Frage von Maxieu,

Abzug des Krankenkassenbeitrags bei Rentnern unvermeidlich?

Eine schon lange in Spanien lebende Bekannte von mir behauptet, sie sei als Bezieherin sowohl einer spanischen als auch einer gesetzlichen deutschen Rente in beiden Ländern pflichtversichert, jedenfalls werde in beiden Ländern von ihrer Rente ein KK-Beitrag erhoben.

Kann das sein? "www.versicherungsmagazin.net" informiert folgendermaßen über Leistungsansprüche deutscher Rentner im Ausland (und auch speziell Spanien):

"Voraussetzungen für Leistungen im Ausland

Die Gesetzliche Krankenversicherung bietet Ihren Krankenversicherungsschutz auch für Rentner die im Ausland wohnen. Damit ein Leistungsanspruch für die Versicherten besteht müssen allerdings zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

Rentner beziehen nur eine Rente von der deutschen Rentenversicherung
Rentner besitzen** keinen** eigenen Leistungsanspruch in dem neuen Wohnstaat

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erbringt die Gesetzliche Krankenversicherung Ihre Leistungen auch im Ausland."

Meine Bekannte hätte also keinen Anspruch an die deutsche GKV, da sie ja eine nicht-deutsche Rente bezieht und in ihrem Wohnstaat einen eigenen Leistungsanspruch besitzt.

Kann es sein, dass deutsche Rentner für eine nicht beanspruchbare Leistung dennoch Pflichtbeiträge entrichten müssen?

Irrt meine Bekannte, oder bleibt man pflichtversichert für den Fall eines vorübergehenden Aufenthalts in Deutschland? (Letzteres halte ich aber für unwahrscheinlich, da die spanische GKV dann - wohl - für Kosten einer Behandlung in Deutschland einträte.)

Antwort
von Rentenfrau,

Verstehe ich Dich richtig, daß Dir die spanische Krankenkasse von Deiner spanischen Rente einen Krankenkassenbeitrag abzieht und die deutsche Krankenkasse Dir einen Krankenkassenbeitrag von Deiner deutschen Rente abzieht? Dann ist es doch KEINE doppelte Belastung, denn es sind immer von der ganzen Rente (bis zur Beitragsbemessungsgrenze) Beiträge zu zahlen. Wenn Du es anders siehst, dann halte Rücksprache mit Deiner Krankenkasse.

Kommentar von Maxieu ,

Nein, du verstehst mich nicht richtig, denn

  1. geht es - wie gesagt - nicht um mich, sondern um eine (nicht erfundene) Bekannte

und

  1. war mein Punkt nicht die "Doppelbelastung", sondern der - eventuell gegebene - Umstand, dass an eine deutsche gesetzliche Krankenkasse Beiträge abgeführt werden, obwohl diese Kasse im Wohnstaat Spanien keine Leistungen übernimmt, da ja in Spanien eine weitere Rente mit angeschlossener KV bezogen wird.

Andererseits kann sich die Bekannte (wenn ihre Angaben zutreffen), mit der Karte der spanischen KK in Deutschland behandeln lassen und wäre selbst hier nicht auf die deutsche KV angewiesen.

Es bleibt für mich also weiterhin alles unklar. Ich geb dir trotzdem den Punkt, obwohl du m. E. die Frage nicht aufmerksam genug gelesen hast. Danke dennoch für die Mühe.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community