Frage von keinRing,

Absicherung Partner und Familie ohne Heirat

wir leben ohne verheiratet zu sein glücklich mit 2 Kindern. Nun gab es einen überraschenden, tragischen Todesfall in der Bekanntschaft und nun wurden auch wir nachdenklich.

Wie kann man seinen Lebenspartner ähnlich absichern wie verheiratete Paare? Es geht hier speziell um die Besteuerung des Erbes, sollte einem von uns was passieren. Hier greifen die höchsten Steuersätze und die geringsten Freibeträge.

Kann man einen Partner und seine Familie auch ohne Trauring absichern wie verheiratete Paare auch? Oder gibt es keine Möglichkeit der Gleichstellung?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Man könnte bei unverheirateten Paaren umfassende vertragliche Vereinbarungen treffen die eine Absicherung ähnlich einer Ehe bewirken. Allerdings bekommt kein Laie das hin, man muß schon einen Rechtsanwalt für Familienrecht bemühen. Selbst die ausgefeiltesten Verträge aber können die Tatsache nicht ignorieren, dass das geltende Recht Ehen nun einmal bevorzugt. Man kann sich noch so große Mühe geben, an den unterschiedlichen Freibeträgen bei der Erbschaftsteuer kommt man nicht vorbei. Auch kann ein unverheirateter Hinterbliebener niemals Witwen-/Witwerrente bei der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Die in Eurer Frage durchschimmernde Heiratsphobie ist im übrigen aus juristischer Sicht recht erstaunlich: Heirat im Rechtssinne ist nichts anderes als ein besonderes Vertragsverhältnis. Nirgends wird verlangt, dass man in der Kirche heiratet, dass man in Weiss heiratet, dass man Ringe austauscht, egal ob Gold oder Platin, dass man Hochzeitsfeiern organisiert, dass man den Namen des Ehepartners annimmt etc etc etc. Wer unbedingt die Vorteile der Ehe genießen will, der soll sich doch nicht auf halbgare Aushilfslösungen einlassen, sondern vertragschließend werden.

Kommentar von blnsteglitz ,

Wunderbar formuliert..... Schade dass ich nicht 2 DH geben kann...

Kommentar von keinRing ,

2 DH? Ich gebe ganz klar ein hA!

Kommentar von keinRing ,

verstehe. Das mit der Erbschaftssteuer ist ein gewichtiger Aspekt. Das muss ich zugeben.

Die Phobie ist mehr eine Philosophie. Wir leben sehr glücklich so, wie es ist. Heirat war nie ein Thema und hat den Beigeschmack von ein wenig Unfreiheit.

Wir werden sehen, wo die Diskussionen hinführen.

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo keinRing, eine Möglichkeit der Gleichstellung gibt es für gleichgeschlechtliche Partnerschaften, aber ich nehme an, dies seid Ihr nicht. Meines Wissens gibt es hier nur die Möglichkeit der Ehe, denn den Freund oder die Freundin kann man nicht Vertrag zum steuerbegünstigten Erben erklären. Vererben kann man ihm/ihr schon was, aber es greifen die normalen Steuersätze, außerdem auch beachten: Eure Eltern erben in dem Fall auch noch - neben den Kindern. Und was man auch gerne vergißt: Ehepartner haben (außer in der Versorgungsehe) einen Anspruch auf Witwen/Witwerrente - und das sind je nach Lebenslauf des Verstorbenen schon mal 800 - 1000 Euro im Monat und grade wenn der Partner stirbt, tut diese finanzielle Absicherung sehr gut.

Antwort
von robinek,

Zuerst einen Steuerberater aufsuchen und anschliessend einen Notar. Vertraglich ist "fast" alles machbar

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