Frage von Clara123, 46

Abschreibung vermietetes Wohnungseigentum bei Ersteigerung

Von welchem Wert die Höhe der Abschreibung berechnet? Vom Verkehrswertgutachten oder vom Meistgebot, d. h. tatsächlich per Beschluss zu bezahlenden Betrag?

Antwort
von Rat2010, 36

Wie bei einem normalen Kauf hast du Anschaffungskosten, also das, was du mit Nebenkosten für dei Immobilie ausgibst. Das abzüglich des Bodenanteils ist die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung.

Kommentar von wfwbinder ,

DH, so ist es.

Antwort
von wfwbinder, 36

Guten Tag Clara,

ES war doch geschrieben "Anschaffungskosten," Also alle Kosten die durch die Anschaffung entstanden sind, demnach alles, was bezahlt wurde.

Also, der Betrag den man geboten hat, die Kosten des Gerichts, die der Umschreibung, die Grunderwerbsteuer.

Antwort
von billy, 29

Die tatsächlichen Anschaffungskosten unabhängig davon wieviele Begrifflichkeiten man noch anwenden könnte.

Antwort
von EnnoBecker, 29

Die Abschreibungen berechnen sich nach den Anschaffungskosten. Dabei ist es egal, auf welche Weise der Kauf zustandegekommen ist.

Welche Anschaffungskosten herangezogen werden, richtet sich nach der Art des Eigentumsübergangs. Kauft man das Grundstück, so werden die eigenen AK herangezogen.

Bekommt man das Grundstück geschenkt oder erbt man es, so werden die AK des vorherigen Eigentümers herangezogen - man bekommt also quasi die Abschreibungen mitgeschenkt.

Bei einer teilweisen Schenkung oder einem teilweisen Erbe kommt es deshalb dazu, dass zwei Abschreibungsreihen geführt werden müssen.

Antwort
von vulkanismus, 29

Weder noch. Die Abschreibung ist bereits beim Vorbesitzer festgelegt worden.

Kommentar von Rat2010 ,

Kann ich da was dazulernen? Hast du dazu eine Quelle?

Kommentar von wfwbinder ,

Eventuell ist ja Zwangsversteigern eine neue Form von Vererben. Da gilt die AfA des Vorbesitzers

Kommentar von Snooopy155 ,

EB sollte es genauer wissen.

Möglicherweise ist noch zu unterscheiden ob es sich bei der Zwangsversteigerung um eine Erbauseinandersetzung handelt, bei der ein Erbe die Immobilie ersteigert. In diesem Fall ist es durchaus denkbar das der für das Gebäude bestehende AfA-Wert beibehalten wird. Ansonsten sehe ich auch den Erwerb durch eine Zwangsversteigerung als eine Anschaffung an, bei der der AfA-Wert aus dem Kaufpreis, dem Gebäudeschätzwert und dem Bodenrichtwert abgeleitet wird.

Kommentar von wfwbinder ,

Im Einkommensteuergesetz ist keinHinweis auf abweichende Anschaffungskosten bei der Afa nach § 7 (4) bei Zwangsversteigerungen zu finden. Bei § 7 (5) ist genannt "obligatorischer Vertrag" genannt, was natürlich eine Zwangsversteigerung nicht wäre.

Aber es ist natürlich immer sehr hilfreich, wenn es Jemand besser weiß aber die anderen nicht mit Hinweisen am Wissen teilhaben läßt.

http://www.steuerberatung-paderborn.de/index.php/de/steuernews/article/1477

Kommentar von vulkanismus ,

EStG

Kommentar von Rat2010 ,

:)

Kommentar von LittleArrow ,

@vulkanismus:

Eine etwas sehr dünne Quellenangabe. Ich erwarte da schon mehr als eine Gesetzesangabe, wenn man nach einer Quelle gefragt wird.

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