Frage von mynamehere86,

Abo Bahnjahreskarte - Nachforderung einer Rate aus 2012 - Verschulden der Bahn

Hallo liebe Community,

ich habe folgenden Sachverhalt: ich hatte von Februar 2012 bis Ende Januar 2013 ein Abo bei der Bahn, mit dem ich keine weiteren Tickets mehr kaufen musste (also wie BahnCard 100, aber in Österreich).

Die Zahlungsmodalitäten sind so geregelt: Die ersten 2 Raten muss man sofort zahlen, dann werden 8 Raten abgebucht, die restlichen 2 Monate sind "gratis".

Nun war es bei mir so: die ersten 2 Raten hatte ich sofort bezahlt. dann bin ich übersiedelt, hatte natürlich sofort sämtlich Adressänderungen bekannt gegeben, hatte zusätzlich einen Nachsendeauftrag der Post, usw. Meine Karte kam nicht. Ich telefonierte mehrmals mit der Infoline, war am Schalter, etc. Irgendwann, nach 3 Monaten meinte man zu mir: "ja, da ist nie ein Vertrag angekommen in der Zentrale" zu diesem Zeitpunkt wurde mir allerdings eine Rate doppelt abgebucht, sprich 2 Monatsraten auf ein Mal. Ich dachte mir Nichts dabei, da ich dann entdeckte, dass ein Monat nicht abgebucht wurde.

So - meine Karte kam dann irgendwann im Juni, ab da verliefen die Zahlungen dann regelmäßig. Ich kann belegen, dass die Zahlungen brav abgebucht wurden, Monat für Monat. Auf meine Anfragen im Herbst 2012, ob jetzt alles "geregelt" sei, meinte man nur Ja, es passt alles.

Im Januar wollte man dann plötzlich wieder 105,01 Euro abbuchen (die eigentliche Rate ist 105 Euro, ohne 1 Cent - mir wurde aber jedes Mal 105,01 abgebucht - auf die Frage warum, ging man nie ein seitens der Bahn). Ich sah dies aber nicht ein, wandte mich an die zuständige Stelle, man meinte das passe.

Heute (28.5.!!!) also knapp 4 Monate nach Vertragsende, bekomme ich eine Email, dass ich noch eine Rate offen habe und diese sofort begleichen soll.

Nun habe ich meine Kontostände geprüft. Ich hatte einen ABBUCHUNGSAUFTRAG, d.h. die Bahn buchte automatisch von meinem Konto ab, ich musste mich nicht um Zahlungen kümmern.

Tatsächlich - die Rate für April 2012 müsste noch offen sein - es wurde damals keine Abbuchung von der Bahn durchgeführt, ebenso im Mai nicht, dafür im Juni doppelt. Diese war dann wohl für den Mai. Mein Konto war zum damaligen Zeitpunkt gedeckt, ich habe keine Informationen über eine fehlgeschlagene Abbuchung, etc. Man konnte ja im Juni auch abbuchen, ohne, dass ich nochmals Kontodaten bekannt geben musste.

Nun meine Frage - offensichtlich handelt es sich hier um das Verschulden von der Bahn, dass sie 1. den Vertrag verbummelt haben (scheinbar), 2. die Abbuchung nicht durchführten, dann kommentarlos doppelt abbuchten, aber nicht realisierten, dass NOCH eine Abbuchung fehlt, ...

Muss ich nun diese fehlende Rate tatsächlich zahlen, wenn es sich nachweislich nicht um meinen Fehler handelt? Können die das denn über 1 Jahr nach Fälligkeit der Rate und 4 Monate nach Vertragsende plötzlich einfach so fordern?

Ich weiß - in Anspruch genommen, usw. - aber in diesem Fall habe ich keine Schuld.

Antwort
von TopJob,

Hast du mit der Kündigung der Karte zufällig direkt die Bankeinzugserlaubnis widerrufen? Dann darf die Bahn nämlich nichts mehr von deinem Konto abbuchen, auch wenn sie noch einen Anspruch haben.

Gut, es kann natürlich auch sein, dass ein Mitarbeiter der Bahn Bockmist gebaut hat, das bringt dir hier jedoch auch nichts. Es gilt was Privatier59 sagt. Wenn die Forderung berechtigt ist, hast du zu zahlen. Pass vor allem auf, wenn du in Verzug gerätst: Es können dann noch schöne Mahngebühren entstehen...

Antwort
von Privatier59,

Langer Rede kurzer Sinn: Verjährung tritt erst nach 3 Jahren ein und ein "Verschulden" eines der Beteiligten ist für Forderungsentstehung und Bestand ohnehin nicht erforderlich. Ausstehende Forderungen sind daher zu begleichen.

Antwort
von billy,

Kein Bock Romane zu lesen.

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