Frage von stockAsk, 299

Aktiendepot: wie viele Einzelwerte sollte man haben?

will man sich selbst ein gut gestreutes Aktiendepot aufbauen, eine gute Streuung hinbekommen, dann die Frage:

wie viele Werte sollten drin sein?

Antwort
von gandalf94305, 288
20 und mehr

Will man das Risiko beschränken, so wird man Klassen von Aktien anhand ihrer Volatilitäts- und Renditeerwartungen bilden.

  • Wenig volatile Aktien mit guter Dividendenrendite kann man mit bis zu 5% im Portfolio halten, da das Rückschlagrisiko selbst in Krisen selten höher als 30-50% ist.

  • Moderat volatile Aktien sollte man mit nicht mehr als ca. 2% im Portfolio halten.

  • Sehr volatile und spekulative Positionen würde ich auf 1% beschränken.

Du könntest damit also ein Qualitätsportfolio mit ca. 20 robusten, globalen Dividendenwerten zusammenstellen. Branchen-, Länder- und Währungsdiversifikation werden damit schwierig, aber das wird durch die geringe Volatilität der Aktienpositionen ausgeglichen.

Mit Feld-Wald-Wiesen-Aktien würde man ca. 40-50 Werte nehmen, so daß pro Position max,. 2,0-2,5% Verlustrisiko bestehen.

Spekulative Werte kann man auch einbringen, wobei dann ein gewöhnlicher Wert durch zwei spekulative ersetzt wird. Das erhöht die maximale Zahl auf ca. 100.

Mehr als 20-30 Aktien kann ein harmloser Privatanleger wohl kaum überblicken. Man muß daher durchaus genügend Zeit und Erfahrung mitbringen. Ebenso sollte man sich über Absicherungsinstrumente im klaren sein: wann wäre was sinnvoll.

Weiterhin: eine einzelne Position in einem Aktienportfolio sollte nicht unter ca. 2.500 EUR liegen, damit Transaktionskosten in einem akzeptablen Rahmen liegen und auch ein Nachkauf ohne erhöhte Klumpenrisiken möglich ist. Eher wären 4.000 EUR gut. Das bringt als Mindestgröße eines Portfolios ca. 50.000 - 400.000 EUR zusammen - je nach Art der Positionen.

Das durchschnittliche Wertpapierdepot in Deutschland hat einen Umfang von ca. 25.000 EUR (nicht jeder hat ein, Altersvorsorgeanlagen außer Acht gelassen). Daher verbietet sich aus meiner Sicht für ca. 60-70% aller harmlosen Privatanleger dieser Ansatz. Man sollte sich auf Fonds konzentrieren. Diese Fonds als Kerninvestment können dann ja durch Aktien punktuell ergänzt werden, jedoch aus Risikogründen wird man da nicht mehr als vier oder fünf Aktienpositionen aufnehmen.

Kommentar von stockAsk ,

vermutlich ist ein Fondsansatz dann günstiger. So viele Werte....

Danke.

Antwort
von Mikkey, 263
andere Aussage

Untergrenze so gewählt, dass man keine zu kleinen Einzelposten dabei sind.

Obergrenze so gewählt, dass man selbst (!) die mit dem Aktientitel verbundenen Informationen im Auge behalten kann.

Kommentar von stockAsk ,

Danke für die Antwort.

Antwort
von freelance, 234
15 bis 20

auch wenn gilt: je mehr Aktien, desto grösser die Streuung... Ich halte mehr als 20 Einzelwerte für zu unübersichtlich. Ich fühle mich mit max. 15 wohl (können mehr oder weniger sein).

Kommentar von stockAsk ,

geht mir ähnlich. Ich will meine Aktien verfolgen. News lesen etc. Das wird bei mehr als 20 für mich sehr aufwendig.

Danke.

Antwort
von billy, 209
20 und mehr

Ich votiere für eine möglichst breite Streuung.

Kommentar von stockAsk ,

unter dem Streuungsaspekt verständlich.

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