Frage von leonkuehn, 4

Als minderjähriger Internetseiten verkaufen

Hallo, Ich mache gerne und auch als Hobby Internetseiten. Nun meine Frage, kann ich diese auch einfach so verkaufen oder muss ich ein "Kleingewerbe" anmelden? Was würdet ihr mir empfehlen? Vielen Dank schon mal im vor raus. MFG Leon

Antwort
von Sobeyda, 2

Auf dieser Seite ist es gut beschrieben:

http://www.gewerbe-anmelden.info/gewerbeschein/minderjaehrige.html

Das mit dem Vormundschaftsgericht ist erforderlich, weil Du mit Deinen Kunden ein Geschäfts eingehst, bei dem Du Dich zu etwas verpflichtest, nämlich zur Erstellung der Webseiten. (Im Gegensatz zu eiener Schenkung, da bekommst Du etwas, musst aber im Gegenzug nichts dafür tun.) Und Minderjährige müssen davor geschützt werden, Verpflichtungen einzugehen, die sie nicht überblicken könnten.

Aber ich vermute, dass Du eigentlich nur Dein Taschengeld aufbessern willst, da braucht es sicherlich kein Vormundschaftsgericht. Ich habe das Babysitten, mit dem ich als Schülerin etwas nebenbei verdient habe, ja auch nicht mit Genehmigung eines Vormundschaftsgerichts ausgeführt.

Vielleicht gibt es bei Dir in der Gegend eine Gründungsberatung, da würde ich mal hingehen. Zumindest in meiner Stadt ist das kostenlos oder zumindest ziemlich günstig. Wenn Dir jemand den Steuerberater finanziert, wäre das auch nicht verkehrt.

Antwort
von wfwbinder, 1

Als minderjähriger kannst Du kein Gewerbe anmelden (Kleingewerbe gibt es nicht).

Du könntest das gegen Lohn machen, der als Minijob pauschal versichert udn versteuert wird. Das geht schon theoretisch in geringem Umfang ab 13.

Dann brauchst Du Dir über Kleinunternehmen (das ist der richtige Ausdruck), keine Gedanken zu machen, weil DEine Einnahmen nicht Umsatzsteuerpflichtig sind.

Kommentar von Mikkey ,
Kleingewerbe gibt es nicht

eigentlich komisch, dass etwas, was es nicht gibt, Abfälle erzeugen kann (BioAbfV und DüMV)

Kommentar von EnnoBecker ,
eigentlich komisch, dass etwas, was es nicht gibt, Abfälle erzeugen kann (BioAbfV und DüMV)

Mikkey, du musst auch den Kontext beachten. Mag sein, dass irgendwelche Exotenverordnungen irgendwelche Begriffe definieren, aber weder Bio-Abfall noch Düngemittel dürften hier einschlägig sein.

Die Erfinder der beiden genannten Verordnungen samt Beratungskommitee werden schon ahnungsreiche Haubentaucher sein.

Hier geht es um GewO.

Kommentar von Mikkey ,

Du musst aber andererseits einem Jugendlichen (und nicht nur dem) zugestehen, die Möglichkeiten der deutschen Sprache zu nutzen und aus einem "kleinen Gewerbe" ein Kleingewerbe zu machen.

Vielfach wird ein Gewerbe, dass nicht gem. HGB zur ordentlichen Buchführung verpflichtet ist, ebenfalls als "Kleingewerbe" bezeichnet.

Ääh und...

"Kleingewerbe gibt es nicht" ist eine absolute Aussage, die, wenn man sie so von sich gibt, auch absolut richtig sein sollte.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das ist richtig, aber die Argumentation "BioAbfV und DüMV" ist da eher hinkend.

Kommentar von Zitterbacke ,

EG-Öko-Basisverordnung (EG) Nr. 834/2007

Ist schon interessant !!!! Humpeln werden viele ! ;-)))

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