Ich suche seit der Einführung der Abwrackprämie nach einer Antwort: Es wurden Autosvedrnichtet, die oft mehr wert waren.. Es wurde vom Staat Geld für die Vernichtung von Vermögen gezahlt, Staat = Volk. Also zahlt das gesamte Volk einzelnen Geld dafür, das was kaputt gemacht wird. Wie kann es dem Volk nutzen, wenn man Werte zerstört. Beispiel Tahiti: Da ist z. B. auch alles zerstört und das Ausland zahlt.... Da müsste im Umkehrschluss doch ein Vorteil für die Bevölkerung Tahitis aus der Zerstörung herauskommen.
Das Argument des Umweltschutzes scheint doch auch nicht zu stimmen, da die Produktion eines Autos mehr Emissionen freisetzt als der Verbrauch..
Zu Beginn der Finanzkrise wurden Arbeitsplätze gesichert, aber was kommt jetzt, wo jeder ein neues Auto hat und zuwenig alte Autos kaputt gehen. Kann mir irgendjemand erklären, warum massenhafte Vernichtung von Werten einen volkswirtschaftlichen Nutzen bringen kann, wenn das Volk die Vernichtung vorher zahlt?

Wenn Autos vernichtet wurden, die noch mehr Wert waren, als die Umweltprämie, so sind die Eigentümer selbst schuld. Wenn ich ein Auto für 2.500,- an den Staat verkaufe, für das ich woanders 3.000,- hätte bekommen können, muss ich blöd sein.
Die ganze Aktion war eben ein reines Beschäftigungsprogramm für die Autoindustrie udn den Handel.
es wird insgesammt kein Auto mehr verkauft (ist verkauft worden), denn es waren ja nun alles vorgezogene Anschaffungen. Die Wagen werden in 2010-2013 weniger verkauft.
Das mit dem Umweltschutz stimmt schon irgendwo, denn die Neuwagen wären ja (wenn auch mit zeitlicher Verzögerung auch irgendwann gebaut worden.

Ein solche Rechnung kann man nicht aufmachen.
Mit der Umweltprämie wurde nur eines bezweckt - den Kosum aufrecht zu erhalten. Profitiert haben auch nur bestimmte Automarken.
Zumindest zeitweise wurde dieses Ziel erreicht, und rückwirkend kann man feststellen, dass die Wirtschaftskrise auch deshalb nicht ganz so hart zugeschlagen hat.
Alles andere ist graue Theorie, und realitätsfremd, und es gibt sicherlich interessantere Gedankengänge für schlaflose Nächte.
letzt Woche hörte ich ein Interview mit einem Reifenhändler. Die drehen derzeit Däumchen.. Der Wirtschaft helfen, heißt doch auch, die Leistungsträger zu stützenoder mindestens nicht zu schädigen. Die Kleinunternehmen bilden aus, schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern und erhalten keine Subventionen. Aber sie zahlen die Abwrackprämie mit.. Sie bezahlen damit den Strick, an dem sie aufgehän gt werden...
wfwbinder am 8. Februar 2010 09:44 Es war eine "Güterabwegung" Nichts tun hätte bedeutet:
Autoproduktion bricht noch mehr ein, die Autohändler haben entsprechend die gleichen Einbrüche, dort werden (also in den Werken udn bei den Händlern) Arbeitsplätze abgebaut.
Das wollte man verhindern udn hat es auch geschafft. Welche Auswirkungen es auf Dauer hat, wird die Zukunft zeigen, wenn man in 10 Jahren zurück blickt.
Ja sicher, der Staat hat doch jede Menge Umsatzsteuer mehr eingenommen. Wären die Autos exportiert worden, so wäre keine MWST angefallen, da Exporte Umsatz steuerfrei sind. Die Unternehmen können jedoch auch bei Exporten bei Aufwendungen die gezahlte MWST als Vorsteuer aufrechnen (leider werden dadurch Exporte subventioniert). Mindereinnahmen stehen nur bei der Mineralölsteuer an, da meist kleine Autos mit weniger Verbrauch gekauft wurden. Wenn man das genau nachrechnet ist das ein Nullsummenspiel evt. sind auch mehr Steuern eingenommen worden als für die Abwrackprämie ausgegeben wurde.
wfwbinder am 7. Februar 2010 20:54 Dein MWSt Beispielist nciht ganz richtig. Ob ich den Wagen nun exportiere udn beim Verkauf keine USt einnehme, oder ich werfe ihn auf den Schrott uns nehme aus dem Verkauf keine USt ein, ist egal.
Die Idee, sie Autos einfach zu exportieren um aus der Sache noch eine Profit zu erzielen, hatte ich hier selbst eingestellt als Umfrage.
Nur hätte eben der Staat nicht als Autohändler auftreten dürfen.
Die Umsatzsteuer aus dem Verkauf der Neuwagen ist einfach in 2009 eingenommen worden, aber dafür fehlt sie ab 2010 in den folgejahren
Habe wohl meine Frage nicht ganz korrekt gestellt. Die bisherigen Antworten nähern sich dem Frageziel. Konkret: Kann man mit der Vernichtung von Werten, Werte schaffen? Das war das Ziel der Regierung, widerspricht aber m.E. jeglichem Grundgesetz der Natur..
wfwbinder am 8. Februar 2010 09:41 Nein, mit der Vernichtung von Werten kann man keine Werte schaffen.
Der sinn solcher Aktionen kann eben nur sein, einen Anreiz zu schaffen, Anschaffungen, die aus irgendwelchen GRünden gewünscht sind, vorzuziehen.
Auf anderen Gebieten, wird es mit anderen Mitteln gemacht.
So gibt es in vielen Häusern noch Heizungen die gut funktionieren, aber aus einer Zeit sind, wo die EMissionen noch höher waren.
Durch Zuschüsse für den Einbau von neuen Heizungen (oder die verbilligten Kredite), werden ja auch andere Heizungen, die noch funktionieren, verschrottet.

In Deutschland wurde der Konsum angekurbelt, es wurden Arbeitsplätze gesichert und Steuern eingenommen.
Für die Umwelt brachte das eher nicht soviel und den Reedereien und Händlern, die die alten Gurken sonst üblicherweise nach Afrika verschifft hätten, entging Geschäft und die Autohändler in Afrika jammern, weil ihnen der Nachschub ausgegangen ist.