Frage von miszyg,

Abschlagzahlung statt Lohn...!

Hallo! Ich bin seit dem 25.2. bei einer neuen Firma befristet eingestellt, im Vertrag steht außerdem, das ich eine monatliche bruttovergütung von 7€/Std. verdiene. Soweit so gut...jetzt einen Monat später erfahre ich erst von meinen Chef das er eine Abschlagzahlungen macht!! 500€ zum ersten des folge Monats und den Rest zum 15.! Ich bin total entrüstet...wir haben sowas noch nicht mal mündlich vereinbart und bin auch nicht einverstanden mit dieser Vorgehensweise! Das hab ich auch mehrmals schon angesprochen aber er lässt sich darauf nicht ein und sagt das wurde schon immer so gemacht und er kann auch keine Ausnahme machen... Wie komme ich da nur wieder raus? Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten, kann mir das Arbeitsamt helfen?

Über jeden Rat bin ich sehr sehr dankbar....

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Antwort
von williamsson,

Du hast vom gammoncrak schon eine sehr hilfreiche Antwort bekommen. Du schreibst leider nicht wieviel Wochenstunden Du arbeitest? Sieht so aus als wenn der Abschlag erfolgt und dann die genaue Abrechnung zum 15. des Folgemonats. Du bruachst aber im Streitfall keinen Anwalt. Du kannst zum Arbeitsgericht gehen, (Arbeitsvertrag etc, mitnehmen) und dort Lohnklage einreichen. Dein Arbeitsverhältnis wird aber dann beendet sein. Überleg mal was besser für Dich ist?

Antwort
von Mikkey,

Mit ist zwar die zeitliche Gestaltung der Abschlagzahlungen nicht ganz klar geworden, aber wenn nach Stunden abgerechnet wird, ist das heutzutage, wo man auf die Computer warten muss, etwas langwieriger als früher.

Was spricht dagegen, dass erstmal Abschlagzahlungen geleistet werden, und - wenn sich das Ganze eingespielt hat - der jeweils exakte Betrag nachgeliefert wird?

Kommentar von miszyg ,

Dagegen spricht eben das ich 800€ Fixkosten zum Anfang des Monats hab und die Rechnung nicht vertagen kann...! Und das ich mich nicht darauf einstellen konnte und so nur Stress entsteht.

Na die Angestellten bekommen alle 500€ zum ersten des folge Monats und dann kommt die Rechnung aus dem Büro wo dann zum 15. der Rest bezahlt wird...ich find das eine Zumutung...

Antwort
von gammoncrack,

Ich kann das dann nachvollziehen, wenn Du keine feste Stundenanzahl pro Monat hast. Dann muss der Chef ja erst einmal am Monatsende eine Abrechnung erstellen. Bei mehreren Mitarbeitern geht das wohl nicht von heute auf morgen, incl. Erstellung Gehaltsabrechnung und Überweisung.

Eigentlich besteht das Problem nur einmalig, nämlich zum Beginn der Beschäftigung, Ab dem 2. Monat bekommst Du doch immer 2 x Gehalt, jeweils am 1. und am 15. Man müsste bei dieser Betrachtungsweise eben einmal ignorieren, dass man für die Dauer der Beschäftigung immer mit ½ Monatsgehalt hinter her hinkt.

Antwort
von Tina34,

... bevor du dich so aufregst schau doch erst mal was in deinem Arbeitsvertrag steht oder ob es einen Tarifvertrag gibt!

Im Arbeitsvertrag oder in einem anwendbaren Tarifvertrag können aber Regelungen über die Fälligkeit der Vergütung enthalten sein, die von § 614 BGB abweichen. Es ist sogar in aller Regel so, daß die Vergütung gemäß Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag "bis zum 15. Kalendertag" oder "am 10. Arbeitstag" des laufenden Monats oder "am Monatsletzten" gezahlt werden muß. Dann gilt nicht § 614 BGB, sondern die arbeitsvertragliche bzw. tarifliche Regelung.

Es ist absolut üblich das das zb. bei Stundenlöhner so gemacht wird! Bedenke doch einfach mal - am Monatesende müssen die Std. ermittelt werden, es gibt noch ein paar andere Dinge die erfolgen müssen wegen der Abrechnung und dann müssen ja die Menschen die die Abrechnung machen auch eine Chance haben das zu tun!

Da du nur befristet eingestellt bist wird sich das Problem sehr schnell erledigen wenn du deinem Chef mit dem Arbeitsgericht drohst.

Antwort
von qtbasket,

Brauchst du auch nicht zu akzeptieren - du gehst zum Arbeitsgericht. Dort findest du einen Rechtspfleger, der notiert und formuliert auch deine Klage. Die Kosten sind gering und in der ersten Instanz muss jede Partei sowieso selbst zahlen.

Es kommt dann zu einer Anhörung durch den Richter - was meisnst du, wie schnell dein Lohn korrekt abgerechnet wird.

Das Arbeitsamt wird dir nicht helfen können und einen teuren Anwalt brauchst du zunächst auch nicht.

Kommentar von miszyg ,

das hört sich ganz gut an danke...!

Antwort
von Privatier59,

monatliche bruttovergütung von 7€/Std.

Das ist eine eher ungewöhnliche Vergütungsvereinbarung. Wir wissen nicht, was dahinter steckt. Arbeitset Du nur auf Abruf, als Ultimokraft oä? Dann wäre ja verständlich dass der Arbeitgeber erst die zu vergütenden Stunden ermitteln muß und das geht nur nach Monatsende. Allerdings sieht mir das bei Dir so aus, als ob Dein Chef Dich linken wil. Das Arbeitsamt kann Dir da nicht helfen. Entweder Du nimmst Dir einen Anwalt oder Du verzichtest auf die Geltendmachung Deiner Rechte.

Kommentar von blnsteglitz ,

wenn das aber in der ganzen Firma so üblich ist? Ich kenne das Verfahren- ist nicht unüblich.

Kommentar von Privatier59 ,

"Dat hammer immer esu jemacht": Ein in meiner Heimatstadt beliebtes Universalbegründungsargument.

Kommentar von blnsteglitz ,

"Ditt war schon imma so und wird nich jeändert.Basta" so sagt der gemeine Berliner

Kommentar von miszyg ,

Nein. Ich arbeite 8 Std./Tag, 40Std./Woche. Immer Früh, sprich eine Schicht.

Ich bin mir eigentlich sicher das da was mega faul ist. Mich jetzt vor solche Tatsachen zu stellen ist absolut inakzeptabel...

das kann doch nciht normal sein...

Kommentar von gammoncrack ,

Wenn in Deinem Arbeitsvertrag keine Regelung zu diesem Zahlungsverfahren steht, muss der AG dafür sorgen, dass spätestens am 1.1. des Folgemonats Dein Gehalt auf dem Konto ist. Steht es so im Arbeitsvertrag, ist das seitens des AG rechtlich in Ordnung.

Ohne arbeitsvertraglich vereinbarte Regelung, hast Du die Möglichkeit, Verzugszinsen und Schadenersatz geltend zu machen. Falls der AG das nicht akzeptiert, bleibt Dir der Klageweg.

Als AG würde ich Dir dann natürlich das komplette Monatsgehalt am Ende des Monats überweisen, ohne Teilzahlung am 15. eines Monats.

Antwort
von ASS09,

Schau nach,was zur Lohnzahlung in deinem Arbeitsvertrag steht.

Da die Arbeitsstunden von Monat zu Monat variieren,und du nach gearbeiteten Stunden bezahlt wirst,ist es eigentlich normal,wie dir dein Lohn gezahlt wird.

Das wird in vielen Betrieben so gehandhabt.

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