Frage von Rentenfrau, 2

Abschlagsfreie Rente mit 63, höhere Mütterrente, höhere Erwerbsminderungsrente - wirklich bezahlbar?

Hallo Freunde, die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren, höhere Mütterrente, höhere Erwerbsminderungsrente - was haltet Ihr von den "Wohltaten" der neuen großen Koalition? Ist das wirklich bezahlbar? Mir persönlich wird es Angst und Bange, daß die Kosten hauptsächlich der jungen Generation (den Beitragszahlern) aufgebürdet wird. Ich füge eine Umfrage ein, bin gespannt, was Ihr sagt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Niklaus,

Wahlgeschenke der SPD an ihr Klientel. Damit frage ich mich nach dem Unterschied zur FDP. Ich kann mich zu Beginn der vorigen Koalitionsregierung erinnern, wie die SPD die FDP eine Klientelpartei genannt hat wegen der Reduzierung der MwSt für das Hotelgewerbe.

Rente mit 63 finde ich eine absoluter Rückschritt und ein miserables Signal an unsere europäischen Nachbarn.

Mütterrente finde ich Okay, weil es einfach ungerecht wäre nur den Müttern bis 1992 die Rentenpunkte zu geben. Die Mütter vor 1992 hatten es schwerer. allerdings sehe ich die Finanzierung als ein gesamtwirtschaftliche Sache an. D.h. Finanzierung aus Steuern und nicht vom Geld der Beitragszahler.

Wir haben die Falschen gewählt.

Kommentar von wfwbinder ,

Unterschied SPD - FDP. Klarer Fall, die SPD hat bei der Klientelpolitik mehr Leute zu bedienen, deshalb ist es teurer.

Antwort
von wfwbinder,

Ich bin der festen Überzeuggung, dass nur ein Systemwechsel auf ein zum großen Teil steuerfinanziertes System helfen kann.

Mit einer Mindestrente. Das führt zu einer Verwaltungsvereinfachung.

Gleiches Systemom Hilfsarbeiter bis zum Bundestagsabgeordneten, vom einfachen Justizangestellten bis zum Ministerialdirigenten und General.

Eine Loslösung von der bei Polikern beliebten Formel, wir brauchen mehr Kinder um das Verhältnis von jungen und alten besser zu haben.

Das ist Schwachsinn.

Entscheidend ist das Verhältnis von Beitragszahlern zu Menschen die Leistungen/Rente beziehen. Es ist egal ob der BEitragszahler hier geboren wurde. Er muss hier Beiträge zahlen. Wichtig sind somit qualifizierte Arbeitsplätze, weil das dazu führt, das hier Abgaben gezahlt werden.

Kommentar von Zitterbacke ,

Diese Einschnitte sind bei den "Alten" aber nicht gern gehört . Aber ich bin deiner Meinung .

Kommentar von Niklaus ,

Weil ich nicht für einen Systemwechsel bin, kann ich dir hier leider nicht zustimmen. Du kennst mich als ehrlichen Menschen.

Kommentar von wfwbinder ,

Kein Problem, Du bist Versorgungsfachmann und siehst es aus der Richtung. Ich komme eher aus der anderen Richtung und sehe es mehr fiskalisch. Ich weiss selbst, dass meine Ideen eigentlich zu radikal sind.

ich weiss nur eines, die Minirenten mit GruSi aufstocken macht nur viel arbeit. aber eine Mindestrente darf man nicht aus den Beiträgen finanzieren.

Antwort
von LittleArrow,

Hallo Rentenfrau: Hast Du schon diese Frage gesehen?

http://www.finanzfrage.net/frage/nahles-und-rentenpaket---eure-meinung

Belastung der aktiven Beitragszahler - anders geht es nicht, denn ich will nicht noch mehr Steuern zahlen müssen - trotzdem ist das ein fauler Generationenvertrag zugunsten einer relativ eng begrenzten Bevölkerungsgruppe.

Anrechnung von arbeitslosen bzw. beitragsfreien Zeiten halte ich für ein Unding, erst Recht wenn die nicht erfassten Zeiten per persönlicher Erklärung glaubhaft gemacht werden.

Tja, leider haben wir hier keine Umfrage von Dir:-((

Ich würde eine rückwirkende Einführung auch für Rentenbezieher bis max. 75 Jahre sehr begrüssen;-) Wäre zwar unbezahlbar, aber was schert es die Politiker?

Kommentar von freelance ,

Wäre zwar unbezahlbar, aber was schert es die Politiker?

ich halte die aktuellen Entscheidungen auch für unbezahlbar. Oder anders: wer D nicht weiter in die Verschuldung treiben will, kann so ein Paket nicht vorschlagen und verabschieden.

Die Politik scheint am Rande des Wahnsinns angekommen.

Kommentar von LittleArrow ,

Früher dachte ich mal, das OPM heißen würde: "ordentlich Politik machen", aber nun stellt sich seit den Milliardenzusagen für die Rettung im Steuer- und Korruptionssumpf versinkender Staaten heraus, dass es für "other people's money" (= ALG - Anderer Leut's Geld) steht. Deren Geld und nicht das eigene können die Politiker gut ausgeben. Dies hat ja nicht erst mit dieser GroKo angefangen.

Antwort
von miniErbe,
Ich füge eine Umfrage ein

die fehlt wohl....

Für mich ist das System schon länger am Limit. Ich habe einen Kollaps erwartet in spätestens 15 Jahren.

Die Änderungen halte ich für absolut unbezahlbar. Das gute daran:

  • die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands (international) wird darunter leiden, wenn die Abgaben steigen werden (Dann können die Roten noch mehr verteilen, wenn es uns dann nicht mehr so gut geht)
  • das System wird es nun schneller im-/explodieren als bisher. Nahles giesst ein wenig Öl ins Feuer

Ich weiss ja nun nicht, wie man so ein verantwortungsloses Paket überhaupt planen kann und wie man es noch schafft, es vor die Bevölkerung zu bringen.

Für mich ist das der totale Wahn, der in einem Desaster enden wird.

Wahlgeschenk hin oder her. Ich halte dieses Paket für verantwortungslos!

Kommentar von Niklaus ,

Die gesetzliche Rente ist ein Segen für die Rentner in Deutschland. ein voll privat geführte Rente hätte nach der letzten Finanzkrise zu viel elend hier in Deutschland geführt.

Wir brauchen alle drei Schichten der Altersvorsorge.

Antwort
von sicherfrei,

Die Mütterrente finde ich OK. Aber die Politiker und Arbeitgeber mogeln sich an einer Rente vorbei, die wirklich gerecht wäre: wenn nämlich alle - Selbständige, Arbeitnehmer inclusive Beamte - in eine gemeinsame Rentenversicherung einzahlen würden, entsprechend ihrem Einkommen. Klar , keine bevorteilte Gruppe, allen voran die verbeamteten Politiker , will das so ohne weiteres.Aus dieser Gruppe vor allem kommen dann auch immer die Vorbehalte. Aber es wäre gerecht. Es geht also um eine gerechte Rente, an der alle beteiligt wären, ohne Ausnahme.Die wäre dann locker bezahlbar. Alles andere ist Ablenkung und reden um den heissen Brei.

Kommentar von Candlejack ,

Ich sage es immer wieder gern: schaut Euch die Statistiken von Einzahlern und Empfängern der Rente an, schaut Euch die Systematik an und dann werdet ihr erkennen, dass nur durch die Einbeziehung von Selbständigen und Beamten das System genauso wenig zu retten ist. Das reißt das Ruder auch nicht rum und das wäre auch nicht locker bezahlbar. Das sind die seit 20 Jahren verbreiteten Polemik-Thesen Richtung Sozialneid und Brot&Spiele.

Kommentar von sicherfrei ,

Die Schweiz macht es mit ihrer Basisrente vor. Der Begriff Sozialneid ist im übrigen ein Totschlag-Argument oftmals von Personen, die ihre Vorteile retten wollen.

Antwort
von Candlejack,
was haltet Ihr von den "Wohltaten" der neuen großen Koalition?

ich bin jetzt mal ganz böse, immerhin kennen wir uns schon ne Weile hier: welchen Ratschlag suchst Du ? Für Diskussionen zu dem Thema und reinen Meinugnsaustausch ist das hier das falsche Forum.

Ist das wirklich bezahlbar?

Das System ist schon ohne diese Wohltaten nicht mehr bezahlbsr, ablesbar an diversen Bundeszuschüssen und der Ökosteuer. Diese neuen Wohltaten sind auch nicht bezahlbar, aber man muss sein murrendes Volk ja bei Laune halten...

Mir persönlich wird es Angst und Bange

Ich kenne die Zahlen, Statistiken etc. und mir wird schon seit 10 Jahren Angst und Bange ;-)

Die Umfrage erscheint bei mir nicht.

Antwort
von Zitterbacke,

Es ist doch ein Umdenken in der Bevölkerung vorangegangen . Solidarprinzip ist nicht !

Ich habe eingezahlt , also will ich !!

Gerechtigkeit ist egal.

Gruß Z... .

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