kündigung war natürlich richtig

Du kannst natürlich ein paar Jahre warten, wobei dann auch keine verschweigensfähige Erkrankungen eintreten dürfen. Wieweit und wie genau der einzelne Versicherer zurück fragt, ergibt sich eben bei einer neuen Antragsstellung. Viele Versicherer fragen nach Vorerkrankungen in den letzten 5 Jahren, manche auch nur 3 Jahre.

Allerdings kommen auch Fragen nach Beschwerden. Sofern Du Beschwerden verschweigst und im Leistungsfall kann Dir nachgewiesen werden, dass Du diese mit Sicherheit auch in der letzten Zeit hattest, wäre der Versicherer wieder leistungsfrei.

Kommentar von allesok1989 ,

Habe ich noch andere Möglichkeiten? Wie zum Beispiel dread disease, oder zu einem Versicherungsmakler?

Kommentar von gammoncrack ,

Das ändert ja nichts an den bisherigen Umständen. Bei Dread Desease werden genau so Gesundheitsfragen gestellt, wie bei allen Versicherungen, bei deren Abschluss es für den Versicherer erforderlich ist.

Kommentar von allesok1989 ,

Was sollte ich dann deiner Meinung nach tun?

Kommentar von gammoncrack ,

Auf diesen Versicherungsschutz verzichten. Einen anderen Rat kann ich Dir wirklich nicht geben. Du hast ja jetzt schon Beitrag für "keinen Vesicherungsschutz" bezahlt. Das würde ich mir für die Zukunft ersparen.

Antwort
von alfalfa, 40

Nun, warum willst Du jetzt auf Funktions-Ausfallversicherungen ausweichen? Auch die stellen Gesundheitsfragen!

Wie Kevin korrekt bemerkt, wäre eine Beratung und auch Beantragung eine BU durch einen Makler oder Versicherungsberater hilfreich.

Als erster Schritt wäre die Sichtung der Patientenakte. Ärzte schrieben gerne und oft aus monetischen Gründen viel Prosa. Da wird aus einem Sonnenbrand mal schnell ein Verdacht auf Hautkrebs.

Wichtig und entscheidend bei der Antragsstellung ist eine korrekte Beantwortung der Gesundheitsfragen ggfs mit Erläuterungen. Zauberwörter sind "behandlungs- und beschwerdefrei,".

Auch kann man mehrere VU mit anonymen Voranfragen abfragen. Doch alles das erfährst Du in der Beratung.

Eine falsche Beantwortung der Gesundheitsfragen ist eine Obliegenheitsverletzung und kann zur Anfechtung und Rückabwicklung bzw. Leistungsfreiheit führen. Und ja, es ist auch ein Straftatbestand. Doch der käme erst dann zum Tragen, wenn Leistung bezogen bzw erschlichen wurden. Da die Kündigung ja vorher ist, braucht man das Strafgesetzbuch erst gar nicht zu bemühen. Denn Deliktisches Handeln mit Vorsatz ist es ja erst im Leistungsfall (der ja nicht eintreten kann)

Antwort
von Zitterbacke, 34

Wie alt bist Du ??? Lohnt sie noch ?? Gruß Z... .

Kommentar von allesok1989 ,

24;)

Kommentar von Primus ,

Das ist schon hart an der Grenze ;-)))

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