Frage von GSimon,

Ablehnung - Reisekosten

Habe 2008 den Antrag auf Erwerbsminderungsrente (Schwerbehindert 70%)in BRD gestellt und erst 2012 im Ausland die Nachricht bekommen, dass ich mich bei span. Versicherungsträger untersuchen lassen muss. Laut Rentenanstalt - Mitwirkungspflicht/muss Untersuchungen-Termine wahrnehmen. Da der span. Versicherungsträger einen Übersetzer (mediz. Fragen plus Arztberichte in deutsch) verlangte, musste ich 3 x die hohen Kosten übernehmen. Da auch Termine z.B. Psychiater nach 19 Uhr waren, ich kein Auto habe, der letzte Bus (100km) um 19 Uhr fährt, musste ich 3 x ein Taxi nehmen ( 600 Euro). Weitere Kosten z. B. Busfahrt - beglaubigte Dokumente u.s.w.musste ich selber tragen. Rentenanstalt meinte nur, senden Sie Kostenaufstellung zu. Jetzt nach fast 4 Moante erhalte ich ein Schreiben, dass die Kosten abgelehnt sind. Kann zwar Widerspruch erheben, aber gibt es nicht eine Stelle die einem Hilft? Was kann ich tun? Das waren Kosten von fast 3000 Euro, die mir jetzt fehlen.

Antwort
von hubkon,

Hallo GSimon,

Sie schreiben unter anderem:

Ablehnung Reisekosten durch die Deutsche Rentenversicherung:<

Antwort:

google>>deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.d

Grundsätzlich ist zunächst festzustellen, daß die Beantragung einer vollen Erwerbsminderungsrente in Deutschland für die Betroffenen schon eine Herkulesaufgabe darstellt!

Die zusätzliche Zwischenschaltung eines Versicherungsträgers im Ausland, in diesem Fall Spanien, mit Hinzuziehung von Dolmetschern und fremdsprachigen Gutachtern, Taxifahrten usw. dürfte die ganze Angelegenheit nicht gerade vereinfachen.

Es ist auch nicht ganz nachvollziehbar, warum die Pflicht-Beitragszahler der Deutschen Rentenversicherung für die zwangsläufig durch den Auslandsaufenhalt bedingten Mehraufwendungen und vor Ort bedingten, zusätzlich anfallenden Fahrtkosten im Zusammenhang mit Begutachtungen in die Zahlungsverpflichtungen eingebunden werden sollen.

Allein für in Deutschland Wohnende ist es schon schwierig, wenn nicht unmöglich, die Fahrtkosten mit dem Taxi zu einer Begutachtung im Zusammenhang mit dem Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente erstattet zu bekommen.

Unter folgendem Link können Sie die Bestimmungen der DRV für Deutschen Wohnsitz entnehmen:

google>>deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/260722/publicationFile/42275/Reisekostenrundschreiben_Mai%202012.pdf

Dort finden Sie z.B. betreffs Taxifahrten folgende Hinweise unter Punkt 5.3:

Auszug:

Taxibenutzung

Kosten für die Fahrt mit dem Taxi werden grundsätzlich nicht übernommen. Sie werden in Ausnahmefällen dann übernommen, wenn ein triftiger Grund und die vorherige Zustimmung des Rentenversicherungsträgers vorliegen.

Bitte lesen Sie unter obigem Link weiter.

Weiterer Auszug:

Die Taxikosten werden nur erstattet, wenn die Notwendigkeit der Beförderung ärztlich bescheinigt und nach Vorlage beim ärztlichen Dienst

  • außer in Fällen, in denen Art oder Schwere der Behinderung aus ärztlichen Unterlagen offenkundig sind-

anerkannt worden ist.

Siehe hierzu auch unter folgendem Link:

google>>meine-gesundheit.de/deutsche-rentenversicherung-bund#7_1

Habe 2008 den Antrag auf Erwerbsminderungsrente (Schwerbehindert 70%)in BRD gestellt und erst 2012 im Ausland die Nachricht bekommen, dass ich mich bei span. Versicherungsträger untersuchen lassen muss. Laut Rentenanstalt - Mitwirkungspflicht/muss Untersuchungen-Termine wahrnehmen.<

Antwort:

Wenn Sie den Antrag bereits 2008 eingereicht und erst in 2012 eine Nachricht der DRV erhalten haben, so stellt sich die Frage, warum Sie da nicht schon früher reagiert und reklamiert haben.

Des weiteren erscheint es ziemlich leichtgläubig, von Anfang an und vom ausländischen Wohnsitz aus ohne Zwiwchenschaltung eines kompetenten Rechtsbeistands zu agieren, zumal die DRV nicht gerade dafür bekannt ist, unbürkratisch zu reagieren.

Betreffs der Schwerbehinderung sollten Sie grundsätzlich davon ausgehen, daß die Schwerbehinderung nicht in %, sondern ausschließlich in Grad der Behinderung, in Ihrem Fall also mit GDB 70 angegeben wird und sich der GDB auf die Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente so gut wie nicht auswirkt.

Laut Rentenanstalt - Mitwirkungspflicht/muss Untersuchungen-Termine wahrnehmen. Da der span. Versicherungsträger einen Übersetzer (mediz. Fragen plus Arztberichte in deutsch) verlangte, musste ich 3 x die hohen Kosten übernehmen. Da auch Termine z.B. Psychiater nach 19 Uhr waren, ich kein Auto habe, der letzte Bus (100km) um 19 Uhr fährt, musste ich 3 x ein Taxi nehmen ( 600 Euro). Weitere Kosten z. B. Busfahrt - beglaubigte Dokumente u.s.w.musste ich selber tragen.<

Antwort:

Wie können Sie so gutgläubig sein und ohne schriftliche Kostenzusage des Versicherungsträgers derart aufwenige Fahrten unternehmen?

Das ist doch beim besten Willen nicht nachvollziehbar!

Stellen Sie sich vor, sie wohnen noch weiter entfernt irgendwo in der Pampa und wollen mit einem Hubschrauber zum Gutachter fliegen; soll das dann auch die DRV übernehmen?

Rentenanstalt meinte nur, senden Sie Kostenaufstellung zu. Jetzt nach fast 4 Moante erhalte ich ein Schreiben, dass die Kosten abgelehnt sind.<

Antwort:

Das ist leider auch nicht anders zu erwarten gewesen!

Kann zwar Widerspruch erheben, aber gibt es nicht eine Stelle die einem Hilft? Was kann ich tun?<

Antwort:

Warum werden Sie nicht Mitglied beim VDK und lassen sich durch einen kompetenten Rechtsbeistand zuerst einmal gründlich beraten?

google>>vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/5624/mitgliedschaft

Tipp:

Per E-Mail Kontakt aufnehmen, Situation schildern, Antwort abwarten und ohne juristische Begleitung keine weiteren Schritte mehr unternehmen!

Das waren Kosten von fast 3000 Euro, die mir jetzt fehlen.<

Antwort:

Ohne ausdrückliche, schriftliche Kostenzusage der DRV hätten Sie diese Ausgaben nicht tätigen sollen, Sie mußten mit Ablehnung rechnen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Rentenfrau,

Hallo GSimon, ich kann Dir nur sagen, wie das in Deutschland laufen würde, hier würden Dir die Fahrkosten zum "Rentenarzt" von der deutschen Rentenversicherung -auf Antrag- erstattet. Ich rate Dir daher, lege auf jeden Fall einen Widerspruch ein und trage vor, daß Du auf Veranlassung des spanischen Versicherungsträger 3 mal die Fahrkosten zu tragen hattest. Ich hoffe, sehr, daß die Kosten noch erstattet werden.

Antwort
von Privatier59,

Du kannst einen im Sozialrecht versierten Rechtsanwalt mit der Übernahme des Falles beauftragen. Der kann ermitteln, ob Dir die Kostenerstattung zusteht. Allerdings halte ich das für eher unwahrscheinlich.

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