Frage von pegasus52,

Änderung Verlustvorträge

Mein Lebensgefährte war mit 5,4 % an einer OHG beteiligt. Ist zwar 2007 ausgeschieden, haftet aber zu 100 % da es noch keine 5 Jahre her ist. Die OHG wurde bereits 2010 geschlossen und seither zahlt er Unmengen dafür ab, da der andere Teilhaber arbeitet und weniger verdient. Bei der ESt.Erklärung hat sich gezeigt, dass diese Zahlungen nicht anerkannt werden. Die OHG hat mit einem sehr hohen Verlust abgeschlossen aber er bekommt davon nur diese 5,4 %. Kann man diesen Vortrag nicht anders verteilen? Irgendeinen Antrag in dieser Richtung stellen?

Antwort
von EnnoBecker,

Bei der ESt.Erklärung hat sich gezeigt, dass diese Zahlungen nicht anerkannt werden.

Das ist entweder richtig oder die Argumentationskette stimmt nicht. Oder die tatsächliche Durchführung.

Die Nachschüsse spielen sich auf der Vermögensebene ab und haben mit den Einkünften nichts zu tun. Das ist natürlich bitte. Da hilft sicherlich auch nicht der Trost, dass er gegen den Partner zivilrechtliche Ausgleichsansprüche hat.

Die Frage nach der Einkünfte-Verteilung verstehe ich so, dass der Verlust disquotal verteilt werden soll. Sowas geht, muss aber begründet und nachvollziehbar von vornherein so vereinbart werden. Jetzt - hinterher - ist das wohl nicht mehr möglich. Allerdings.... vielleicht, wenn man noch mal gründlich nachschaut, findet man vielleicht den Vertrag von 2006 oder 2007 wieder. In dem Fall kommt es nur noch darauf an, dass der F-Bescheid noch änderbar ist. Und wir reden doch hier von der 2007er Veranlagung, oder?

Ich würde aber gern noch andere Meinungen hören.

Was ist denn beispielsweise mit Sonderbetriebsausgaben, gab es da keine?

Ich bin sicher, wenn man mal gründlich wühlt, kommt noch das eine oder andere Papier zum Vorschein.

Kommentar von pegasus52 ,

Vielen Dank erstmal. Nein, wir reden von der 2010er Veranlagung. Er ist 2007 ausgeschieden, muss aber haften weil der Auftritt aus der OHG noch keine 5 Jahre her ist. Die Firma wurde im Jahr 2010 geschlossen und dabei mit einem hohen Verlustvortrag. Er zahlt mehr ab (weil er mehr verdient), bekommt aber von dem Verlustvortrag nur 5,4 % angerechnet (lt. Gesellschaftervertrag). Es bliebe der Weg, das Geld vom anderen Gesellschafter einzutreiben, aber da ist nichts zu holen. Vielleicht könnte man ja beim FA nachfragen, ob eine andere Splittung möglich wäre, mit der Begründung, dass er weitaus mehr abbezahlt? Als Sonderausgaben erkennt das FA das nicht an, obwohl er die Belege über die Zahlungen beigelegt hat.

Kommentar von EnnoBecker ,

Nicht gelesen oder nicht verstanden?

Also gut. Warum sollte das Finanzamt abweichend veranlagen? Es ist ja daran gebunden, was der Steuerpflichtige vorgibt.

Mir ist sowieso unklar, wieso er überhaupt noch 5,4% bekommt, wo er doch längst ausgeschieden ist.

lt. Gesellschaftervertrag

Na bitte, da haben wir ja schon den üblichen Verdächtigen.

Als Sonderausgaben erkennt das FA das nicht an

Selbstverständlich nicht. Wir sprachen bereits darüber.

Es bleibt bei meinem Ratschlag:

"Was ist denn beispielsweise mit Sonderbetriebsausgaben, gab es da keine?

Ich bin sicher, wenn man mal gründlich wühlt, kommt noch das eine oder andere Papier zum Vorschein."

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