Frage von Simbai, 22

Abschlagsfreie Rente 63 bei 45 Beitragsjahren, gibt schon Rente für besonders langjährig Versicherte

Die neue abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren mit 45 Beitragsjahren, versteh ich nicht, es gibt schon die Rente für besonders langjährig Versicherte, da bekommen Leute mit 65 Jahren die Rente ohne Abzug, wenn sie 45 Jahre Pflichtbeitragsjahre (ohne Arbeitslosigkeit) haben. Also gibts diese Spezialrente doch schon, wieso nun die gleiche Rente nur 2 Jahre früher? Da sind die 65jährigen, die solange malocht haben, doch irgendwie veräppelt worden. Könnt Ihr es mir erklären? Danke.

Antwort
von Primus, 9

Es ist nun mal so, dass die meisten Verbesserungen nur für diejenigen geschaffen werden, die ab einem bestimmten Stichtag davon betroffen sind.

Egal ob es die Rente, Lohnerhöhung, Urlaubsanspruch oder sonstiges betrifft, nichts wird rückwirkend für alle gelten.

Das Leben ist zwar hart, aber ungerecht;-)))

Antwort
von hubkon, 9

Hallo Simbai,

Sie schreiben:

Abschlagsfreie Rente 63 bei 45 Beitragsjahren, gibt schon Rente für besonders langjährig Versicherte<

Antwort:

Der Teufel steckt im Detail und die neuesten Gedankenspiele der großen Koalition sind noch nicht in Gesetzesform gegossen!

Was da dann im Endeffkt unter dem Strich ganz genau übrigbleibt, das muß abgewartet werden!

Zur Zeit gelten immer noch die in der folgenden DRV-Broschüre enthaltenen Regelungen, welche nicht zuletzt vom jeweiligen Geburtsjahr abhängig sind:

Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/258148/publica...

Also gibts diese Spezialrente doch schon, wieso nun die gleiche Rente nur 2 Jahre früher?<

Antwort:

Bitte lesen Sie die diversen Einzelheiten in der o.a. Broschüre nach!

Und:

Es gibt keine Gerechtigkeit, sondern es gibt Stichtage!

Gegen diese Stichtage ist in der Regel kein Kraut gewachsen, wie die Erfahrungen aus den zurückliegenden Rentenreformen ganz klar belegen!

Link:

Neuste Verlautbarungen zum Thema:

google>>sueddeutsche.de/wirtschaft/plan-der-grossen-koalition-rentenreform-kostet-milliarden-bis-1.1864146

Auszug:

Klar ist nun auch, wie Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der abschlagsfreien Rente mit 63 geregelt werden.

Um mit 63 vorzeitig und ohne Einbußen in den Ruhestand gehen zu können, sind 45 Beitragsjahre nötig.

Dabei werden auch Zeiten der Arbeitslosigkeit berücksichtigt - aber nur diejenigen, in denen ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I, Schlechtwettergeld, Kurzarbeitergeld oder Insolvenzgeld bestand.

Zeiten, in denen die frühere Arbeitslosenhilfe oder Hartz IV bezogen wurde, werden nicht mitgerechnet.

Langzeitarbeitslose können von der Rente mit 63 deshalb nicht profitieren.

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Rentenfrau, 5

Hallo Simbai,

die neue Bundesregierung wollte etwas für die Rentner tun, die 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, erst hieß es zwar, die 45 Jahre gearbeitet haben, aber nun reichen 45 Beitragsjahre, auch Arbeitslosigkeit (außer Alg II) soll zählen, das ist aber noch strittig. Und die Rente gibt es nun ab 1. Juli schon ab 63 Jahren, das ist die bessere Rentenregelung als die Rente für besonders langjährig Versicherte.

Antwort
von Niklaus, 5

Das ist nur ein Wahlgeschenk der roten Opportunismuspartei.

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