Frage von Diana1985, 45

Ablehnung Bearbeitungsgebühren Credit Europe Bank

Hallo Zusammen,

ich benötige kurz Hilfe wie wir hier weiter vorgehen können.Es geht um die Rückzahlung der Kredit Bearbeitungsgebühren von einem Kredit aus dem Jahre 2009 bei der Credit Europe Bank. Diese haben unseren Antrag auf Rückerstattung abgelehnt mit folgendem Wortlaut:

"Die in dem damals verwendeten Antragsformular so genannte "Bearbeitungsgebühr" ist kein Bearbeitungsentgelt im Sinne der Entscheidung des Bundesgereichtshofes, sondern eine Courtage für den Vermittler. In unseren neuen Antragsformularen ist dies korrigiert worden. Dort heißt es nun Courtage statt Bearbeitungsgebühr. Bei Abschluss Ihres Komfortkreditvertrages war ein Kreditvermittler zwischengeschaltet, welcher kein MItarbeiter unserer Bank ist. Sie müssen die Tätigkeit des Kreditvermittlers durch die einmalige Courtage basierend auf der Finazierungsumme/ Nennbetrag vergüten. Wir haben die Courtage vollständig an den Kreditvermittler weitergeleitet. Die Urteile des Bundesgerichtshofes sind daher auf Ihren Vertrag nicht anwendbar."

Dies war die Rückantwort der Bank. Nach nochmaliger Prüfung unseres Kreditvertrages steht dazu in den AGB´s sowie im Kreditvertrag selber nichts drin von einem Kreditvermittler. Der Vertrag wurde zwischen der Credit Europe Bank und uns geschlossen. Wir finden die Begründung der Bank sehr unglaubhaft da wir weder einen Nachweis über die weitergeleitete Gebühr haben noch das wir wussten das es überhaupt einen Kreditvermittler dabei gab.

Wie können wir gegenüber Credit Europe jetzt weiter verfahren oder argumentieren?

Danke für eure Hilfe.

LG Diana

Antwort
von Roland81, 37

Hallo, können Sie mir die damalige Bearbeitungsgebühr nennen? Ich habe aktuell nämlich eine Kopie meines 2008er Kredits kommen lassen, da steht nämlich bei Bearbeitungsgebühr 0,00 EUR... LG

Kommentar von gammoncrack ,

:-)))))))))))))))))))))))

Antwort
von Primus, 30

Ist in Eurem Vertrag explizit das Wort Bearbeitungsgebühr aufgeführt und es wird keine Vermittlungsprovision erwähnt, solltet Ihr gegen den Bescheid Widerspruch einlegen.

Ob im Nachhinein die Verträge geändert wurden, ist für Euch nicht von Bedeutung.

Kommentar von Diana1985 ,

Ja, es steht ausdrücklich drin: einmalige, laufzeitunabhängige Bearbeitungsgebühr

Kommentar von Primus ,

Dann schnell reagieren. So wie P59 schreibt, habt ihr nur noch bis zum Ende des Jahres Zeit. Die Verjährung kann nur durch eine Klage oder dem Ombudsmann verhindert werden.

Kommentar von vulkanismus ,

Das Schreiben der Bank ist kein Bescheid. Auch gibt es zwischen Privatleuten keinen Widerspruch.

Aber: Diana sollte sofort einen Mahnbescheid abschicken. Die Bank hat dann den schwarzen Peter und kann Rechtsbehelf einlegen.

Aber die Verjährung ist unterbrochen.

Kommentar von Primus ,

Ich bitte um Vergebung für meine laienhaften Ausdrücke ;)))

Kommentar von vulkanismus ,

Und genau da liegt das Problem.

Angenommen sie hätte Deinen Rat angenommen und ein Schreiben mit dem Wort Widerspruch verfasst, so hätte sie nichts weiter getan als Zeit verplempert und ggf. sogar die Verjährung riskiert.

Es ist daher in solchen und irgendwie ähnlichen Dingen zu einhundert Prozent die exakten Begriffe zu benutzen und genau das zu tun, was das Gesetz vorsieht.

Kommentar von vulkanismus ,

Und genau da liegt das Problem.

Angenommen sie hätte Deinen Rat angenommen und ein Schreiben mit dem Wort Widerspruch verfasst, so hätte sie nichts weiter getan als Zeit verplempert und ggf. sogar die Verjährung riskiert.

Es ist daher in solchen und irgendwie ähnlichen Dingen zu einhundert Prozent die exakten Begriffe zu benutzen und genau das zu tun, was das Gesetz vorsieht.

Kommentar von Privatier59 ,

Diana sollte sofort einen Mahnbescheid abschicken.

Mein lieber Scholli, äh., vulki: Mahnbescheide abschicken kann Diana nur, wenn ihr Nachname Amtsgericht ist. Ansonsten kann sie den nur beantragen.

Wie hast Du doch so zutreffend geschrieben:

Es ist daher in solchen und irgendwie ähnlichen Dingen zu einhundert Prozent die exakten Begriffe zu benutzen und genau das zu tun, was das Gesetz vorsieht.

Sollte man sich dann aber selber auch dran halten!

Im übrigen können Privatleute Mahnanträge zwar im Internet auf den einschlägigen Seiten der Justiz verfassen. Sie müssen den Mahnantrag dann aber ausdrucken, unterschreiben und per Post an das Mahngericht senden. Rein elektronische Antragstellung ist für Privatpersonen unmöglich. Man sollte wegen der Postlaufzeiten also nicht bis 31.12.14 warten.

Kommentar von vulkanismus ,

Aha. Wenn ich dem Amtsgericht etwas zukommen lasse, dann schicke ich es doch ab, oder?

Kommentar von Primus ,

@vulkanismus:

Es ist daher in solchen und irgendwie ähnlichen Dingen zu einhundert Prozent die exakten Begriffe zu benutzen und genau das zu tun, was das Gesetz vorsieht.

Bei solch wichtige und an kurze Zeit gebundene Probleme sollten die Fragesteller wohl besser sofort die Hilfe eines Anwaltes in Anspruch nehmen und keinesfalls in einem Forum fragen, in dem nicht nur Fachleute wie Du versuchen zu helfen.

Antwort
von gammoncrack, 24
In unseren neuen Antragsformularen ist dies korrigiert worden

So eine Unsinnsantwort!

Du darfst, wie P59 schon schreibt, keine Zeit verlieren. Ansonsten hätte ich denen erst einmal geschrieben, dass ich den Kreditvertrag nie abgeschlossen hätte, wenn ich gewusst hätte, dass das über einen courtageberechtigten Vermittler läuft. Dann hätte ich es nämlich mit Ihnen direkt gemacht.

Vielleicht haben die das Formular aufgrund des BGH-Urteils erst jetzt geändert. Dann stimmt natürlich deren Aussage trotzdem.

Das ist wirklich der blödeste Versuch, sich in die Verjährung zu retten.

Hast Du denen eine Frist gesetzt? Wenn diese Frist verstrichen ist, laufen Anwaltsgebühren sofort zu deren Lasten.

Ansonsten hast Du auch die Möglichkeit, z. B. online einen Mahnbescheid zu erlassen, musst aber bei Widerspruch dann natürlich klagen. Durch den Mahnbescheid tritt dann erst einmal keine Verjährung ein.

Kommentar von Diana1985 ,

Ja eine Frist hatten wir denen gesetzt, der Brief kam jetzt vor 3 Tagen. Das heisst für mich ich kann jetzt zum Anwalt gehen ohne das die Kosten auf mich laufen? Das die Zeit rennt ist mir bewusst deswegen suche ich nach der schnellsten Lösung. Ich ärgere mich maßlos über so eine affige Antwort seitens der Bank.

Kommentar von Privatier59 ,

Wenn Deine Forderung besteht, muß die Bank die Anwaltskosten zahlen. Wenn die Foderung unberechtigt ist, bleiben die Kosten bei Dir hängen.

Kommentar von vulkanismus ,

Ärgern ist menschlich aber nutzlos.

Den Mahnbescheid gibt es online - dazu braucht man keinen Anwalt.

Erst wenn dagegen Einspruch eingelegt wird, muss das sein.

Kommentar von gammoncrack ,

Vulkan und P59 haben es ja schon geschrieben. Entweder Mahnbescheid oder Anwalt. Letztlich ist es egal. Wenn die nach dem Mahnbescheid zahlen, gehen diese Kosten auch zu deren Lasten, wenn der Anwalt schreibt ebenfalls.

Wenn die aber, wider Erwarten Recht haben, musst Du die Kosten selbst tragen. Allerdings, wenn Du einen Mahnbescheid erlässt und die widersprechen, weißt Du immer noch nicht, ob die im Recht sind und benötigst dann einen Anwalt.

Antwort
von Privatier59, 26

Wie Du auch immer verfahren willst, Du mußt schnellstens verjährungsunterbrechende Maßnahmen ergreifen, also z.B. Klage vor Gericht erheben. Deine Ansprüche verjähren nämlich am Ende des Jahres 2014. Ich würde mich deshalb nicht weiter hinhalten lassen und anwaltliche Hilfe nachsuchen. Außergerichtliche Schreiben kannst Du Dir bei der bestehenden Sachlage wohl gleich ganz sparen.

Antwort
von Diana1985, 24

Danke für eure Antworten, Mahnbescheid habe ich soeben beantragt. Jetzt warten und hoffen.....

Kommentar von Primus ,

Ich wünsche Dir viel Glück.

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