Frage von Mauki,

Alles bezahlt und Restschudbefreiung steht in der Schufa!!!!!

Ich bin 2007 in die Privatinsolvenz. 2008 verstarb mein Mann,ich erbte. 2009 habe ich die komplette Schuldnersumme von 17.000,-Euro bezahlt!!! Ich habe 2002 für meine Tochter gebürgt für ein Autokauf. Sie wurde arbeitslos und scherte sich einen Dreck darum. Ok,ich musste zahlen!Habe sonst noch nie Schulden gehabt. Obwohl ich alles komplett bezahlt habe stehe ich in der Schufa und Infoscoure mit Restschuldbefreiung drin bis zum heutigen Tage. Nirgendwo darf ich im Internet einkaufen!Es ist die absolute Frechheit. Was ist das für ein Gesetz?? Habe jetzt an den Bürgerbeauftragten geschrieben und an unsere Bundeskanzlerin. Ich möchte verstehen können wieso man mich so behandelt! Seit vier Jahren ist dieser Mist bezahlt und ich werde gleichgestellt mit jemand dem man die Schulden erlassen hat.Ich glaube es echt nicht!!!!

Antwort
von whiteTree,

Die Auskunftei-Einträge müssen nach 3 ganzen Kalenderjahren weg, also muss bei Erledigung 2009 seit Anfang 2013 alles gelöscht sein. Schufa, Infoscore, Creditreform usw. sind da alle rechtlich gleich.

Die Restschuldbefreiung ist ja wohl auch nie erfolgt, weil alles vom Erbe abgezahlt wurde, also nur die Ankündigung dafür.

Von wem sind die Einträge? Aus dem amtlichen Schuldnerregister, oder Gläubiger? Wenn das die amtlichen Einträge sind, sollte man die Auskunfteien schriftlich mit Fristsetzung auffordern, sie zu entfernen. Tun sie es nicht, muss man es per Anwalt machen.

Sind die von Gläubigern, muss man die Gläubiger auffordern, sie zu entfernen, weil sie nunmehr rechtswidrig sind - Gläubigerforderungen hätten auch sofort als erledigt vermerkt werden müssen.

Unrechtmäßige Auskunftei-Einträge sind eigentlich recht häufig, oft ist es Schlamperei, teils aber auch böswillige Erpressungsabsicht, vor allem bei Inkassos.

Keinesfalls sollte man sich da auf irgendwelche Nachforderungen von Inkassos und anderen einlassen! Die Enträge sind nunmehr rechtswidrig und die müssen sie entfernen - weigern sie sich, sollte man direkt zum Anwalt, dann müssen die die Kosten nachher auch bezahlen!

Kommentar von Mauki ,

Vielen Dank für die nette Antwort. Ja,mir bleibt nichts anderes übrig als einen Anwalt einzuschalten. Der Gläubiger ist auf meiner Seite.Sie mussten zwar 7 Jahre auf ihr Geld warten,aber sie sind froh das es erledigt ist.Die Schufa gab mir die Auskunft das es das Amtsgericht ist das sich quer stellt. Sie tun mich als hysterisch hinstellen. Ich habe auch langsam keine Nerven mehr. 11 Jahre Ärger für eine blöde Unterschrift von mir. Keinen Kontakt mehr zur Tochter. Das ist schon alles traurig!

Antwort
von Privatier59,

Ich glaube es echt nicht!!!!

An sich wird die Eintragung der Insolvenz mit Ablauf des dritten Kalenderjahres nach dem Abschluß des Insolvenzverfahrens gelöscht. Insofern fällt es mir etwas schwer, das hier zu glauben. Sei es drum: Wenn es stimmt sind nicht irgendwelche Politiker Ansprechpartner sondern die Schufa. Aber im übrigen: Der Score saust nicht deswegen in die Höhe nur weil die Eintragung gelöscht wird.

Kommentar von Mauki ,

Ich schreibe hier bestimmt nicht rein,wenn es nicht so ist wie ich schreibe! Es ist so,genau so wie ich es geschrieben habe. Und sicher haben Politiker damit was zu tun,denn eindeutig liegt hier eine Gesetzeslücke vor. Wann kommt es schon mal vor,das man in der Insolvenz erbt. Da sind die überfordert mit dieser Sache.

Kommentar von VWSV58 ,

Die Antwort ist dennoch vollinhaltlich richtig, Ansprechpartner ist die Schufa, Klärung macht Sinn. Ansonsten komm mal wieder runter: Objektiv betrachtet ist kein Politiker schuld daran, dass Du in Deinen Finanzsachen ins Klo gegriffen hast. Übernahme einer Bürgschaft kann eben schief gehen, dieses Risiko sollte bekannt sein. Geht man es ein, dann im Wissen um das Risiko - jetzt abzulesen an Deinem Score. Dass zwischenzeitlich ein Erbe neue Liquidität gebracht hat, hat nichts damit zu tun, dass man mit seinen Finanzangelegenheiten offensichtlich unkalkulierbare Risiken einzugehen bereit ist - quod erat demonstrandum... Ich sehe da -bei ruhiger Betrachtungsweise- keine Gesetzeslücke...

Kommentar von Privatier59 ,

Nicht für alles ist die Politik oder der Gesetzgeber verantwortlich. Und das tritt in Deinem Fall ganz besonders hervor. Damit Du Dich nicht wieder aufregst: Ich halte Dir nicht vor, in die Insolvenz gegangen zu sein. Vorhalten kann ich Dir aber, nicht nach innovativen Lösungen gesucht zu haben. Statt zu maulen und Briefe an Politker zu schreiben die die doch nicht lesen hättest Du Dich in Verwandschaft und Bekanntschaft nach jemand umsehen können der die Bestellungen für Dich aufgibt. Ich kenne Menschen die das jahrelang so gemacht haben, eben so lang wie die Schufa eigenes Handeln nicht zuließ.

Kommentar von whiteTree ,

Es geht hier eher darum, das geltende Recht auch durchzusetzen!

Restschuldbefreiung und Privatinsolvenz sind harte Merkmale, der Score hängt da nur dran. Wenn die weg sind, dürfte auch die Blockade für Internetkäufe weg sein. Allgemein schlechterer Score alleine dürfte da kein Hinderungsgrund sein.

Kommentar von Mauki ,

Ich bestelle alles über meinen Lebensgefährten. Aber ist das schön?Nein.Ich bin ein erwachsener Mensch. Habe mir nie was zuschulden kommen lassen und man behandelt mich wie den letzten Dreck!Das geht gar nicht. Es ist bei mir keine Restschuldbefreiung sondern ein abgebrochenes Insolvenzverfahren.Bei mir war nach 18 Monaten alles vorbei. Wieso besteht da keine Gesetzeslücke?Das sehe ich aber ganz anders und mein ganzer Bekanntenkreis sieht das auch so. Laufe in der selben Schiene wie jemand der tatsächlich seine Schulden nicht bezahlen kann.Soll das richtig sein.Nein!Und das lasse ich mir nicht länger bieten.

Antwort
von Romax11,

Das kenne ich sehr gut und auch die lange Wartezeit. Eigentlich müsstest du schon längst nicht mehr drin sein. Ich musste mich auch um die Löschung hartnäckig kümmern. Bin aber jetzt befreit. Aber es war ein sehr langer Weg mit vielen Telefongesprächen.

Viel Glück weiter.

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