Frage von Renevatio, 2

Abesetzbarkeit Maklercourtage für 2012 bei Änderung Hauptwohnsitz in 2014, Zweitwohnsteuer!!!!!!

Hallo liebe User,

ich arbeite seit 2009 in Hamburg und bin täglich von Hamburg nach Mecklenburg-Vorpommern bis September 2012 gependelt und war auch in Mecklenburg-Vorpommern mit meinem Hauptwohnsitz gemeldet. Im September 2012 habe ich in Hamburg eine Wohnung bezogen, da die ständige Fahrt aufgrund der saisonalen Belastung in meinem Beruf sehr hoch ist bzw. war und habe mich ab diesem Zeitpunkt mit dem Hauptwohnsitz in Hamburg gemeldet. Einen Nebenwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern habe ich damals nicht gemeldet. Für die Vermittlung der Wohnung in Hamburg ist eine Courtage angefallen, die ich im Rahmen der Steuererklärung geltend machen kann. Mit Stand Juli 2014 habe ich noch keine Steuererklärung für 2012 abgegeben!!!!

Zu meinem Problem. Aus familären Gründen der Mutter (keine Ehefrau bzw. Kinder) würde ich den Hauptwohnsitz wieder nach Mecklenburg-Vorpommern verlegen und die Wohnung in Hamburg als Nebenwohnsitz melden. Ich würde wieder täglich von Mecklenburg-Vorpommern nach Hamburg fahren und die Wohnung vorhalten, da es sehr schwierig ist eine Wohnung in Hamburg zu finden und ich dort bei längeren Arbeitszeiten schlafen kann. Würde das Finanzamt bei der Einreichung der Steuererklärung 2012 die Anrechnung der Courtage mitgehen, da es ja der erstmalige Zuzug nach Hamburg ist und die Wegstrecke geringer wird und dies durch die Änderung des Hauptwohnsitzes nach Mecklenurg Vorpommern in Juli/August 2014 wieder rückgänig gemacht wird. Ab August 2014 und die Folgejahre würde ich wieder (so wie bereits 2009 bis 2012) die Fahrkosten als Werbungskosten in den Steuererklärungen 2014 ff. ansetzen. Oder macht es vielleicht Sinn die Courtage gar nicht in der Steuererklärung 2012 zu erklären, um sich die Fahrtkosten als Werbungskosten ab 2014 ff. nicht zu gefährden, falls es im Finanzamt überhaupt durchgeht??? Zu bedenken ist in diesem Fall ebenfalls die Zweitwohnsteuer in Hamburg. Sofern die Änderung des Hauptwohnsitzes nach Mecklenurg-Vorpommern und die Anrechnung der Fahrtkosten als Werbungskosten durch den wieder erhöhten Fahrtweg von Mecklenburg-Vorpomern zur Arbeitsstätte nach Hamburg ab Juli 2014 scheitern, wäre ich durch die Zweitwohnsteuer in Hamburg belastet!!!! Durch die Fahrkosten als Werbungskosten würden sich die Aufwendungen durch die Zweitwohnsteuer allerdings neutralisieren! Wie sich das Finanzamt verhält, würde ich erst Anfang 2015 durch die Steuererklärung 2014 erfahren, doch meinen Hauptwohnsitz würde ich jetzt schon ummelden wollen. Deswegen vorgweg: Wir kann man sich verhalten bzw. was wäre in meinem Fall sinnvoll um nicht in die steuerliche Bealstung durch die Zweitwohnsteuer hineinzulaufen? Akzeptiert das Finanzamt die Fahrtksten als Werbungskosten Ab Juli/ August 2014 wieder?

Ich würde mich freuen, wenn mir vielleicht jemand einen fachkundigen Tipp geben könnte, wie sich vielleicht das Finanzamt verhält.

Vielen Dank im Voraus

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Antwort
von free555, 2

bist du dir sicher, dass du hier nicht in eine Steuerverkürzung läufst, die sich nach deinen Bedürfnissen richtet, weniger nach den Fakten? Das würde ich vermeiden. Ich würde mich nach den Tatsachen richten.

um nicht in die steuerliche Bealstung durch die Zweitwohnsteuer hineinzulaufen?

das ist einfach: nimm in HH den 1. Wohnsitz.

Aus familären Gründen der Mutter (keine Ehefrau bzw. Kinder)

Deine Mutter hat kein Kind? Was ist mit dir? Bist du kein Kind?


Was ich hier sehe: du bist umgezogen in 2012 aus beruflichen Gründen. Die Kosten kannst du ansetzen.

Was du nun vorhast: du wirst wieder einen weiteren Wohnsitz haben. Prüf doch den Aspekt der doppelten Haushaltsführung. Damit kannst du einiges an Kosten absetzen.

Greift die doppelte HH-Führung nicht, dann hast du die Fahrten von der Wohnung in HH in die Arbeit.

Alles andere ist ein Konstrukt, das du gerne hättest, jedoch in Sachen Steuerehrlichkeit fragwürdig ist.

Kommentar von Renevatio ,

Es geht nicht darum ein Konstrukt aufzubauen, sondern lediglich darum mögliche Aspekte zu berücksichtigen. Wir haben ein größeres Grundstück in Meckleburg-Vorpommern und meine Mutter schafft es alles zu bewältigen. Aus diesem Grund würde ich dann wieder nach Mecklenburg-Vorpommern ziehen. Insofern hat das nichts mit Steuerehrlichkeit zu tun. Die Frage war lediglich dahin gerichtet, was eine Rückummeldung für folgen nach sich führt und wie das Finanzamt reagieren wird!!!

Kommentar von vulkanismus ,

Mögliche Aspekte interessieren nicht, es sind die Tatsachen.

Warum Du wohin ziehst oder nicht hat mit der Einkommensteuer in Deinem Fall nichts zu tun.

Das Finanzamt würde evtl. auf falsche Angaben so reagieren, dass es Dir bestimmt nicht gefällt.

Antwort
von vulkanismus, 1

Die Einkommensteuer unterliegt der Abschnittsbesteuerung.

Daher beurteilt "das Finanzamt" zuerst das Jahr 2012.

Dann 2013, dann 2014 usw.

Du fragst nach dem Sinn einer Angabe.

Angaben sind aber nicht nach ihrem Sinn, sondern nach dem Tatsächlichen zu machen.

Kommentar von Renevatio ,

Angaben sind in der Tat dem Tatsächlichem zu machen. In diesem Fall handelt es sich jedoch um geringere Werbungskosten, die in meinem Fall zu einer geringeren Zahllast durch das Finanzamt führen. Insofern würde das Finanzamt dadurch nicht belastet!! Es geht lediglich darum, dass ich mich damals in Hamburg mit dem Hauptwohnsitz angemeldet habe. In der Zeit danach bin ich natürlich auch öfter von Mecklenburg-Vorpommern nach Hause gefahren zur Arbeit und kann das natürlich nicht bei der Steuererklärung berücksichtigen. Somit wäre es vielleicht doch sinnvoller gewesen die Wohnung in Hamburg als Nebenwohnsitz anzumelden.

Kommentar von vulkanismus ,

Das Finanzamt wird ohnehin nicht belastet, sondern die Allgemeinheit der Bürger.

Steuerlich gesehen ist es egal, was Du als Haupt- oder Nebenwohnsitz meldest.

Warum also solltest Du tatsächliche Fahrten nicht geltend machen können?

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