Frage von neuInvest, 2

Abzug von Geldern aus Schwellenländern. Globale Geldströme

ich lese nun erneut, dass Investoren Geld aus Schwellenländern abziehen und dadurch die Börsen fallen.

Es gibt immer wieder Phasen, in denen Investoren im grossen Stile Geld in Regionen investieren und dann nach einiger Zeit abziehen.

Ich vermute, das ist kein Zufall. Woran kann man solche Tendenzen erkennen? Was sind die Nachrichten, die Eckdaten, die zu solchen Strömen führen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 1

Zwei Richtungen, in die Du nach Symptomen bzw. Frühindikatoren suchen kannst: FDI und Zu/Abflüsse aus entsprechenden ETFs/Fonds. Die Börsendaten selbst geben wenig her, da diese nicht nach Domizil der Käufer/Verkäufer strukturiert sind. Ansonsten könnte man dort auch einiges ablesen.

Zu den Ursachen gehört typischerweise Risikoaversion, d.h. die stärkere Beschränkung von Investoren auf Kerninvestments - bei US-Investoren typischerweise also auf den eigenen Markt. Als Frühindikator dafür könnte man vielleicht die Rentenmärkte, SmallCaps-Indices und Indices aus kapitalintensiveren Branchen hernehmen, die solche Risikoaversionen tendenziell deutlicher abbilden.

Kommentar von neuInvest ,

kommt man an die FDI-Daten ran? Wenn ja, wie?

Kommentar von gandalf94305 ,

Da gibt es einige Quellen... beginne mal hier: http://www.oecd-ilibrary.org/sites/factbook-2013-en/04/02/01/index.html?contentT.../content/chapter/factbook-2013-34-en&containerItemId=/content/serial/18147364&accessItemIds&mimeType=text/html

Kommentar von neuInvest ,

auf der Seite war ich. Gut dass auch du diese nennst. Die Salden konnte ich nicht finden, sondern nur die absoluten Werte. Aber es gibt auch xls-Dateien. Da komme ich ein wenig weiter.

Antwort
von qtbasket, 1

Also du kannst bei der deutschen Börse ein Newsletter abonnieren, und da ist das in der laufenden Woche schön beschrieben.

27. August 2013. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Das Hauptaugenmerk von ETF-Investoren liegt nach wie vor auf den Aktienmärkten der Industrieländer. „Investitionen in Emerging Markets sind offenbar uninteressant: Wenn überhaupt Umsatz da ist, dann wird überwiegend verkauft“, meldet Andreas Barthels von der Commerzbank.

Schwellenländerwerte kommen schon seit einigen Monaten nicht mehr an, einige Länder trifft es derzeit aber besonders hart. „Türkische, indische und thailändische Aktien wurden durchweg verkauft“, bemerkt Wöllnitz. Aus den Portfolios geflogen sei etwa der HSBC GIF Turkey Equity (WKN A0D9FL). „Das liegt wohl am Syrien-Konflikt“, kommentiert der Händler. Der Fonds hat seit Mitte Mai fast 40 Prozent seines Werts verloren.

Auch bei indischen Aktien ziehen Anleger die Reißleine, Wöllnitz berichtet von hohen Abflüssen aus dem HSBC GIF Indian Equity (WKN 974873). Hier ist der Preis seit Mitte Mai um 36 Prozent gefallen. Indiens Wirtschaftsmotor stottert, im Ende März zu Ende gegangenen Fiskaljahr verzeichnete das Land mit 5 Prozent das niedrigste Wachstum seit zehn Jahren. Die Währung des Landes ist mittlerweile auf ein Rekordtief gefallen.

Quelle:

http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/fonds+weg+mi...

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